Klimagerechtigkeit braucht Menschenrechte

Das Foto zeigt eine dichtgedrängte Menschenmenge auf einer Demonstration. Eine junge Frau mit Amnesty-Mütze hält ein Schild mit Amnesty-Logo hoch. Auf dem Foto steht: "Klimagerechtigkeit jetzt!".

Klimastreik am 23. September 2022 in Berlin

Beinahe ist die Weltklimakonferenz in Sharm El-Sheikh gescheitert. Am Ende hat sie nur sehr gemischte Ergebnisse hervorgebracht. Die richtungsweisende Einigung für einen Mechanismus, um klimabedingte Schäden und Verluste auszugleichen, ist ein großer Durchbruch. Länder des Globalen Südens haben schon seit Jahrzehnten die Wiedergutmachung unvermeidbarer Klimaschäden eingefordert.

Immerhin wird in der Abschlusserklärung auch auf die Menschenrechte hingewiesen und insbesondere Recht auf eine gesunde Umwelt, das erst vor kurzem durch die Vereinten Nationen anerkannt worden war. Deutschland und die EU sind menschenrechtlich verpflichtet, konsequent das Klima zu schützen und schnellstmöglich aus allen fossilen Energien auszusteigen - auch wenn dies nun nicht ausdrücklich in der Abschlusserklärung von Sharm El-Sheikh festgehalten ist.

Deutschland und die EU müssen hier mit gutem Beispiel vorangehen, ihrer Verantwortung gerecht werden und sich für eine global gerechte Transformation einsetzen.