Artikel 10. Dezember 2018

Was wir 2018 erreicht haben – und was noch zu tun ist

Porträtfotos verschiedener Menschen, die nacheinander abfolgen

Die Arbeit von Amnesty International machte 2018 viele positive Veränderungen möglich. Auch deshalb ist es wichtig, weiterhin weltweit aktiv zu bleiben für die Menschenrechte.

Menschenrechtsverteidiger_innen schützen

Das haben wir erreicht

Im vergangenen Jahr hat Amnesty International in 18 Ländern zur Freilassung von insgesamt 170 unrechtmäßig inhaftierten Menschen beigetragen. Diese mutigen Aktivis­t_in­nen, die allein deswegen inhaftiert wurden, weil sie sich für das einsetzen, woran sie glauben, können nun ihre wichtige Arbeit für die Menschenrechte in der ganzen Welt fortsetzen.

Muhammad Bekzhanov, Usbekistan
Der Schriftsteller und Aktivist Muhammad Bekzhanov wurde im Februar 2017 aus der Haft entlassen, nachdem er 17 Jahre wegen falscher Anschuldigungen im Gefängnis saß. Während seiner Inhaftierung hatten Hunderttausende Amnesty-Unterstützer_innen immer wieder seine Freilassung gefordert. 

Porträtfoto eines Mannes mit Bart in grauem Hemd vor einer geöffneten Tür

Der Schriftsteller und Aktivist Muhammad Bekzhanov

Doch es ist noch viel zu tun
Noch immer werden Tausende Menschenrechtsverteidiger_innen weltweit wegen ihrer Arbeit verfolgt und ins Gefängnis gesteckt. ­Tausende von Journalist_in­nen, Akademiker_in­nen, Rechtsbeiständen, Künstler_in­nen, Aktivis­t_innen und andere Personen wurden seit dem gescheiterten Putschversuch 2016 in der Türkei festgenommen und inhaftiert.

Eren Keskin, Türkei
Der Menschenrechtsanwältin Eren Keskin droht eine ­Gefängnisstrafe. Sie wurde wiederholt von den türkischen Behörden ins Visier genommen und wegen friedlicher Meinungsäußerungen schuldig gesprochen. Außerdem laufen gegen Eren Keskin mehr als 140 Gerichtsverfahren wegen ihrer Rolle als symbolische Chefredakteurin einer mittlerweile verbotenen kurdischen Zeitung.

Porträtfoto einer Frau in grau-weißen Kleid vor einer Altbauflügeltür

Menschenrechtsanwältin Eren Keskin

Weltweit für LGBTI-Rechte

Das haben wir erreicht

Im Jahr 2018 hat Amnesty International zur Verabschiedung von 41 Gesetzen zur Stärkung der Menschenrechte beigetragen, zu denen auch die Rechte von LGBTI-Personen gehören. Nachdem Tausende Amnesty-Aktivist_innen die Regierung von Taiwan aufgefordert hatten, die Eheschließung für gleichgeschlechtliche Personen anzuerkennen, erklärte das höchste Gericht des Landes die gleichgeschlechtliche Ehe zu einem ­verfassungsmäßigen Recht. Als erstes Land in Asien steht Taiwan nun kurz vor der Legalisierung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.

Victoria Hsu, Taiwan
Victoria Hsu war als leitende Anwältin maßgeblich an der historischen Entscheidung des Verfassungsgerichts zur gleichgeschlechtlichen Ehe beteiligt. Gemeinsam mit den Rechtsbeiständen und Aktivist_innen der Organisation Taiwan Alliance to Promote Civil Partnership Rights stand sie im Mittelpunkt des Kampfes für das Recht auf Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare in Taiwan, und sie setzt sich auch weiterhin für mehr Rechte und Freiheiten der LGBTI-Community ein.

Porträtfoto einer Frau in beigem Jacket auf einer Straße vor einem grünen Gebäude

Victoria Hsu, leitende Anwältin

Doch es ist noch viel zu tun

Noch immer müssen LGBTI in vielen Teilen der Welt Diskriminierung und Gewalt fürchten. So organisierte beispielsweise die tschetschenische Regierung 2017 eine "Schwulensäuberung", bei der mehr als 100 Männer entführt, gefoltert und einige sogar getötet wurden. Bis heute wurde niemand für diese Verbrechen zur Rechenschaft gezogen.

Mikhail Tumasov, Russland
Mikhail Tumasov leitet die Nichtregierungsorganisation Russian LGBT Network, die sich für die Rechte der LGBTI-Community in Russland einsetzt und Notfallhilfe für gefährdete Menschen anbietet. Er und sein Team haben seit April 2017 mehr als 130 Personen aus der ­Region evakuiert, doch es wurde bereits mehrfach versucht, die geflohenen Personen zu entführen.

