Täglich werden Menschen weltweit festgenommen, bedroht, gefoltert, getötet. Weil sie ihre Meinung sagen, sich für die Menschenrechte in ihrem Land einsetzen oder mit friedlichen Mitteln ihre Regierung kritisieren. Gewaltlose politische Gefangene verschwinden oft für Jahre hinter Gittern - ohne faires Gerichtsverfahren und unter unterschiedlich schwierigen Haftbedingungen. Die Gefahr, dass sie vergessen werden, ist groß. Darum brauchen sie unseren Schutz, unsere Solidarität, unseren Einsatz!
Täglich werden Menschen weltweit festgenommen, bedroht, gefoltert, getötet. Weil sie ihre Meinung sagen, sich für die Menschenrechte in ihrem Land einsetzen oder mit friedlichen Mitteln ihre Regierung kritisieren. Gewaltlose politische Gefangene verschwinden oft für Jahre hinter Gittern - ohne faires Gerichtsverfahren und unter unterschiedlich schwierigen Haftbedingungen. Die Gefahr, dass sie vergessen werden, ist groß. Darum brauchen sie unseren Schutz, unsere Solidarität, unseren Einsatz!
Aus diesem Grund startet Amnesty International sogenannte "Briefe gegen das Vergessen". Sie geben den Gefangenen Hoffnung und zeigen den Verantwortlichen, dass die Gefangenen nicht in Vergessenheit geraten sind. Die "Briefe gegen das Vergessen" wirken durch ihre enorme Anzahl.
Wir brauchen deine Unterstützung. Gegen das Vergessen. Beteilige dich an den Briefen gegen das Vergessen!
Bitte beachten: Die Schreiben werden mit den Initialen deines Namens an die Behörden des jeweiligen Landes gesandt.
Türkei: LGBTI-Aktivistin Defne Güzel freigesprochen
Am 12. Mai sprach ein Gericht in Ankara die trans* Frau und Vorsitzende der Organisation für LGBTI+ Rechte 17. Mai Defne Güzel in der ersten Anhörung ihres Strafverfahrens frei. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Inhalten auf den Online-Kanälen ihres Vereins eine Haftstrafe, eine Geldstrafe und sogar die Auflösung der Organisation gefordert.
Yashar, ein uigurischer Liedermacher und Musiker, wurde am 10. August nach Verbüßen seiner dreijährigen Haftstrafe freigelassen. Weil er uigurische Musik veröffentlicht und uigurische Bücher besessen hat, war er der "Förderung des Extremismus" und des "illegalen Besitzes extremistischen Materials" für schuldig befunden worden. Yashar wurde allein deshalb inhaftiert, weil er friedlich sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen und am kulturellen Leben teilgenommen hat. Nach seiner Freilassung könnten ihm nun Einschränkungen bei der Ausübung seiner Rechte drohen.
Pakistan: „Verschwundener" Aktivist wieder zu Hause
Jiand Baloch, Aktivist und Vorsitzender einer Studierendenorganisation in der Provinz Belutschistan, ist seit dem 3. August wieder frei und konnte zu seiner Familie zurückkehren. Er war am 24. Juli elf Tage lang dem Verschwindenlassen zum Opfer gefallen. Dies ist bereits das dritte Mal, dass Polizeikräfte Jiand Baloch verschwinden ließen – nur, weil er sich friedlich für belutschische Studierende einsetzt.
Am 13. April 2026 wurde der bekannte Menschenrechtsanwalt Yu Wensheng nach Verbüßung seiner dreijährigen Haftstrafe freigelassen. Seine Frau, die Aktivistin Xu Yan, kam bereits am 13. Januar 2025 nach einer Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten aus dem Gefängnis. Beiden war "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt" vorgeworfen worden. Berichten zufolge stehen Yu Wensheng und Xu Yan weiterhin unter behördlicher Überwachung.