Aktuell Russische Föderation 17. August 2012

PUSSY RIOT-MITGLIEDER SCHULDIG GESPROCHEN: HARTER SCHLAG GEGEN DIE MEINUNGSFREIHEIT IN RUSSLAND

Pussy Riot-Mitglied Nadezhda Tolokonnikova im Gerichtssaal in Moskau am 20 Juni 2012

Pussy Riot-Mitglied Nadezhda Tolokonnikova im Gerichtssaal in Moskau am 20 Juni 2012

17. August 2012 – „Der heutige Schuldspruch gegen drei Mitglieder der Punk-Band Pussy Riot ist ein harter Schlag gegen die Meinungsfreiheit in Russland“, sagt die Russlandexpertin von Amnesty International, Friederike Behr. Ein Gericht in Moskau sprach Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alekhina und Ekaterina Samutsevich schuldig, weil sie im Februar in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale ein "Punkgebet" – einen Protestsong gegen Präsident Putin – aufgeführt hatten. Das Gericht sah darin von religiösem Hass motiviertes Rowdytum.

„Der Spielraum für freie Meinungsäußerung in Russland ist mit dem Schuldspruch noch einmal kleiner geworden“, so Behr. „Der Schuldspruch ist nicht nur der Versuch, die drei jungen Frauen zum Schweigen zu bringen. Es soll auch eine Warnung an alle anderen sein, die es wagen, Präsident Putin und seine Regierung zu kritisieren.“

Amnesty International geht davon aus, dass Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alekhina und Ekaterina Samutsevich nur aufgrund ihrer legitimen Meinungsäußerung verurteilt wurden und stuft sie deshalb als gewaltlose politische Gefangene ein.

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