Indien
Zwangsräumung in Rupahi Bhakat Gaon im indischen Bundesstaat Assam am 5. Dezember 2025
© Anuwar Hazarika/NurPhoto
Überblick: Menschenrechtslage in Indien
- Die Menschenrechtslage verschlechterte sich gravierend, und die Behörden unterdrückten abweichende Meinungen weiterhin massiv.
- Gesetze gegen "Aufwiegelung" und Antiterrorgesetze wurden gegen Journalist*innen, Comedians, Wissenschaftler*innen und Studierende eingesetzt, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ausübten.
- Die Regierung wies Social-Media-Plattformen an, Konten von Nutzer*innen zu sperren, die Kritik an der Regierungspolitik übten.
- Friedliche Protestierende wurden inhaftiert.
- Journalist*innen und Aktivist*innen wurden festgenommen und strafrechtlich verfolgt.
- Aktivist*innen, die sich bereits in Haft befanden, wie z. B. Verdächtige im Bhima-Koregaon-Fall, der muslimische Student Umar Khalid und weitere muslimische Aktivist*innen, blieben auch 2025 hinter Gittern.
- Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten wurden zunehmend verfolgt, u. a. durch diskriminierende Ehegesetze für Muslim*innen.
- Im Bundesstaat Assam wurden Tausende Muslim*innen Opfer von Zwangsräumungen, und in Maharashtra sowie Jammu und Kaschmir wurden weiterhin willkürlich Unterkünfte abgerissen.
- Die kastenbasierte Gewalt gegen Dalits setzte sich fort.
- Rohingyas und Muslim*innen bengalischer Herkunft wurden rechtswidrig abgeschoben oder an der Grenze zurückgewiesen, und neue Zuwanderungsregeln entzogen Asylsuchenden jeglichen Schutz.
- Veränderungen in der Umweltpolitik untergruben Schutzgarantien für indigene Gemeinschaften und setzten sie der Gefahr von Vertreibung aus.
- Die Regierung unternahm bei Weitem nicht genug, um die Klimakrise zu bewältigen; Überschwemmungen, Erdrutsche und Hitzewellen forderten erneut Hunderte Menschenleben. Indiens Klimapolitik wurde nach wie vor als "höchst unzureichend" eingestuft, und das Land war weiterhin von der Kohle abhängig.