Pressemitteilung Aktuell Griechenland 09. September 2020

Die EU muss helfen, die Menschen aus Moria umgehend in Sicherheit zu bringen

Aufnahme bei Nacht: Im Hintergrund schlagen meterhohe Flammen in den Himmel, dunkler Rauch, im Vordergrund sieht man nur die Silhouette einer Person

Im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos brachen in der Nacht vom 8. auf den 9. September 2020 mehrere Feuer aus. Große Teile des Lagers wurden dabei zerstört.

Amnesty International fordert nach den verheerenden Bränden im Flüchtlingslager Moria von der griechischen Regierung und anderen EU-Mitgliedsstaaten schnelle und pragmatische Lösungen. Die Schutzsuchenden müssen endlich menschenwürdig untergebracht werden. 

Auf der griechischen Insel Lesbos spitzt sich die Lage nach den jüngsten Bränden im Flüchtlingslager Moria zu. Die Entwicklung kommentiert Franziska Vilmar, Expertin für Asylpolitik bei Amnesty International in Deutschland:

"Die Menschen aus Moria harren nach den Bränden jetzt mit ihrem Hab und Gut auf der Straße aus. Sie müssen sofort in Sicherheit gebracht werden. Die Europäische Union ist gefragt, Griechenland bei dieser herausfordernden, aber lange überfälligen Aufgabe zu unterstützen, die knapp 13.000 Schutzsuchenden menschenwürdig unterzubringen", sagt Franziska Vilmar.

"Amnesty International fordert von der griechischen Regierung und anderen EU-Mitgliedsstaaten jetzt sehr schnelle und pragmatische Lösungen: die Evakuierung der geflüchteten Menschen auf das griechische Festland und die weitere Umverteilung in andere europäische Staaten. Nur durch eine angemessene Unterbringung, den Zugang zu medizinischer Versorgung sowie zu einem fairen Asylverfahren können endlich Menschenrechte eingehalten werden", so Vilmar.

Seit Jahren leben Tausende geflüchtete Menschen in überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln. Moria ist zum Sinnbild dieses Grauens geworden. Seit Jahren fordert Amnesty International mit unzähligen anderen Organisationen die griechische Regierung und die Europäische Union dazu auf, diese menschenunwürdigen Zustände zu beenden.

Tweet von Amnesty Journal:

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