Aktuell 21. Dezember 2017

Amnesty International ernennt Kumi Naidoo zum neuen Generalsekretär

Porträt eines lächelnden Mannes mit brauner Hautfarbe und kurzem Bart vor dem Hintergrund vieler Staatsfahnen in einem Gerichtsaal

Kumi Naidoo, zukünftiger internationaler Generalsekretär von Amnesty International, beim Internationalen Gerichtshof für das Seerecht im November 2013

Amnesty International hat Kumi Naidoo zum nächsten Generalsekretär der internationalen Menschenrechtsbewegung ernannt. Er tritt im August 2018 die Nachfolge von Salil Shetty an, der seit 2010 im Amt ist und damit nach Ablauf seiner zweiten Amtsperiode ausscheidet.

"Wir freuen uns sehr, Kumi als neuen Generalsekretär begrüßen zu dürfen. Seine Vision und sein Engagement für eine gerechte und friedliche Welt machen ihn zu einem fabelhaften Botschafter für unsere globale Bewegung; gerade jetzt, wo wir entschlossener denn je daran arbeiten, die Menschenrechte für alle Menschen dieser Welt zu gewährleisten", so Mwikali Muthiani, Vorstandsvorsitzende von Amnesty International.

Der Generalsekretär steht an der Spitze der internationalen Amnesty-Bewegung und ist ihr wichtigster Sprecher. Er fungiert außerdem als Geschäftsführer des Internationalen Sekretariats in London. Amnesty International ist mit Sektionen bzw. Büros in mehr als 70 Ländern, 2.600 Angestellten und sieben Millionen Mitgliedern, Ehrenamtlichen und Unterstützerinnen und Unterstützern auf der ganzen Welt die größte internationale Menschenrechtsbewegung.

Kumi Naidoo ist ein Aktivist und engagiert sich stark auf zivilgesellschaftlicher Ebene. In der Vergangenheit war er unter anderem Geschäftsführer von Greenpeace International, Vorsitzender von Global Call for Climate Action, Gründungsvorsitzender von Global Call to Action against Poverty sowie Generalsekretär und Geschäftsführer von CIVICUS, der globalen Allianz zur Stärkung der Zivilgesellschaft. Aktuell ist er in seiner Heimat Südafrika im Vorstand von drei neugegründeten Organisationen vertreten: Africans Rising for Justice, Peace and Dignity; Campaign for a Just Energy Future und Global Climate Finance Campaign. Kumi Naidoo verfügt über einen BA in Rechts- und Politikwissenschaften von der Universität KwaZulu-Natal und einen Doktor (DPhil) in Politik von der Universität Oxford.

„Ich bin schon mein ganzes Leben lang Aktivist, daher freue ich mich sehr, der größten internationalen Menschenrechtsbewegung beizutreten – gerade jetzt, da wir uns weltweit verstärkt den unterschiedlichsten Angriffen auf unsere Grundfreiheiten und die zivilgesellschaftliche Beteiligung widersetzen müssen. Wir müssen den rapiden Veränderungen in der globalen Menschenrechtslandschaft mit Entschlossenheit, Mut und Engagement begegnen.“

Kumi
Naidoo
designierter Generalsekretär von Amnesty International

"Die Kampagnen von Amnesty International für Gleichheit und Gerechtigkeit sind heute relevanter denn je, und es ist eine große Ehre und Herausforderung für mich, in diesen turbulenten Zeiten die Leitung der Organisation zu übernehmen."
 
"Es ist ermutigend zu sehen, dass sich weltweit immer mehr Menschen zusammentun, um gegen Unrecht anzukämpfen und einflussreiche Persönlichkeiten in Politik und Privatwirtschaft für Menschenrechtsverstöße zur Verantwortung zu ziehen. Meiner Ansicht nach ist Kumi Naidoo die perfekte Besetzung, um dem Anspruch von Amnesty International, eine wahrhaft globale und basisdemokratische Menschenrechtsbewegung zu sein, auch weiterhin gerecht zu werden", betont Salil Shetty.
 
"Ich freue mich sehr, den Staffelstab an ihn weiterzugeben. Ganz besonders deshalb, weil damit zum ersten Mal in der Geschichte der Organisation sowohl der Generalsekretär als auch die Vorstandsvorsitzende aus Afrika stammen."

Der Generalsekretär bzw. die Generalsekretärin wird von dem Internationalen Vorstand von Amnesty International zunächst für einen Zeitraum von vier Jahren ernannt. Die Ernennung von Kumi Naidoo erfolgte im Anschluss an ein sorgfältiges internationales Auswahlverfahren.
 
Salil Shetty bleibt noch bis Juli 2018 im Amt. Kumi Naidoo steht ab Beginn seiner Amtszeit im August 2018 für Medieninterviews zur Verfügung.

 

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