Porträtfoto eines Mannes mit Vollbart und Brille in blauem T-Shirt vor einem Strauch

Mikhail Tumasov, Leiter der Nichtregierungsorganisation Russian LGBT Network

Sicherheit für Aktivist_innen im Netz

Das haben wir erreicht
Aktivist_innen weltweit brauchen für ihre Arbeit freien und sicheren Zugang zum Internet. Im Jahr 2018 hat Amnesty International zahlreiche Malware- und Phishing-Angriffe gegen Aktivist_innen, Journalist_innen, Blogger_innen und friedliche Protestierende aufgedeckt und gestoppt – und damit Datenschutzverletzungen verhindert, die ihre Arbeit in Gefahr gebracht hätten.

Diep Saeeda, Pakistan
Diep Saeeda ist Aktivistin aus Lahore und eine von vielen, die Opfer von Phishing-Angriffen und anderen Versuchen wurden, sich Zugriff auf ihre Smartphones und Computer zu verschaffen. Mithilfe digitaler Forensik und Malware-Analysen konnte Amnesty International ihr helfen, diese Angriffe zu erkennen und ihre Geräte zu schützen, damit sie ihre Arbeit fortsetzen kann.

Porträtfoto einer Frau vor einem Baum

Aktivistin Diep Saeeda aus Lahore

Doch es ist noch viel zu tun

Neue Technologien können sehr viel dazu beitragen, Gutes in dieser Welt zu tun, aber sie können Menschenrechtsaktivist_innen auch in Gefahr bringen – online und offline. Im Juni 2018 wurde eine Amnesty-Mitarbeiterin Opfer eines Angriffs durch Spyware, die vom israelischen Überwachungsunternehmen NSO Group verkauft wird.

Danna Ingleton, Großbritannien
Danna Ingleton ist ein wichtiges Mitglied des neuen ­Tech-Teams von Amnesty International. Sie und ihr Team unterstützen Amnesty International bei der Nutzung technischer Mittel, um die Menschenrechtssituation weltweit beobachten zu können und Menschenrechte zu fördern und zu schützen.

Porträtfoto einer Frau vor einem herbstlichen Strauch

Danna Ingleton, Mitglied des ­Tech-Teams von Amnesty International

Menschenrechtsverletzungen aufdecken

Das haben wir erreicht

Um Menschenrechtsverletzungen zu ahnden, müssen sie erst einmal aufgedeckt werden. Über ein Jahr lang hat Amnesty International umfassende Recherchen durchgeführt und in Myanmar Beweise für Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesammelt. Diese Beweise sind ein wichtiger Teil der Amnesty-Aktionen zur ­Beendigung der Gewalt, für ein umfassendes Waffenembargo und für den Zugang humanitärer Organisationen in Myanmar.

Micah Farfour, USA

Als Satellitenexpertin im Krisenteam von Amnesty International hat Micah Farfour Satellitenbilder analysiert und so – untermauert durch Zeugenaussagen, Fotos und Videos – den Beweis gefunden, dass das Militär in Myanmar Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hat. Ihr Team besteht aus Analyst_innen und Ermittler_innen vor Ort, die eine lange Liste schwerer Menschenrechtsverletzungen wie ethnische Säuberungen, rechtswidrige Tötungen und willkürliche Festnahmen nachgewiesen haben. Das Amnesty-Krisenteam konnte erstmals Beweise für den Einsatz von Antipersonenminen an der Grenze zu Bangladesch vorlegen.

Porträtfoto einer Frau in weißer Bluse und grauem Jacket vor einer roten Backsteinwand

Micah Farfour, Satellitenexpertin im Krisenteam von Amnesty International

Doch es ist noch viel zu tun

Der Konflikt im Südsudan gehört zu denen, die weltweit kaum Beachtung finden. Sieben Millionen Menschen benötigen hier dringend humanitäre Hilfe und Schutz. Nach Kampagnen von Amnesty International und anderen Organisationen verabschiedeten die UN im Juli 2018 ein Waffenembargo gegen den Südsudan. Die Gewalt und die Menschenrechts­verletzungen gehen jedoch weiter.

Joan Nyanyuki, Kenia

Joan Nyanyuki ist Regionaldirektorin für Ostafrika bei ­Amnesty International. Sie und ihr Team weigern sich, zu schweigen und machen immer wieder auf die schweren Menschenrechtsverletzungen im Südsudan aufmerksam, über die viel zu wenig berichtet wird.

