Türkei
Die türkische Polizei setzt in Istanbul Pfefferspray gegen Demonstrant*innen ein bei einer Kundgebung zur Unterstützung des inhaftierten Bürgermeisters İmamoğlu (23. März 2025).
© AFP or licensors
Überblick: Menschenrechtslage in der Türkei
- Menschenrechtsverteidiger*innen, Journalist*innen, Oppositionspolitiker*innen und andere Personen waren 2025 noch stärker als zuvor von ungerechtfertigten Ermittlungen, strafrechtlicher Verfolgung und Verurteilungen betroffen.
- Die Einflussnahme der Exekutive auf die Judikative nahm weiter zu.
- In mehreren symbolträchtigen Fällen wurden verbindliche Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nicht umgesetzt.
- Die Rechte auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit wurden willkürlich eingeschränkt.
- Ordnungskräfte setzten weniger tödliche Waffen auf rechtswidrige Weise gegen friedlich Protestierende ein und verletzten zahlreiche Menschen.
- Die Türkei beherbergte auch 2025 eine sehr hohe Anzahl an Flüchtlingen und Migrant*innen, von denen einige weiterhin von rechtswidriger Abschiebung bedroht waren.
- Staatsbedienstete, gegen die Folter- und Misshandlungsvorwürfe erhoben wurden, gingen nach wie vor straffrei aus.
- Die Klimapolitik der Türkei wurde als "höchst unzureichend" eingestuft.