Iran: Gewaltloser politischer Gefangener muss kranken Sohn besuchen dürfen
17. Februar 2012 - Amnesty International fordert die iranischen Behörden auf, den Journalisten und Menschenrechtsverteidiger Mohammad Sadiq Kabudvand sofort freilassen und ihm zu erlauben, seinen 22 Jahre alten und schwer kranken Sohn zu besuchen.
Kabudvands Frau Parinaz Baghban Hassani beantragte eine vorübergehende Haftentlassung für ihren Mann, damit er seinen Sohn Pejman sehen kann. Dessen Zustand hat sich in den letzten Monaten drastisch verschlechtert.
Kabudvand wird in Trakt 209 des berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnisses gefangen gehalten. Amnesty International geht davon aus, dass Kabudvan ein gewaltloser politischer Gefangener ist, der einzig und allein aufgrund seines friedlichen Einsatzes für die Menschenrechte in Haft sitzt.
"Wir gehen davon aus, dass Mohammad Sadiq Kabudvand ausschließlich wegen seiner Menschenrechtsarbeit und der friedlichen Äußerung seiner Meinung gefangen gehalten wird", sagte Hassiba Hadj Sahraoui, stellvertretende Direktorin des Nahost- und Nordafrikaprogramms bei Amnesty International.
"Als solcher hätte er erst gar nicht verhaftet werden dürfen. Er wird nicht nur zu unrecht gefangen gehalten - ihm wird auch das Recht verwehrt, als Vater seinem schwer kranken Sohn beizustehen. Das ist ungerecht und grausam. Es muss ihm erlaubt werden, diese schwierige Zeit würdevoll mit seiner Familie zu verbringen.
Mohammad Sadiq Kabudvand, der die "Menschenrechtsorganisation Kurdistans" gründete, wurde am 1. Juli 2007 verhaftet und verbüßt eine zehneinhalbjährige Haftstrafe.
Online-Aktion: Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung des Menschenrechtlers Mohammad Sadiq Kabudvand!
Senden Sie eine E-Mail an die Oberste iranische Justizautorität Ayatollah Sadegh Larijani.