Schreib für Freiheit: Der Amnesty-Briefmarathon 2026

Collage bestehend aus den Porträtfotos von neun Personen. Oben links ist eine Briefmarke mit Amnesty-Logo abgebildet. Auf ihr steht: "Schreib für Freiheit".

Der Amnesty-Briefmarathon ist die größte Menschenrechtsaktion der Welt. Beim gemeinsamen Schreiben zeigt sich die Kraft der Amnesty-Bewegung: Innerhalb weniger Wochen konzentrieren sich Menschen überall auf der Welt auf das Schicksal Einzelner.

Sie schreiben Briefe und verschicken E-Mails und setzen damit Regierungen unter Druck, Unrecht zu beenden. Einen einzelnen Brief können Behörden ungelesen wegwerfen – doch zigtausende Briefe und E-Mails können sie nicht ignorieren. Darüber hinaus signalisieren die Briefe den Betroffenen und ihren Familien, dass sie in ihrem Kampf für Gerechtigkeit nicht alleine sind.

Werde auch du aktiv und setze dich beim Briefmarathon 2026 für Menschen in Not und Gefahr ein – von El Salvador bis Russland und von Mali bis Hongkong. Jeder Brief zählt.

Hier kannst du mit einem Klick an allen Aktionen und Petitionen des Briefmarathons teilnehmen: 

Schreib für Freiheit!

Bereits bei "Mein Amnesty" registriert? Dann bitte hier anmelden.
Meine Profildaten (Vorname, erster Buchstabe des Nachnamens) dürfen bei Aktionsteilnahme angezeigt werden.

Ja, ich will mich für die Menschenrechte einsetzen und stimme zu, dass die Initialen meines Vornamens und Nachnamens bei Aktionsteilnahme an den Adressaten übermittelt und diesem angezeigt werden. Ich bin mir bewusst, dass in Drittstaaten oft kein mit dem europäischen Datenschutz vergleichbarer Schutz meiner personenbezogenen Daten gegeben ist und dass mit der Offenlegung ggf. Rückschlüsse auf meine politische Meinung möglich sind. Meine Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen, jedoch nur mit Wirkung für die Zukunft. Weitere Hinweise in unseren Datenschutzhinweisen.

Hinweis: Vielen Dank für deine Unterstützung. Deine Kontaktdaten (E-Mail-Adresse, Anschrift und optional Telefonnummer) verwenden wir auch, um dir aktuelle Informationen über Menschenrechte und unsere Arbeit sowie die unserer Netzwerkpartner zuzuschicken, Veranstaltungen anzukündigen und zur Teilnahme an Aktionen, Petitionen oder zu Spenden aufzurufen. Du kannst dich jederzeit kostenlos und einfach von unseren Newslettern abmelden. Klicke dazu einfach auf den Abmeldelink in den Nachrichten (E-Mail oder WhatsApp), oder schreibe uns an info@amnesty.de. Mehr Informationen findest du in unseren Datenschutzhinweisen.

Das sind die Online-Aktionen dieser Kampagne:

So funktioniert der Amnesty-Briefmarathon

Hinsehen und handeln

Amnesty recherchiert zu Menschenrechtsverletzungen weltweit und ruft zur Teilnahme an Appell-Aktionen auf, um das Unrecht zu beenden. Je mehr Menschen mitmachen, umso mehr können sie gemeinsam bewirken.

Druck ausüben und Solidarität zeigen

Auf allen Kontinenten schreiben Menschen während des Briefmarathons Millionen Briefe und E-Mails – entweder an Regierungen, um Druck auf sie auszuüben, oder direkt an die Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen, um ihnen ein Zeichen der Solidarität und neue Hoffnung zu geben.

Gemeinsam Erfolge feiern

Die Solidaritätsnachrichten zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht alleine sind. Und der internationale Druck zeigt den Regierungen und Behörden, dass sie beobachtet werden. Gefangene werden deshalb freigelassen, Hinrichtungen verhindert und diskriminierende Gesetze abgeschafft.

"Jeder Brief und jedes Wort hat uns gestärkt": Briefmarathon-Erfolge der vergangenen Jahre

Das Bild zeigt das Porträtfoto einer jungen Frau

Aleksandra "Sascha" Skochilenko aus Russland

"Vielen Dank für all die Unterstützung, als ich im Gefängnis war. Sie hat mir geholfen, durchzuhalten. Sie hat mir geholfen, an Wunder zu glauben. Dank eurer Unterstützung bin ich hier."

Die russische Künstlerin Aleksandra "Sascha" Skochilenko wurde festgenommen und zu einer Haftstrafe verurteilt, weil sie gegen den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine protestiert hatte. Amnesty setzte sich für sie ein. Sie lebt mittlerweile im Exil in Deutschland. Erfahre hier mehr.

