Günal Kurşun

Porträtfoto von Günal Kurşun vor einem Bücherregal

Günal Kurşun

Günal Kurşun war der erste türkische Rechtsanwalt am Internationalen Strafgerichtshof. Der Rechtswissenschaftler ist Amnesty-Mitglied. Er wurde am 5. Juli 2017 während eines Workshops in der Türkei festgenommen. Am 18. Juli ordnete ein Gericht Untersuchungshaft gegen ihn an. Ihm wird laut Anklageschrift vorgeworfen, Terrororganisationen unterstützt zu haben. Am 25. Oktober wurde er ohne Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Der Prozess wird am 31. Januar 2018 fortgesetzt, bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

Günal Kurşun ist Rechtswissenschaftler und Anwalt. Vor seiner Entlassung war er als Referent an der Rechtsfakultät der Başkent-Universität in Ankara tätig. Er war der erste türkische Rechtsanwalt am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) und setzt sich dafür ein, dass die Türkei das Römische Statut des IStGH ratifiziert. Günal Kurşun hat sich zudem an zivilgesellschaftlichen Aktivitäten gegen Hate Crimes beteiligt. Er ist Mitglied der türkischen Amnesty-Sektion und der Menschenrechts-NGO Human Rights Agenda Association (İnsan Hakları Gündemi Derneği).

Nur in der Türkei geschieht es, dass bekannte Menschenrechtsverteidiger auf der Grundlage absurder Anschuldigungen festgehalten werden und dass Menschen, die sich zeitlebens gegen Gewalt ausgesprochen haben, die Mitgliedschaft in einer 'bewaffneten terroristischen Organisation' vorgeworfen wird. Uns geht es gut, aber wir brauchen eure Hilfe.

Günal
Kurşun
Rechtswissenschaftler und Anwalt, 9. Juli 2017, Polizeipräsidium Vatan-Straße, Istanbul

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