Aktuell Gambia 09. Januar 2013

Einsatz für einzelne Menschen

Thema des Monats
Dank einer Eilaktion von Amnesty International konnte Nasrin Sotoudeh ihren Hungerstreik beenden

Dank einer Eilaktion von Amnesty International konnte Nasrin Sotoudeh ihren Hungerstreik beenden

Täglich werden weltweit Menschen verhaftet, bedroht, gefoltert oder sogar getötet, nur weil sie ihre Meinung sagen, sich mit friedlichen Mitteln gegen ihre Regierung auflehnen oder der „falschen“ Religion oder ethnischen Gruppe angehören – Amnesty hilft mit Eilaktionen. Und unser Einsatz zeigt Wirkung:

Ein T-Shirt brachte ihn ins Gefängnis. Amadou Scattered Janneh, ehemaliger Minister für Kommunikation in Gambia, wurde im Sommer 2011 verhaftet, weil er ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Für ein Ende der Diktatur“ getragen hatte. Wochenlang wurde er an einem unbekannten Ort festgehalten und schließlich zu lebenslanger Haft verurteilt. Dank des Einsatzes von Amnesty wurde Amadou Janneh vor kurzem frühzeitig aus der Haft entlassen! „Ich bin Amnesty sehr dankbar“, sagte er nach seiner Freilassung. „Eure Arbeit hat uns Gefangenen die Stärke gegeben, diese Tortur zu überstehen. Immer wenn wir Berichte von Amnesty im Radio gehört haben, wussten wir, dass man uns nicht vergisst.“

In der Türkei ist der Militärdienstverweigerer Inan Süver nach einer Eilaktion von Amnesty aus dem Gefängnis entlassen worden. Er hatte 2001 den Militärdienst aus Gewissensgründen verweigert und wurde seitdem mindestens dreimal verurteilt und inhaftiert.

Die inhaftierte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh hat am 4. Dezember einen 49 Tage währenden Hungerstreik beendet. Mit dem Streik protestierte sie gegen ein Reiseverbot, das gegen ihre 13-jährige Tochter verhängt wurde. Nach einer Eilaktion von Amnesty wurde das Reiseverbot Anfang Dezember aufgehoben.

Auch im neuen Jahr brauchen Menschen in Gefahr die Unterstützung von Amnesty. Helfen Sie mit Ihrer Spende! Um politisch und finanziell unabhängig zu bleiben, nehmen wir keine staatlichen Mittel an.

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