Amnesty International in Deutschland

Aktion zum 50. Geburtstag von Amnesty International vor dem Brandenburger Tor in Berlin

Aktion zum 50. Geburtstag von Amnesty International vor dem Brandenburger Tor in Berlin

Amnesty in Deutschland – das sind mehr als 150.000 Mitglieder und Förderinnen und Förderer, die sich für den Schutz der Menschenrechte einsetzen. Gegründet wurde die deutsche Sektion von Amnesty 1961 unter anderem von der Journalistin Carola Stern und dem Journalisten Gerd Ruge.

Amnesty bietet allen, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen wollen, vielfältige Möglichkeiten: In Deutschland gibt es rund 650 Amnesty-Gruppen  – darunter sind auch etwa 90 Schüler- und 66 Hochschulgruppen. Sie treffen sich regelmäßig, um Menschenrechtsthemen zu bearbeiten, Mahnwachen, Infostände und andere Veranstaltungen zu organisieren und Petitionsunterschriften zu sammeln.

Außerdem gibt es rund 70 Koordinationsgruppen, Kogruppen genannt, die zu verschiedenen Ländern (z. B. Myanmar oder Russland) oder Themen (z. B. Meinungsfreiheit) arbeiten. Diese ehrenamtlichen Expertinnen und Experten sind maßgeblich für unsere inhaltliche Arbeit und vertreten Amnesty oft nach außen, wenn es um ein bestimmtes Thema oder Land geht. Sie stehen in engem Kontakt mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Sekretariat in Berlin und im Internationalen Sekretariat in London.

Als Verein ist Amnesty in Deutschland basisdemokratisch organisiert: Jedes Mitglied hat eine Stimme und kann sich einbringen. Denn nur gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten, können wir etwas für die Menschenrechte erreichen.

Das höchste Entscheidungsgremium ist die Mitgliederversammlung des Vereins, die sogenannte Jahresversammlung. Dabei treffen sich jedes Jahr Hunderte Mitglieder an wechselnden Orten und bestimmen die inhaltliche und strukturelle Entwicklung von Amnesty in Deutschland. Auf der Jahresversammlung wird auch der ehrenamtliche Vorstand für jeweils zwei Jahre gewählt.

Der Vorstand ist u. a. für die Umsetzung der Vereinsbeschlüsse zuständig, er kontrolliert die Arbeit der hauptamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und setzt den Generalsekretär oder die Generalsekretärin sowie die Geschäftsführung der deutschen Sektion ein. Im Sekretariat in Berlin arbeiten rund 70 Teil- und Vollzeitkräfte. Hier werden nationale und globale Kampagnen zu Menschenrechtsanliegen geplant, inhaltlich-programmatische Aufgaben umgesetzt, Menschenrechtsbildung geleistet, administrative Aufgaben erledigt, Beschlüsse des Vorstandes und der Jahresversammlung umgesetzt und Materialien vorbereitet. Auch für die Öffentlichkeitsarbeit und Kontakte zu wichtigen Personen aus Politik und Gesellschaft ist das Sekretariat zuständig.

Die Geschäftsleitung bilden Geschäftsführer Michael Reinig und Generalsekretär Markus N. Beeko. Michael Reinig ist für den organisatorischen Geschäftsbereich zuständig. Generalsekretär Markus N. Beeko vertritt die deutsche Sektion von Amnesty in inhaltlichen und politischen Fragen gegenüber politischen Entscheiderinnen und Entscheidern und innerhalb der internationalen Strukturen von Amnesty.

Zum hauptamtlichen Führungsteam des deutschen Amnesty-Sekretariats zählen neben Markus N. Beeko und Michael Reinig die beiden Bereichsleiterinnen Bettina Müller (Abteilung Kampagnen und Kommunikation) und Dr. Andrea Berg (Politik und Activism).

Geschäftsleitung und Management

Porträtfoto von Markus N. Beeko

Markus N. Beeko ist seit dem 1. September 2016 Generalsekretär der deutschen Amnesty-Sektion. Er vertritt die deutsche Sektion von Amnesty in inhaltlichen und politischen Fragen gegenüber politischen Entscheidern und innerhalb der internationalen Strukturen.

