Aktuell Korea (Nord) 17. November 2014

Flüchtlinge und Asyl

Flüchtlinge und Asyl
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Menschen, die aus Nordkorea fliehen, drohen bei Rückkehr in den Einparteienstaat schwere Menschenrechtsverletzungen

17. November 2014 - Mit einer weltweiten Kampagne appelliert Amnesty International an die chinesische Regierung, politische Asylgesuche nordkoreanischer Flüchtlinge nicht länger zu verweigern und fliehende Nordkoreanerinnen und Nordkoreaner nicht zurück in ihr Heimatland zu schicken. In Nordkorea erwarten Flüchtlinge schwere Strafen wie Folter, Misshandlungen oder gar Hinrichtungen.

Menschen, die aus Nordkorea fliehen, drohen bei Rückkehr in den Einparteienstaat schwere Menschenrechtsverletzungen. Zu den Verstößen des nordkoreanischen Staatsapparates gehören unter anderem die Missachtung des Rechts auf Nahrung, Inhaftierungen in politischen Strafgefangenenlagern oder Folter. Amnesty International ist der Ansicht, dass vor diesem Hintergrund allen Nordkoreanerinnen und Nordkoreanern in China der Flüchtlingsstatus zusteht.

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Obwohl die Volksrepublik China Vertragsstaat der UN-Flüchtlingskonvention ist, schickt die chinesische Regierung aber weiterhin Menschen in ein Land zurück, in dem ihnen Verfolgung oder andere schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen drohen. Damit bricht China das unterzeichnete Abkommen der UN. Außerdem verweigert China dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), welches Büros in Peking unterhält, den Zugang zu nordkoreanischen Flüchtlingen und sieht jene, die die Grenze ohne vorherige Erlaubnis überqueren, nicht als AsylbewerberInnen, sondern als irreguläre Wirtschaftsflüchtlinge Nordkoreas an.

Chinas Handeln ist gegenwärtig umso weitreichender, da die Grenzkontrollen in Nordkorea seit Kim Jong Uns Machtantritt im Dezember 2011 strenger geworden sind. Das Regime verurteilt Personen, die die Grenze ohne vorherige Erlaubnis übertreten, und droht ihnen mit schweren Strafen. Diese Maßnahmen führten vermutlich zum Rückgang der Anzahl nordkoreanischer Flüchtlinge, die Südkorea erreichten: Während 2011 noch etwa 2.700 Menschen über China nach Südkorea fliehen konnten, gelang 2013 nur noch etwa 1.500 Personen die Flucht auf diesem Weg.

Fordern Sie Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping auf, nordkoreanische Flüchtlinge nicht länger zwangsweise zurück nach Nordkorea abzuschieben!

Hier geht es zur Online-Petition unserer Korea-Gruppe auf Change.org

Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in Nordkorea finden Sie auf der Facebook-Seite der Amnesty International Ländergruppe Korea sowie der Homepage der Ländergruppe.

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