Aktuell Kultur Deutschland 07. September 2019

Human Rights Film Festival Berlin 2019

Zwei Demonstrierende umhüllt von rotem Nebel. Im Vordergrund steht eine junge Frau, die ernst in die Kamera blickt.

Szene aus der Dokumentation "Espero tua (Re)volta" (Your turn).

In der Woche vom 18. bis zum 25. September 2019 findet zum zweiten Mal das Human Rights Film Festival Berlin statt. An sieben Tagen werden 45 Filme rund um das Thema Menschenrechte gezeigt.

Bereits zum zweiten Mal zeigt das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) vom 18. bis 25. September die Geschichten mutiger Menschen – ihre Ängste, Träume und Hoffnungen. Dabei werden insgesamt 45 Filme in rund 70 Vorführungen und Gesprächen mit Filmschaffenden und Filmprotagonisten präsentiert. Erstmals werden zudem drei dotierte Preise vergeben. Das HRFFB wird von der NGO Aktion gegen den Hunger organisiert.  

In Kooperation mit Amnesty International wird im Rahmen des Festivals der diesjährige Gewinnerfilm des Amnesty-Filmpreises auf der Berlinale "Espero tua (Re)volta ("Your Turn") von der brasilianischen Regisseurin Eliza Capai gezeigt.

Inmitten wirtschaftlicher und sozialer Krisenzustände besetzten Schüler_innen 2015 zahlreiche von der Schließung bedrohte Schulen in São Paulo. Regisseurin Eliza Capai dokumentiert die vielstimmigen Protestformen und erzählt die Geschichte der Proteste in einem fünfjährigen Zeitraum – von der sich formierenden Bewegung 2013 bis zur Wahl des neuen Präsidenten Jair Bolsonaro im Jahr 2018.

YOUR TURN von Eliza Capai
21.09. | 21:30 Uhr: City Kino Wedding, Müllerstraße 74, 13349 Berlin
23.09. | 19:30 Uhr: Hackesche Höfe Kino, Rosenthaler Str. 40-41, 10178 Berlin

Tickets gibt es hier.

Das Programm des Festivals gliedert sich in drei thematische Sektionen. Voices From a Troubled World umfasst Beiträge zu humanitären Krisen und Flucht. Ein prägnanter Film in dieser Kategorie ist "The Prosecutor" von Leslie Thomas, der die Frage nach einer (zukünftigen) juristischen Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in Konflikten stellt.

Mit Global Spotlights widmet sich das Festival unter anderem den Schwierigkeiten des Ankommens in einer fremden Umgebung. Hier sticht besonders "Coeur de Pierre" ("Heart of Stone") von Claire Billet und Olivier Jobard heraus. Der Film begleitet den afghanischen Flüchtling Ghorban in Frankreich über einen Zeitraum von acht Jahren, von seiner Kindheit bis zur Adoleszenz.

In der Sektion The Future is Now geht es in diesem Jahr um die Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt. Utopische Denkversuche stehen hier neben kritischen Bestandsaufnahmen, zu denen auch Sergio Mata’u Rapus "Eating Up Easter" gehört, der die Folgen des Tourismus für die Bevölkerung der Osterinsel aus indigener Perspektive untersucht.

Der in Cannes als bester Dokumentarfilm ausgezeichnete "For Sama" von Waad al-Kateab und Edward Watts eröffnet das Festival am 18. September im Kino International.

Mehr Informationen zum Programm findest du hier.

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