Opfer warten noch immer auf Gerechtigkeit: Pressegespräch und Info-Bus in Berlin
BERLIN, 22.10.2009 - Bei ihrem Zwischenstopp in Berlin setzen sich Sanjay Verma, Safreen Khan und Rachna Dhingra gemeinsam mit Amnesty International dafür ein, dass die Opfer entschädigt, das Firmengelände gereinigt und die Verantwortlichen endlich zur Rechenschaft gezogen werden.
Sanjay Verma war sechs Monate alt, als er seine Eltern in Folge der Katastrophe verlor. Safreen Khan und ihre Familie wohnen bis heute in der Nähe des kontaminierten Fabrikgeländes. Rachna Dhingra stammt aus Delhi, erst vor wenigen Jahren ist die Menschenrechtsaktivistin nach Bhopal gezogen. Amnesty sowie das Bhopal Medical Appeal (Großbritannien) unterstützen die "International Campaign for Justice in Bhopal".
Bei dem Giftgasunfall in der Pestizidfabrik der Firma Union Carbide (UCC) am 02.12.1984 wurden tausende Menschen getötet. Hunderttausende wurden krank, gerieten durch das Unglück noch tiefer in Armut. 25 Jahre nach der Katastrophe ist das betroffene Gebiet weiterhin verseucht. Die Opfer haben keinen Schadensersatz erhalten. 2001 wurde UCC ein Tochterunternehmen der US-Firma Dow Chemical Company (Dow). Dow hat wiederholt erklärt, keine Verantwortung für die Bhopal-Katastrophe und die Folgen zu tragen.
Wir freuen uns, Sie zu dem Pressegespräch begrüßen zu dürfen.
WANN: Dienstag, 27.10.2009, 11:00 Pressegespräch, ab 14:45 Aktionen im Bhopal-Bus
WO: Pressegespräch Amnesty International, Sekretariat der deutschen Sektion, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin; 2. Aufgang, 5.OG Info-Bus: Freie Universität, Haupteingang (Habelschwerdter Allee 45)
WER: Sanjay Verma, Safreen Khan und Rachna Dhingra, Opfer und Aktivisten aus Bhopal Becky Moss und Liz Campbell, Bhopal Medical Appeal (Großbritannien) Michael Gottlob, Indien-Experte, Amnesty International Deutschland
Weitere Informationen zu den Folgen der Bhopal-Katastrophe sowie zu der Bus-Tour finden Sie unter: www.amnesty.de