Mit dem 49-jährigen gebürtigen Kölner steht ein Mensch an der Spitze des deutschen Sekretariats, der umfangreiche nationale und internationale Erfahrung, ein breites Netzwerk und leidenschaftliche Entschlossenheit für die Idee der Menschenrechte mitbringt.

Portraitfoto von Michael Reinig, Geschäftsführer Amnesty International in Deutschland

Michael Reinig ist seit 2013 Geschäftsführer von Amnesty International in Deutschland. Er ist für den organisatorischen Geschäftsbereich zuständig.

Bettina Müller, Abteilungsleiterin Kampagnen und Kommunikation

Bettina Müller leitet die Abteilung Kampagnen und Kommunikation. Sie arbeitet seit dem 1. August 2016 bei Amnesty International in Deutschland.

Porträtfoto von Dr. Andrea Berg

Andrea Berg, seit Februar 2015 bei Amnesty beschäftigt, leitet die Abteilung Politik und Activism.

Der Ehrenamtliche Vorstand

Mitglieder des Vorstandes von Amnesty Deutschland, 2017

Der Vorstand ist das höchste ehrenamtliche Gremium der deutschen Amnesty-Sektion. Er wird alle zwei Jahre von den Mitgliedern während der Jahresversammlung gewählt. Er ist für die Umsetzung von Beschlüssen zuständig und legt der Jahresversammlung wichtige Anträge wie das Budget und den Schwerpunktplan zur Beschlussfassung vor. Der Vorstand und die einzelnen Vorstandsmitglieder kontrollieren die Arbeit des Sekretariats und vertreten die Sektion durch den geschäftsführenden Vorstand auch gesetzlich. Durch die Vorstandssprecherin und die Delegation zum Internationalen Rat stellt der Vorstand die Beteiligung der deutschen Sektion innerhalb der internationalen Organisation sicher.

Der Gesamtvorstand der deutschen Sektion von Amnesty International wurde zuletzt auf der Jahresversammlung 2017 in Hannover gewählt.

Gabriele Stein, Vorstandssprecherin

Gabriele Stein
Vorstandssprecherin

Geboren 1956 in Aachen, Mathematikerin und momentan als freiberufliche Managementberaterin tätig, vorher IT-Leiterin und Geschäftsführerin in einem internationalen Unternehmen. Sie ist seit Anfang der 1980er Jahre bei Amnesty International aktiv, unter anderem in Länderkoordinationsgruppen (Malaysia, Kuba) und Themenkoordinationsgruppen (Menschenrechtsverletzungen an Frauen, Verschwundene) und als Regionalbeauftragte für Asien. Gabriele Stein war Mitglied im Bezirksteam Aachen und in den 1990er Jahren mehrmals ICM-Delegierte und geschäftsführender Vorstand für Finanzen und Länder.

Portraitfoto von Felicitas Weileder

Felicitas Weileder
stellvertretende Vorstandssprecherin

Jahrgang 1992, studiert derzeit in Berlin im Master "Public Policy". Sie ist seit 2006 Amnesty-Mitglied und gründete 2007 eine Jugendgruppe in ihrem Heimatort Kaufbeuren, deren Sprecherin sie auch lange Zeit war. Später begleitete und unterstützte sie die Jugendarbeit als Jugendreferentin im Bezirk Augsburg und als Mitglied der Arbeitsgruppe Jugendstrategie. Von 2014 bis 2016 war Felicitas Weileder Sprecherin der Sektionskoordinationsgruppe Jugend und maßgeblich beim Aufbau der Jugendvertretung beteiligt. Neben der Arbeit im Jugendbereich ist sie außerdem im Bereich internationale Vereinspolitik aktiv und ist Mitglied der deutschen Delegation zur Internationalen Amnesty-Ratstagung 2017 in Rom.

Roland Vogel

Roland Vogel
Vorstandsmitglied für Finanzen

1960 in Kronau (Baden) geboren. Von Beruf Elektroniker und seit 1992 im EDV-Bereich freiberuflich tätig. Amnesty-Mitglied seit 1979 in der Gruppe Wiesloch und im Bezirk Rhein-Neckar. Mehrfach Gruppen- und Bezirkssprecher, seit mehreren Jahren Kassenwart der Gruppe und Finanzreferent des Bezirks. 1993-95 im Vorstand zuständig für Mitgliedschaft. Vorstandsreferent für Finanzen und Mitglied des geschäftsführenden Vorstands seit Mai 2005.

