Venezuela: Weitere Freilassungen!

Diese Urgent Action ist beendet.

Zwischen dem 8. Januar und dem 1. Februar 2026 wurden fünf Menschenrechtsverteidiger*innen, für die sich Amnesty International eingesetzt hatte, aus der willkürlichen Haft freigelassen. Zahlreiche weitere sind jedoch nach wie vor inhaftiert.

Eine Gruppe von Menschen bei einer Kundgebung, eine Person hält ein Megafon, sie tragen weiße T-Shirts mit der Aufschrift: "Befreit alle politischen Gefangenen"

Javier Tarazona und andere venezolanische Menschenrechtsverteidiger*innen bei einer Kundgebung in Miranda nach ihrer Freilassung am 1. Februar 2026.

Vielen Dank allen, die sich an dieser Urgent Action beteiligt haben!

Sachlage

Fünf venezolanische Menschenrechtsverteidiger*innen können aufatmen: Die venezolanischen Behörden haben in den letzten Wochen Rocío San Miguel (8. Januar), Carlos Julio Rojas (14. Januar), Kennedy Tejeda (25. Januar), Eduardo Torres (30. Januar) und schließlich Javier Tarazona (1. Februar) freigelassen. Sie hätten niemals inhaftiert werden dürfen, und Amnesty International fordert, dass alle Einschränkungen ihrer Rechte aufgehoben und die Strafverfahren gegen sie sofort und endgültig eingestellt werden. Außerdem müssen auch alle anderen Personen, die willkürlich und aus politischen Gründen in Venezuela inhaftiert sind, sofort freigelassen werden.

Javier Tarazona, Leiter der lokalen NGO Fundaredes, war seit dem 2. Juli 2021 willkürlich inhaftiert; Rocío San Miguel, Vorsitzende der NGO Control Ciudadano (Bürgerliche Kontrolle), wurde am 9. Februar 2024 willkürlich inhaftiert; Carlos Julio Rojas, Journalist und Gemeindeorganisator, kam am 15. April 2024 willkürlich in Haft; Kennedy Tejeda, Mitglied der juristischen NGO Foro Penal, wurde am 2. August 2024 willkürlich inhaftiert; und Eduardo Torres, Rechtsanwalt und Mitglied der Menschenrechtsorganisation Provea, war seit dem 9. Mai 2025 willkürlich inhaftiert. 

Zu den anderen willkürlich festgenommen Menschenrechtsverteidiger*innen, die im Laufe dieser Urgent Actions freigelassen wurden, gehörten auch Carlos Correa und Martha Lía Grajales. Auch sie waren schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt, darunter dem Verschwindenlassen, Folter, Verweigerung der medizinischen Versorgung und grobe Verstöße gegen das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren.

Einige der Freigelassenen haben sich bei Amnesty International gemeldet: Sie bedanken sich herzlich bei allen Aktivist*innen, Unterstützer*innen und Mitgliedern auf der ganzen Welt, die sich gegen ihre willkürliche Inhaftierung eingesetzt haben. 

Wir werden uns auch weiterhin für die sofortige Freilassung aller Personen stark machen, die in Venezuela willkürlich inhaftiert sind.

Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben. Derzeit sind keine weiteren Aktionen des Eilaktionsnetzes erforderlich.