 

Porträtfoto eines Mannes vor schwarzem Hintergrund, der die Hände aneinander gelegt hat

Moses Akatugba aus Nigeria

"Ich bin überwältigt. Ich danke Amnesty International und allen Aktivist*innen für die nachhaltige Unterstützung, die mir geholfen hat, diese Situation zu überstehen. Die Mitglieder und Aktivist*innen von Amnesty International sind meine Held*innen."

Moses Akatugba wurde 2005 als 16-jähriger Schüler festgenommen und später zum Tode verurteilt. Nach zehn Jahren Haft und 800.000 Briefen von Menschen aus aller Welt im Rahmen des Briefmarathons 2014 wurde Moses Akatugba am 28. Mai 2015 begnadigt. Erfahre hier mehr.

 

Porträtfoto von Germain Rukuki mit Meer im Hintergrund

Germain Rukuki aus Burundi

"Ich bin so dankbar für die Unterstützung, die ich während meiner willkürlichen Inhaftierung und seit meiner Entlassung aus dem Gefängnis von Menschenrechtsorganisationen erhalten habe. Dass mein Fall in den Briefmarathon von Amnesty International aufgenommen wurde, war eine unglaubliche Erfahrung! Die Flut an Nachrichten und Briefen von Unterstützer*innen aus aller Welt hat mir Kraft und Mut gegeben und mein Engagement für die Verteidigung der Menschenrechte gestärkt."

Der Menschenrechtsaktivist Germain Rukuki wurde im Juni 2021 nach vier Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Hunderttausende Menschen hatten Im Rahmen des Briefmarathons 2020 seine Freilassung gefordert.

 

Fotografie einer Person, die in ein Mikrofon spricht

Rita Mahato aus Nepal

"Auch heute setze ich mich für Menschen- und Frauenrechte ein, und das werde ich auch weiterhin tun. Sich für die Menschenrechte einzusetzen, ist nicht einfach. Im Bewusstsein der Bedeutung und Verantwortung der Menschenrechtsarbeit werde ich durch Engagement und gemeinsame Anstrengungen weiterhin mit Mut, Inspiration und Entschlossenheit denjenigen eine Stimme geben, die sonst ungehört bleiben. Für mich ist es einfacher geworden, weil ich weiß, dass ich nicht allein bin."

Im Jahr 2009 wurde die Menschenrechtsaktivistin Rita Mahato mit dem Tod bedroht, weil sie Frauen in Nepal half, die Opfer von Gewalttaten geworden waren. Auch dank Amnesty hörten die Schikanen auf.

Briefe

Yves Makwambala aus der Demokratischen Republik Kongo

"Jeder Brief, jeder Besuch, jedes Wort hat uns gestärkt und unsere Entschlossenheit in diesem langen, aber gerechten Kampf für Freiheit und Demokratie gefestigt."

Yves Makwambala und Fred Bauma, zwei Aktivisten der Jugendbewegung "Lutte pour le Changement" (LUCHA), wurden Ende August 2016 aus der Haft entlassen. 170.000 Menschen hatten sich im Rahmen des Briefmarathons 2015 für sie eingesetzt. Erfahre hier mehr.

Lächelnde Person in einer städtischen Umgebung bei Nacht

Sean Binder – Seenotretter und Menschenrechtsverteidiger

"Es ist eine riesige Erleichterung, dass ich die nächsten 20 Jahre nicht in einer Gefängniszelle verbringen werde", sagte Seán Binder. "Gleichzeitig ist es jedoch beunruhigend, dass dies überhaupt jemals hätte passieren können."

Sein humanitäres Engagement rettete Leben, doch wie viele andere in ganz Griechenland wurde Seán Binder strafrechtlich verfolgt, weil er Menschen in Not half. Ihm drohten 20 Jahre Gefängnis. Amnesty International hatte sich seit 2018 dafür eingesetzt, dass die Anklagen gegen ihn fallen gelassen werden. Im Januar 2026 wurde er von allen Anklagepunkten freigesprochen. Erfahre hier mehr.

Der Briefmarathon wirkt: Die Geschichte von Magai Matiop Ngong

Magai Matiop Ngong war 15 Jahre alt, als er im Südsudan zum Tode verurteilt wurde. Mehr als 765.000 Menschen auf der ganzen Welt forderten im Rahmen des Amnesty-Briefmarathons, das Todesurteil aufzuheben. Mit Erfolg! Heute lebt Magai Matiop Ngong in Freiheit und engagiert sich gegen Ungerechtigkeit. Hier seine Dankesbotschaft im Video:

Autoritären Praktiken entgegentreten: Warum es wichtig ist, beim Briefmarathon mitzumachen

In diesem Jahr setzen wir uns beim Briefmarathon für neun Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt ein, die in ihren Ländern aufgrund von autoritären Praktiken willkürlich inhaftiert sind oder deren Leben und Sicherheit massiv bedroht werden.

Ihre Erfahrungen sind unterschiedlich, doch zusammen zeigen sie ein besorgniserregendes globales Muster. Gleichzeitig erinnern sie uns an etwas ebenso Wichtiges: Wenn Menschen sich gemeinsam einsetzen, ist Veränderung möglich.