Porträtfoto einer Frau mit Brille in türkisfarbenen Kleid und grauem Jacket vor einer roten Backsteinwand

Joan Nyanyuki, Regionaldirektorin für Ostafrika bei ­Amnesty International

Würde für geflüchtete Menschen

Das haben wir erreicht

Es gibt mehr Flüchtlinge als je zuvor, und Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind auf der Flucht vor Konflikten, Gewalt und Verfolgung. Amnesty International hat in mindestens fünf Ländern dazu beigetragen, von Gemeinden finanzierte Förderprogramme auf- und auszubauen und geflüchteten Personen ein sicheres Leben in Würde zu ermöglichen.

Shankar Kasynathan, Australien

Als Koordinator für die Flüchtlingskampagne von Amnesty International in Australien leitete Shankar Kasynathan eine Aktion, in der Gemeindevertreter_innen zur Unterstützung von Förderprogrammen für die Neuansiedlung von Flüchtlingen aufgefordert wurden. Innerhalb eines Jahres sind mehr als 50 Gemeindevertreter_innen im ganzen Land diesem Aufruf nachgekommen. Sie haben sich den 19 Kommunen angeschlossen, die die Kampagne von Amnesty International ebenfalls unterstützen.

Porträtfoto eines Mannes vor einer roten Backsteinmauer

Shankar Kasynathan, Koordinator einer Flüchtlingskampagne von Amnesty International in Australien

Doch es ist noch viel zu tun

Viele Regierungen setzen nach wie vor unmenschliche Mittel ein, um Asylsuchende fernzuhalten. In den USA wurden aufgrund fremdenfeindlicher Rhetorik und strenger neuer ­Gesetze bis April 2018 nur elf syrische Flüchtlinge aufgenommen. An der mexikanischen Grenze wurden mehr als 15.000 Eltern und Kinder aus Mittelamerika zur "Abschreckung und Bestrafung" wegen irregulären Grenzübertritts voneinander getrennt.

Aaron Tovo, USA

Aaron Tovo ist Amnesty-Mitglied in Minnesota. Im Jahr 2016 konnte seine Gruppe als erste Amnesty-Gruppe Beschlüsse von Stadträten zur Aufnahme und Neuansiedlung syrischer Flüchtlinge in den Vereinigten Staaten erwirken – zuerst in St. Paul, dann in Minneapolis. Die Gruppe macht sich auch weiterhin auf politischer Ebene für mehr Rechte von Flüchtlingen stark, insbesondere für Menschen aus dem Nahen Osten und Mittelamerika.

Porträtfoto eines Mannes in blau-kariertem Wollpullover vor einer roten Backsteinmauer

Aaron Tovo, Amnesty-Mitglied in Minnesota

Unternehmen zur Rechenschaft ziehen

Das haben wir erreicht

Da die Lieferketten von Technologieunternehmen nicht transparent sind, ist es ihnen häufig möglich, Menschenrechtsverletzungen geheim zu halten. Im Jahr 2017 konnten Tausende von Amnesty-Unterstützer_innen das Unternehmen Apple dazu bringen, eine Liste der Kobaltschmelzen in seiner Lieferkette zu veröffentlichen. Samsung, BMW und Renault zogen daraufhin nach. Diese Aktion sowie Druck von ­anderen Stellen veranlasste die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo), sich zu verpflichten, Kinderarbeit bis 2025 abzuschaffen.

Schwester Catherine Mutindi, DR Kongo

Schwester Catherine Mutindi arbeitet für die Ordensgemeinschaft Bon Pasteur im Kongo, wo sie und ihr Team unter anderem Kindern, die bisher in den Minen gearbeitet haben, wieder zu einer Schulausbildung verhelfen. Mit der Unterstützung von Amnesty International sorgt sie dafür, dass die internationale Gemeinschaft die schlimmen Zustände in der Kobalt-Lieferkette nicht länger ­ignorieren kann.

Porträtfoto einer Frau in Nonnenkleidung und mit Kreuz-Kette vor einem Felsstein

Schwester Catherine Mutindi von der Ordensgemeinschaft Bon Pasteur im Kongo

Doch es ist noch viel zu tun

Viele der weltweit größten Unternehmen haben noch immer eine schlechte Menschenrechts­bilanz. Der Amnesty-Bericht #ToxicTwitter ­offenbarte 2018 das Ausmaß an Gewalt und Anfeindungen, denen Frauen auf Twitter ausgesetzt sind, und zeigte auch das Versäumnis des Unternehmens, wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Viele Frauen, insbesondere jene, die aufgrund ihrer jeweiligen Identität online Anfeindungen ausgesetzt sind, werden auf Twitter faktisch mundtot gemacht, zur Selbstzensur gezwungen oder entschließen sich, die Social-Media-Plattform ganz zu verlassen.

Renee Bracey Sherman, USA

Renee Bracey Sherman setzt sich als Aktivistin für reproduktive Rechte ein und befasst sich mit dem Thema Schwangerschaftsabbrüche. Da sie sich offen für eine ­Beendigung der Stigmatisierung von Abtreibungen einsetzt, erhält sie auf Twitter nahezu täglich rassistische und frauenfeindliche Hass- und Drohnachrichten.

