Artikel Afghanistan 22. Februar 2018

Amnesty Report 2017/18: Zahlen und Fakten zu ausgewählten Ländern

Zeichnung eines Globus
  • 2017 wurden laut der Organisation Frontline Defenders weltweit 312 Menschen getötet, die sich für den Schutz der Menschenrechte einsetzten. 2016 waren es 281.
     
  • 2017 lebten etwa 2,6 Millionen Flüchtlinge aus Afghanistan in mehr als 70 Ländern. Etwa 95 Prozent von ihnen hielten sich in den beiden Nachbarländern Iran und Pakistan auf. (Quelle: UNHCR). 2017 gab es es mehr als 150 Angriffe auf Journalisten, Medienschaffende und Redaktionen, die von staatlichen sowie von nichtstaatlichen Akteuren begangen wurden. (Quelle: Nai Supporting Open Media)
     
  • In der Demokratischen Republik Kongo flüchtete 2017 rund eine halbe Million Menschen vor der Gewalt von bewaffneten Gruppen und der Regierung in die Nachbarländer, rund 4,5 Millionen Menschen wurden innerhalb des Landes vertrieben. (Quelle: UNO)
     
  • Mindestens 2.982 Menschen starben 2017 bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen. (Quelle: Missing Migrants Project)
     
  • Mehr als drei Millionen Menschen aus dem Irak waren 2017 innerhalb des Landes auf der Flucht und suchten in Lagern für Binnenvertriebene oder informellen Siedlungen Schutz.
     
  • In Kolumbien wurden laut Angaben des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte im Laufe des Jahres 2017 mindestens 105 Menschenrechtsverteidiger getötet.
     
  • In Libyen befanden sich 2017 Schätzungen zufolge bis zu 20.000 Personen in Haftzentren, die sowohl vom libyschen Innenministerium als auch von bewaffneten Gruppen und kriminellen Banden betrieben werden. Im Februar 2018 befinden sich noch etwa 5.000 Menschen in solchen Haftzentren.
     
  • 2017 sind mehr als 655.000 Rohingya aus Myanmar nach Bangladesch geflohen (Quelle: IOM), etwa 100.000 weitere Flüchtlinge aus Myanmar lebten nach wie vor in Lagern in Thailand (Quelle: UNHCR).
     
  • Im Sudan beschlagnahmten die Behörden in der zweiten Jahreshälfte 26 Mal die komplette Druckauflage von Zeitungen, betroffen waren insgesamt sechs Zeitungen.
     
  • Mehr als 640.000 Menschen flohen im Jahr 2017 aus dem Südsudan. Damit stieg die Zahl südsudanesischer Flüchtlinge auf mehr als zwei Millionen Menschen. Die meisten von ihnen fanden in den Nachbarländern Uganda, Äthiopien und Kenia Zuflucht.
     
  • Mehr als eine halbe Million Menschen sind 2017 vor dem bewaffneten Konflikt aus Syrien geflohen. Insgesamt sind damit mehr als fünf Millionen Syrer auf der Flucht.
     
  • In der Türkei sitzen mehr als 100 Journalisten in Haft, mehr als 180 Medienhäuser wurden seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 geschlossen.
     
  • Ungarn schränkte den Zugang für Flüchtlinge und Asylsuchende weiterhin in starkem Maße ein, was zur Folge hatte, dass zwischen 6.000 und 8.000 Personen in menschenunwürdigen Lagern in Serbien leben mussten.
     
  • 2017 wurden in acht US-Bundesstaaten insgesamt 23 Männer hingerichtet und insgesamt mindestens 39 Todesurteile verhängt. Ende 2017 waren in den USA etwa 2.800 Personen zum Tode verurteilt.
     
  • In Venezuela wurden laut Angaben der Behörden während Protesten gegen Inflation und Nahrungsknappheit mindestens 120 Menschen getötet und mehr als 1.777 Menschen verletzt.
     
  • 2017 zeigte sich die Zivilgesellschaft weltweit auf den Straßen: In ganz Russland gab es so viele Protestkundgebungen wie seit Jahren nicht mehr, allein im März kam es in mindestens 97 Städten zu Protesten gegen Korruption (Quelle: EU). In Polen wurde im Juli in mehr als 100 Städten gegen die geplante Justizreform demonstriert (Quelle: Protestorganisation). In den USA gab es im Januar mehr als 600 Märsche für die Rechte von Frauen.

Weitere Informationen zum Amnesty International Report 2017/18 findest du auf www.amnesty.de/report

Mehr dazu