Amnesty 26. Juni 2026

Gemeinsam für Alaa Abdel Fattah

Das Bild zeigt einen Mann links im Bild, er lacht in die Kamera und umarmt eine ältere Frau, die neben ihm sitzt

Endlich wieder vereint: Der ägyptische Aktivist Alaa Abdel Fattah und seine Mutter Laila Soueif nach seiner Freilassung am Abend des 22. September 2025 in Kairo. 

Weltweit beteiligen sich Hunderttausende Menschen an Appellaktionen von Amnesty International. Mit Briefen, E-Mails, Posts und Petitionsunterschriften bewirken sie Freilassungen, verhindern Folter, schützen Menschen vor unfairen Prozessen und retten Leben. Dass dieses gemeinsame Engagement erfolgreich ist, zeigt der Fall von Alaa Abdel Fattah. 

Die Freude war riesig: Alaa Abdel Fattah kann seine Familie in Kairo endlich wieder in die Arme schließen. Er war der bekannteste politische Gefangene Ägyptens. Nach sechs Jahren Haft wurde er im September 2025 vom Präsidenten begnadigt. 

Alaa Abdel Fattah ist ein ägyptisch-britischer Aktivist, Schriftsteller und Softwareentwickler. Er wurde während der ägyptischen Revolution 2011 bekannt und geriet wegen seines friedlichen Aktivismus und seiner Kritik an der Regierung wiederholt ins Visier der ägyptischen Behörden. Zuletzt wurde er im September 2019 nach Protesten festgenommen. Im Dezember 2021 verurteilte ihn ein Staatssicherheitsgericht zu fünf Jahren Haft, weil er in den Sozialen Medien angeblich falsche Nachrichten verbreitet hatte. 

Amnesty International hat sich seit Jahren intensiv für seine Freilassung eingesetzt. Zahlreiche Unterstützer*innen haben sich an den Urgent Actions für ihn beteiligt. Seine Mutter Laila Soueif war fast 300 Tage für seine Freilassung im Hungerstreik. 

Ohne die unermüdliche Unterstützung durch Amnesty und den Druck seiner Mutter Laila Souif und seiner Schwestern Mona und Sanaa Saif wäre seine Freilassung nicht möglich gewesen.

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