Ägypten: Hoffnung lässt sich nicht verstümmeln

Eine Hand mit nachgestellten Folterspuren zeigt mit Mittel- und Zeigefinger das Peace-Zeichen

Die Menschenrechtslage in Ägypten hat einen Tiefpunkt erreicht. Die Regierung von Präsident Abdel Fattah al-Sisi geht rücksichtslos gegen kritische Stimmen vor. Seit der Machtübernahme des ehemaligen Armeechefs 2013 wurden Zehntausende Menschen inhaftiert, darunter viele Oppositionelle, Demonstrierende und Medienschaffende. Schwere Verbrechen wie Folter und andere Misshandlungen sind an der Tagesordnung. 

Doch viele mutige Ägypterinnen und Ägypter nehmen das nicht hin. Zu ihnen gehören die unbeugsamen Frauen des Nadeem-Zentrums für die Rehabilitierung von Opfern von Gewalt und Folter aus Kairo, die 2018 den Menschenrechtspreis von Amnesty International in Deutschland erhalten haben. Sie betreiben die einzige Klinik in Ägypten, in der gefolterte Menschen behandelt werden und machen die routinemäßige Folter in Gefängnissen und Polizeiwachen öffentlich. 

Menschen wie sie halten die Hoffnung auf ein Ägypten am Leben, in dem die Menschenrechte geachtet werden. Doch die Regierung versucht ihr Engagement mit aller Macht zu unterdrücken und das Ausmaß der Folter durch Sicherheitskräfte zu vertuschen. Das dürfen wir nicht zulassen. 

Vielen Dank an alle, die sich im Rahmen der Kampagne "Ägypten: Hoffnung lässt sich nicht verstümmeln" für das Nadeem-Zentrum und gegen Folter und Repression in Ägypten eingesetzt haben! Bei unser aktuellen Kampagne "Mut braucht Schutz" kannst du dich weiter für die mutigen Frauen vom Nadeem-Zentrum stark machen!

YouTube-Video zur Arbeit des Nadeem-Zentrums

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Amnesty Journal: Leben in Ägypten unter al-Sisi