Venezuela: Willkürlich Inhaftierte freilassen!
"Schluss mit der Unterdrückung!": Protestaktion vor dem Innenministerium in Venezuelas Hauptstadt Caracas (undatiertes Foto).
© Laura Rangel
Zwischen dem 25. Dezember 2025 und dem 19. Januar 2026 setzten die venezolanischen Behörden einige Menschen auf freien Fuß, die willkürlich und aus politischen Gründen inhaftiert waren, darunter Roland Carreño und Biagio Pillieri sowie die gewaltlosen politischen Gefangenen Rocío San Miguel and Carlos Julio Rojas. Allerdings befinden sich immer noch etwa 780 Personen hinter Gittern, weil man sie willkürlich und aus politischen Gründen inhaftiert hat.
Setzt euch für willkürlich Inhaftierte in Venezuela ein!
Hier kannst du deinen Brief ausdrucken, um ihn per Post oder Fax an die Behörden zu senden, oder ihn direkt über dein eigenes E-Mail-Programm verschicken.
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Appell an
Delcy Rodríguez
Palacio de Miraflores
Av. Nt. 10, Caracas 1012
VENEZUELA
Sende eine Kopie an
Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela
S.E. Herrn Ramon Orlando Maniglia Ferreira
Schillstraße 10
10785 Berlin
Fax: 030 – 83 22 40 20
E-Mail: embavenez.berlin@botschaft-venezuela.de
Amnesty fordert:
- Lassen Sie alle aus politischen Gründen inhaftierten Personen unverzüglich frei.
- Im Gewahrsam des Staates muss jede inhaftierte Person das Recht auf Schutz ihres Lebens und ihrer Sicherheit sowie auf alle Garantien für ein faires Gerichtsverfahren haben, wie z. B. eine rechtliche Vertretung ihrer Wahl, angemessene medizinische Versorgung und Familienbesuche.
Sachlage
Roland Carreño and Biagio Pillieri wurden im Dezember 2025 bzw. Januar 2026 endlich aus der Haft entlassen. Anfang Januar hatte der Präsident der Nationalversammlung angekündigt, dass eine "beträchtliche Anzahl" der inhaftierten Personen freigelassen werde. In Wirklichkeit kam nur eine kleine Anzahl frei, und laut der venezolanischen NGO Foro Penal werden mit Stand vom 22. Januar 2026 nach wie vor etwa 780 Personen willkürlich und aus politischen Gründen in venezolanischen Gefängnissen festgehalten.
Es besteht große Sorge darüber, dass viele der Vermissten dem Verschwindenlassen zum Opfer gefallen sind und dass Inhaftierte gefoltert oder anderweitig misshandelt werden könnten. Verschwindenlassen und Folter sind völkerrechtliche Verbrechen, und die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Verwandten und Freund*innen der Betroffenen, unterstützt von zivilgesellschaftlichen Organisationen, fordern derweil unermüdlich die Freilassung aller Personen, die willkürlich und aus politischen Gründen inhaftiert sind.
Hintergrundinformation
Nach Angaben der venezolanischen NGO Foro Penal befanden sich mit Stand vom 22. Januar 2026 etwa 780 Personen aus politischen Gründen willkürlich in Haft.
Amnesty International setzt sich seit 2023 für in Venezuela inhaftierte Personen ein, darunter Emirlendris Benítez, Javier Tarazona, María Auxiliadora Delgado, Juan Carlos Marrufo, Darío Estrada und Robert Franco. In einer Urgent Action und in dem Bericht Detentions Without a Trace vom Juli 2025 stellt Amnesty International Personen vor, deren Schicksale belegen, wie gängig in Venezuela die Praxis des Verschwindenlassens ist und insbesondere zwischen August 2024 und Juni 2025 war. Zu diesen Personen zählen: Pedro Guanipa, Perkins Rocha, Rafael Ramírez, Américo de Grazia, Biagio Pilieri, Freddy Superlano, Luis Somaza, Alfredo Díaz, Luis Palocz, Ricardo Estevez, Jesús Armas, María Oropeza, Nélida Sánchez, Roland Carreño, Williams Dávila, Edwin Moya, José María Basoa, Andrés Martínez, Rosa Chirinos, Raymar Pérez, Danner Barajas, Damián Rojas, Dennis Lepaje, Yevhenii Trush, Fabián Buglione, Lucas Hunter, Alfredo Díaz, Eduardo Torres, Eudi Andrade und Jorgen Guanares. Mit Stand vom 19. Januar 2026 sind Schicksal und Verbleib von Jorgen Guanares weiterhin unbekannt. Es ist nun bekannt, dass Alfredo Díaz im Dezember 2025 in staatlichem Gewahrsam starb. Die übrigen Personen sind mittlerweile ausfindig gemacht oder freigelassen worden.
Setzen Sie sich auch mit der UA-001/2025-7 für die Freilassung von Gefangenen in Venezuela ein!