Aktuell Vereinigte Staaten von Amerika 23. August 2013

Amnesty startet Petition für Mannings Freilassung

Bradley Manning ist unteranderem der "Unterstützung des Feindes"  angeklagt

Bradley Manning ist unteranderem der "Unterstützung des Feindes" angeklagt

23. August 2013 - Amnesty International kritisiert das am 21. August 2013 erlassene Urteil gegen Manning als unverhältnismäßig. Aus Sicht von Amnesty steht das Strafmaß von 35 Jahren in keinem Verhältnis zu den Vorwürfen, die Manning gemacht werden. Manning wollte durch die Veröffentlichung von Informationen über Wikileaks auf Missstände im US-Militär hinweisen. Er deckte Menschenrechtsverletzungen durch das Militär in Afghanistan und Irak auf und machte die Zustände in Guantánamo öffentlich.

Der Umgang mit Manning steht damit in unerträglichem Gegensatz zum Umgang mit Mitarbeitern des US-Militärs und anderer Sicherheitsbehörden, die sich im Zuge der Terrorismusbekämpfung strafbar gemacht hatten. Die Verantwortlichen für die Folterprogramme in Guantánamo und in Geheimgefängnissen weltweit in den Jahren nach dem 11. September 2001 wurden nie strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Militärangehörige, die sich wegen Gewaltexzessen vor Gericht verantworten müssen, konnten bislang stets mit milden Urteilen rechnen, wenn sie vor ein Militärgericht gestellt wurden.

Während der dreijährigen Untersuchungshaft vor seiner Verurteilung wurde Manning monatelang misshandelt und in Isolationshaft gehalten. Gemeinsam mit dem "Netzwerk für Bradley Manning" fordert Amnesty International die USA daher in einer Petition an das Weiße Haus auf, die Strafe unter Berücksichtigung der Verfahrensmängel, der Behandlung in seiner frühen Untersuchungshaft und in Anbetracht der Motive seines Handelns umzuwandeln und seine sofortige Freilassung zu ermöglichen.

Werden Sie jetzt aktiv und beteiligen sich an der Online-Petition an das Weiße Haus!

Hier geht es zur Petition - jetzt mitmachen!

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