Porträtfoto von Pauline Endres de Oliveira

Pauline Endres de Oliveira
Vorstandsmitglied für Flüchtlingsschutz

Jahrgang 1982, Rechtsanwältin, hat Jura in Berlin und Paris studiert und promoviert derzeit im Flüchtlingsrecht. Sie hat zwei Jahre in der Rechtsabteilung des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Berlin gearbeitet, ist Lehrbeauftragte der Humboldt-Universität Berlin (Refugee Law Clinic) und Online-Redakteurin beim Informationsverbunds Asyl und Migration (asyl.net). Seit 2004 ist sie Mitglied bei Amnesty International. Seitdem war sie Gruppensprecherin der Asylgruppe Berlin, Referentin und Landesbeauftragte für Flüchtlinge im Bezirk Berlin-Brandenburg und Mitglied des Relief-Ausschusses der deutschen Sektion. Seit 2013 ist sie in der Fachkommission Asyl, mit Schwerpunkt auf der Konzeption der Asylseminare und der Arbeit zu legalen Zugangswegen für Asylsuchende in die EU.

Porträtfoto von Thomas Müßel

Thomas Müßel
Vorstandsmitglied für Mitgliedschaft und Organisation

Geboren 1970 in Hannover. Thomas Müßel ist ausgebildeter Krankenpfleger und hat mehrere Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Berufsbegleitend absolvierte er eine Weiterbildung zur Lehrkraft für Pflege und ein Soziologiestudium. Seit 2000 unterrichtet er Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege. Nachdem er mehrere Jahre in der Umweltbewegung aktiv war, engagiert er sich seit 2008 in verschiedenen Gremien bei Amnesty. Thomas Müßel lebt mit seiner Frau und drei seiner fünf Kinder in Hannover, zwei Kinder sind bereits ausgezogen.

Porträtfoto von Dr. Mathias John

Dr. Mathias John
Vorstandsmitglied für Länder- und Themenarbeit

Mathias John, Jahrgang 1957, hat Chemie mit Schwerpunkt Biochemie studiert und arbeitet nach längerer Forschungstätigkeit seit Ende der 1990er Jahre in leitender Position in der akademischen Verwaltung der medizinischen Fakultät in Berlin. Er arbeitet seit 1980 ehrenamtlich bei Amnesty International, vor allem zu menschenrechtlicher Verantwortung von Unternehmen und zu Rüstungstransferkontrollen. Dabei war er maßgeblich an den globalen Amnesty-Kampagnen für einen internationalen Waffenhandelsvertrag beteiligt und hat als ehrenamtlicher Rüstungsexperte an zahlreichen Untersuchungen und Berichten mitgearbeitet. Mathias John war von 2007 bis 2016 gewählter Vertreter von Nichtregierungsorganisationen im Lenkungskreis des Deutschen Global Compact Netzwerkes. Er wurde im Mai 2015 in den Amnesty-Vorstand gewählt und ist dort zuständig für die Länder- und Themenarbeit der deutschen Sektion.

Jessica Böhner, Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit

Jessica Böhner
Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit

1973 in Düsseldorf geboren, lebt in Köln und arbeitet in einer Kanzlei für Marken- und Medienrecht. Studierte Rechtswissenschaften mit Schwerpunkt Völker- und Europarecht in Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Sie ist seit 1996 Mitglied bei Amnesty International und war 2012 bis 2015 Aktionsreferentin für den Kölner Bezirk sowie 2014 bis 2015 berufenes Mitglied der Fachkommission Öffentlichkeitsarbeit.

 

Weitere Informationen

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Wer wir sind

Amnesty International ist die weltweit größte Bewegung, die für die Menschenrechte eintritt. Amnesty ist von Regierungen, Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängig. Unsere Kampagnen und Aktionen basieren auf den Grundsätzen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Unsere Geschichte

2011 feierte Amnesty International 50-jähriges Bestehen. Gehen Sie hier mit uns auf eine Reise durch fünf Jahrzehnte Amnesty International.
Amnesty

Amnesty ist international

Mehr als 7 Millionen Mitglieder und Unterstützerinnen und Unterstützer in 150 Ländern der Welt bilden die Basis von Amnesty International. Hier erfahren Sie, wie die weltweite Bewegung aufgebaut ist.