Aktuell Europa und Zentralasien 23. September 2014

SOS Europa: Erst Menschen, dann Grenzen schützen!

SOS Europa: Erst Menschen, dann Grenzen schützen!

Amensty-Aktion gegen die verschärfte Asylpolitik am 13.09.2015 in Berlin

 

Weltweit sind mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht - so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Sie fliehen vor Krieg, Gewalt und bitterer Armut. Viele hoffen, in Europa Schutz finden und ein neues Leben beginnen zu können. Diese Menschen brauchen unsere Hilfe!

Die Flucht nach Europa ist lebensgefährlich: 2015 starben allein auf dem Mittelmeer über 3.600 Menschen bei dem Versuch, in die EU zu gelangen. Andere ersticken auf dem Landweg in überfüllten LKW-Anhängern.

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten sind mitverantwortlich für diese Toten: Sie haben eine immer unbezwingbarere Festung geschaffen, um sich gegen Migrantinnen und Migranten abzuschotten. Flüchtlinge sind daher gezwungen, gefährliche Wege auf sich zu nehmen - viel zu oft mit tödlichen Folgen.

Die Hauptverantwortung beim Schutz von Flüchtlingen tragen bislang diejenigen Staaten, die ohnehin schon wenig haben: Ungefähr 80 Prozent aller Flüchtlinge werden von sogenannten Entwicklungsländern aufgenommen. In die EU und nach Deutschland kommen nur vergleichsweise wenige: Bis Mitte 2015 beherbergte die Türkei die meisten Flüchtlinge, gefolgt von Pakistan, Libanon, Iran, Äthiopien und Jordanien.

Deutschland und andere EU-Staaten müssen mehr Flüchtlinge aufnehmen und sie menschenwürdig behandeln. Sie müssen faire und zügige Asylverfahren gewährleisten und denjenigen, die nicht in ihre Heimat zurückkehren können, eine Perspektive bieten.

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