Aktuell Libyen 17. März 2010

Schweizer in libyscher Haft: Freiheit für Max Göldi!

Max Göldi

Max Göldi

Amnesty fordert bedinungslose Freilassung

17. März 2010 - Das Internationale Sekretariat von Amnesty International in London hat heute eine Urgent Action für Max Göldi veöffentlicht, die sich direkt an Muammar Gaddafi richtet. Es ist das zweite Mal, dass Amnesty eine Eilaktion für einen Schweizer ins Leben ruft. Weltweit wird sich in den nächsten Tagen ein Netzwerk von Tausenden von Aktivistinnen und Aktivisten mit Briefen, Faxen und E-Mails für eine umgehende und bedingungslose Freilassung von Max Göldi einsetzen.

"In den über zwanzig Jahren, die ich für Amnesty International tätig bin, ist es erst das zweite Mal, dass unsere Organisation eine Urgent Action für einen Schweizer Bürger startet. Dies zeigt, wie ernst wir den Fall von Max Göldi nehmen," erklärte Daniel Bolomey, Generalsekretär der Schweizer Sektion von Amnesty International.

Max Göldi ist seit dem 22. Februar 2010 im libyschen Gefängnis Al-Jeida inhaftiert. Zuvor war er bereits im Juli 2008 in Gefangenschaft und im Herbst 2009 über 50 Tage in geheimer Haft. Im November 2009 wurde Max Göldi wegen Visa-Vergehen in einem unfairen Verfahren zu einer sechzehnmonatigen Haftstrafe verurteilt. Im Beschwerdeverfahren wurde diese Strafe auf vier Monate Haft reduziert.

"Schachfigur in einem diplomatischen Streit"

"Max Göldi ist eine Schachfigur in einem diplomatischen Streit zwischen der Schweiz und Libyen. Seit die Auseinandersetzung zwischen den beiden Ländern im Juli 2008 begann, konnte er nicht nach Hause zu seiner Familie zurückkehren. Max Göldi wurde gezielt wegen seiner Staatsangehörigkeit ausgewählt. Wir betrachten ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen, der heute im Gefängnis sitzt, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort war», sagte Hassiba Hadj Sahraoui, stellvertretende Direktorin der Abteilung Naher Osten und Nordafrika von Amnesty International.

In der Schweiz haben bereits über 14.000 Personen die Petition "Free Max" unterzeichnet. Sie fordern die sofortige Freilassung von Max Göldi. Die Unterschriften wurden letzte Woche dem libyschen Justizminister Mustafa Muhammad Abdeljalil übergeben. Amnesty International hat bisher keine Antwort auf die Petition erhalten.

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