Porträtfoto einer Frau in Kleid vor einer grauen steinernen Fassade

Aktivistin Renee Bracey Sherman

Vielfalt in der globalen Bewegung

Das haben wir erreicht

Amnesty International ist eine globale Menschenrechtsbewegung. 2017 setzten sich weltweit fast sieben Millionen Unterstützer_innen von Amnesty International in Protesten, Briefen, Petitionen und mehr für die Verteidigung und Förderung der Menschenrechte ein.

Emily Helsby, Großbritannien

Emily Helsby ist schon seit ihrem 16. Lebensjahr ­Amnesty-Aktivistin. Über unsere Jugend- und Hochschulgruppen konnten wir dank Unterstützer_innen wie Emily mehr junge Menschen in der ganzen Welt erreichen.

Porträtfoto einer Frau in grauem Pullover vor einem Baum

Amnesty-Aktivistin Emily Helsby

Einsatz für reproduktive Rechte

Doch es ist noch viel zu tun
Jedes Jahr stoßen viele Unterstützer_innen zu uns, aber es muss noch mehr getan werden, um die Amnesty-Bewegung auf eine breitere, vielfältigere Basis zu stellen. In diesem Jahr konzentrieren wir uns darauf, diese Vielfalt noch besser in unsere Bewegung zu integrieren. Wir möchten vor allem mehr junge Frauen ermutigen, bei uns mitzumachen, damit sie eine Plattform haben, um sich für die Menschenrechte einzusetzen.

Pashtana, Afghanistan

Pashtana ist seit Kurzem Mitglied von Amnesty International in Afghanistan. "Ich bin zu Amnesty gekommen, weil ich mich dazugehörig fühle, ich kann mich hier um Dinge kümmern, die mir am Herzen liegen. Das Wichtigste jedoch ist, dass Amnesty mir einen sicheren Ort bietet, um in einer bunten Gemeinschaft verschiedener Menschen zu lernen und zu wachsen."

Porträtfoto einer Frau in schwarzer Kleidung und mit Kopftuch vor einem Baum

Pashtana, Mitglied von Amnesty International in Afghanistan

Das haben wir erreicht

Bis 2018 waren Schwangerschaftsabbrüche in Irland verfassungsrechtlich in fast allen Fällen verboten. Nach jahrzehntelangem unermüdlichem Einsatz von Aktivist_innen und Organisationen für sexuelle und reproduktive Rechte, darunter auch Amnesty International, stimmte die irische Bevölkerung in diesem Jahr dafür, das Abtreibungsverbot aufzuheben, damit das Parlament Schwangerschaftsabbrüche gesetzlich regulieren kann.

Tara Flynn, Irland
Tara Flynn, eine irische Schauspielerin, Comedian und Aktivistin, hat als eine der ersten Frauen in Irland öffentlich von ihrer Abtreibung erzählt. "Jetzt wissen Sie also, dass ich eine von ihnen bin. Nur eine von vielen. Tausende sind ins Ausland gereist. Tausende haben 14 Jahre Gefängnis riskiert, als sie im Internet Abtreibungspillen kauften. ­Tausende weitere haben ihr Leben aufs Spiel gesetzt, indem sie Dinge taten, die gut in eine viktorianische ­Horrorgeschichte passen würden."

Porträtfoto einer Frau in schwarzem Pullover mit der Aufschrift Repeal vor einer weißen Wand

Tara Flynn, irische Schauspielerin, Comedian und Aktivistin

Doch es ist noch viel zu tun
Nach einem 16-stündigen Sitzungsmarathon im August 2018 lehnte der argentinische Senat ein Gesetz ab, das einen Schwangerschaftsabbruch in den ersten 14 Schwangerschaftswochen erlaubt und damit vielen Frauen das Leben gerettet hätte. Dies bedeutet einen Rückschlag, jedoch keineswegs das Ende der Kampagne für eine Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Argentinien.

Noel De Toledo, Argentinien
Noel De Toledo gehört zu einer Gruppe junger Amnesty-Aktivist_innen, die sich für sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche in Argentinien einsetzen. "Wir haben uns als junge Menschen dieses Themas angenommen und ­werden auch weiterhin dafür kämpfen, dass Schwangerschaftsabbrüche legalisiert werden und Sexualkunde Pflichtfach an den Schulen wird. Die grüne Welle lässt sich nicht aufhalten."

Porträtfoto einer Frau mit grünem Halstuch, schwarzem T-Shirt und braunem Rock vor einer weißen Wand

Amnesty-Aktivistin Noel De Toledo

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