Amnesty hilft: Sudanese erholt sich in Deutschland
Der sudanesische Menschenrechtsverteidiger Bushra Gamar Hussein Rahama während seines Besuchs im Berliner Amnesty-Büro
© Amnesty International / Sarah Eick
Menschenrechtler aus dem Sudan in Deutschland
Bushra Gamar Hussein Rahama ist ein bedeutender Menschenrechtler im Sudan. Über viele Jahre hat er sich für die Menschenrechte eingesetzt, zuletzt mit seiner eigenen Organisation "Human Rights Development Organization".
Sein Einsatz wurde ihm zum Verhängnis. Am 25. Juni 2011 wird Bushra in seiner Wohnung festgenommen. Ein Jahr sitzt er im Gefängnis, einen Teil davon in Isolationshaft. Ohne Anklage, ohne Gerichtsverfahren und ohne regelmäßigen Kontakt zu seiner Familie. In Haft wird er gefoltert, misshandelt und sein ohnehin schon schlechter Gesundheitszustand verschlechtert sich täglich.
Am 27. Juni 2012 wird Bushra freigelassen. Auch Dank Amnesty. Mit regelmäßigen Eilaktionen haben wir die Regierung kontinuierlich unter Druck gesetzt. Nach seiner Freilassung ist Bushra im Sudan jedoch nicht sicher. Letzten Dezember musste er zu seiner eigenen Sicherheit das Land verlassen.
Seit Ende Mai ist er nun in Deutschland. Amnesty hat seinen Aufenthalt organisiert und finanziert gemeinsam mit anderen Organisationen seine medizinischen Behandlungen.
In Deutschland soll Bushra sich erholen. Doch seinen Einsatz für die Menschenrechte im Sudan setzt er auch hier fort. Unermüdlich berichtet er über die Situation in seinem Heimatland und erzeugt somit öffentlichen Druck. Damit er und seine Mitmenschen im Sudan eines Tages wieder sicher sein können.
Die Menschenrechte werden weltweit verletzt. Und die Menschen, die sie verteidigen setzen häufig ihr Leben aufs Spiel. Amnesty hilft Menschenrechtsverteidigern finanziell, logistisch und durch Eilaktionen. Ihre Spende unterstützt uns dabei, Menschenrechtlern wie Bushra zu helfen. Vielen Dank!
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