Grußwort von Amnesty-Vorstandssprecher Wassily Nemitz
Wassily Nemitz, Vorstandssprecher von Amnesty International in Deutschland.
© Ilir Tsouko
Die Menschenrechtslage hat sich auch 2025 weltweit weiter verschärft. Autoritäre Praktiken nehmen zu, Spielräume für Menschenrechtsverteidiger*innen werden enger, völkerrechtlich verbriefte menschenrechtliche Standards werden offen infrage gestellt und gezielt ausgehöhlt. Das zeigt sich in Konflikten, repressiver Gesetzgebung, im Umgang mit Geflüchteten und im wachsenden Druck auf Zivilgesellschaft und Menschenrechtsverteidiger*innen. Auch in Deutschland spüren wir zunehmenden Druck, der unsere und die Arbeit der Zivilgesellschaft insgesamt anspruchsvoller macht.
Gleichzeitig zeigt unsere Arbeit Wirkung: Zu Unrecht Inhaftierte wurden freigelassen, Anklagen gegen Menschenrechtsverteidiger*innen fallengelassen und politischer Druck aufgebaut. So wurde etwa der Seenotretter Seán Binder freigesprochen und zahlreiche weitere Aktivist*innen erhielten ihre Freiheit zurück – auch dank weltweiter Solidarität und öffentlicher Aufmerksamkeit.
Diese Erfolge sind nur möglich, weil Menschen wie Sie uns unterstützen. Ihre Spende ermöglicht unabhängige Recherchen, macht Menschenrechtsverletzungen sichtbar und schützt Betroffene.
Sie unterstützen uns dabei, dass wir in einer zunehmend schwierigen Lage wirksam bleiben können. Dafür danke ich Ihnen herzlich.
Ihr Wassily Nemitz
Vorstandssprecher Amnesty International in Deutschland