Proteste im Iran 2026: Stoppt die brutale Gewalt gegen Demonstrierende!

Das Foto zeigt Protestierende, die auf einer Straße sitzen und knien. Vor ihnen stehen viele Sicherheitskräfte. Einige von ihnen stzen auf Motorrädern, die mit ihren Scheinwerfern die Protestierenden anstrahlen.

Sicherheitskräfte und friedliche Protestierende in der iranischen Stadt Maschhad am 3. Januar 2026

Seit Ende Dezember 2025 gehen im Iran erneut tausende Menschen mutig auf die Straße. Was als Protest gegen die wirtschaftliche Not begann, ist längst auch wieder ein Ruf nach Freiheit. Sie verlangen den Sturz der Islamischen Republik und ein Ende der Unterdrückung.  

Und wieder ist die Antwort des Regimes brutal: Unsere aktuellen Untersuchungen belegen, dass Sicherheitskräfte scharfe Munition, Schrotmunition und Tränengas gezielt gegen friedliche Menschenmengen einsetzen. 

Die Auswirkungen dieser Gewalt sind verheerend: 

  • Es gibt Berichte über Massentötungen, Verletzte und eine Welle willkürlicher Massenverhaftungen.
  • Die iranischen Behörden versuchen, diese Verbrechen durch Internetblockaden zu vertuschen.  

Wir dürfen nicht wegsehen. Zeige den Demonstrierenden im Iran, dass wir an ihrer Seite stehen.

Mach mit bei unserer E-Mail-Aktion an Bundeskanzler Friedrich Merz und fordere die deutsche Bundesregierung dazu auf, den Druck auf den Iran zu erhöhen.

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Das sind die Online-Aktionen dieser Kampagne:

"Sie schossen, um zu töten": Berichte von Überlebenden und Ärzt*innen

Verletzte*r Demonstrant*in aus Kermanshah: 

Kermanshah fühlt sich an wie ein Kriegsgebiet. Es ist ein Feld voller Kugeln. Polizisten kamen aus den umliegenden Gassen und begannen zu schießen. Wir rannten alle weg, aber man hört immer noch Schüsse. Ich wurde von 20 Metallkugeln getroffen und suchte Zuflucht in einem nahe gelegenen Haus.

Medizinische*r Mitarbeiter*in aus Maschhad:  

In der Nacht vom 9. Januar wurden die Leichen von 150 jungen Demonstrierenden in ein Krankenhaus gebracht und dann zum Behesht-Reza-Friedhof in der Nähe von Maschhad transportiert. Eine junge, verletzte Frau starb im Krankenhaus, und die Sicherheitskräfte wollten verkünden, dass sie von Randalierenden getötet worden sei, was die Familie jedoch ablehnte. [Die Behörden] begruben die Menschen schnell auf dem Friedhof, noch bevor sie identifiziert worden waren, und benachrichtigten ihre Familien erst danach.

Medizinische*r Mitarbeiter*in aus der Notaufnahme in Maschhad:  

Ich arbeite in der Notaufnahme … Alle, die sie hereingebracht haben, hatten schreckliche Verletzungen durch direkte Schüsse erlitten. Einige hatten den Kopf und das Gesicht voller Schrotkugeln. Es war klar, dass sie [die Sicherheitskräfte] mit der Absicht zu töten geschossen haben. Diese herzlosen Menschen kennen keine Gnade.

Medizinische*r Mitarbeiter*in in Fardis (Provinz Alborz):  

Allein in der Nacht vom [8. Januar] wurden 87 Leichen in das Soleimani-Krankenhaus gebracht ... Im Parsian-Krankenhaus gab es 423 Verletzte. Es war überfüllt und es gab viele Verletzte.

Augenzeug*in aus dem Stadtteil Narmak (Teheran):  

Im Stadtteil Narmak haben sie [die Sicherheitskräfte] mindestens fünf oder sechs Menschen vor unseren Augen erschossen. Sie verwenden keine Metallkugeln mehr, sondern schießen mit scharfer Munition.

Demonstrant*in aus der Stadt Nassimshahr:  

Sie [die Sicherheitskräfte] schossen unerbittlich auf die Menschen, als diese flohen. Sie töteten … Menschen am [8. Januar]. Auch am [9. Januar] schossen sie auf alle und töteten … Menschen. Sagen Sie es der ganzen Welt. An jeder Ecke standen Basij-Agenten, die wie Teenager aussahen und mit Kalaschnikow-Gewehren bewaffnet waren.

Ein Augenzeuge aus dem Gebiet Vakilabad (Maschhad):  

Sie setzten Tränengas und Blendgranaten ein und schossen direkt [auf Demonstrant*innen]. Sie feuerten sogar Tränengas in die Häuser der Menschen. Im Gebiet Vakilabad schossen sie mit scharfer Munition auf Menschen, mehrere wurden verletzt. Die Menschen haben das Gefühl, dass sie nichts mehr zu verlieren haben.

Ein Augenzeuge aus der Stadt Gilan-e Gharb:  

Die Lage ist extrem ernst. Tun Sie etwas; sie [die Sicherheitskräfte] erschießen Menschen mit scharfer Munition ... Sie haben ein Blutbad unter der Bevölkerung angerichtet. Tun Sie um Ihres Gewissens willen alles, was Sie können. Alarmieren Sie Menschenrechtsorganisationen.

 

Das Foto zeigt einen großen Demonstrationszug, der nachts durch die beleuchtete Straße in einer Stadt zieht.

Demonstration in Abdanan in der iranischen Provinz Ilam gegen die Regierung (6. Januar 2026)

Sie vertuschen. Wir decken auf: Stoppt die Straflosigkeit im Iran!

Die iranischen Behörden schalten das Internet ab, um ihre Verbrechen unsichtbar zu machen. Doch mutige Menschen riskieren ihr Leben, um uns Videos und andere Beweise zu senden. Wir werten sie aus, damit Täter*innen zur Rechenschaft gezogen werden können. Unterstütze unsere Arbeit mit deiner Spende!

 

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