Berlinale: Protestaktion für inhaftierten Regisseur Oleg Senzow
Freiheit für Oleg Sentsov - Das fordern Meret Becker, Katja Riemann und Amnesty International auf der Berlinale 2016
© Amnesty International, Foto: Henning Schacht
16. Februar 2016 - Meret Becker, Katja Riemann, die European Film Academy, die Deutsche Filmakademie und Amnesty International haben sich bei einer Protestaktion während der Berlinale 2016 für den inhaftierten Filmregisseur Oleg Senzow eingesetzt.
Die Schauspielerinnen Meret Becker und Katja Riemann haben eine Aktion von Amnesty International sowie der Deutschen Filmakademie und der European Film Academy unterstützt. Gemeinsam forderten sie die Freilassung des krim-ukrainischen Filmregisseurs Oleg Senzow. Die Aktion fand vor der Premiere des Films "Mariupolis" statt, der den Konflikt zwischen prorussischen Rebellen und der ukrainischen Armee thematisiert.
Filmregisseur Oleg Senzow wurde am 25. August 2015 in einem unfairen Verfahren vor einem russischen Militärgericht zu 20 Jahren Haft verurteilt und befindet sich seitdem in einem Arbeitslager. Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes FSB hatten den ukrainischen Staatsbürger auf der besetzten Krim festgenommen, wo Senzow an friedlichen Demonstrationen gegen die russische Besetzung der Krim teilgenommen hatte. Oleg Senzow wurde wegen "terroristischer Aktivitäten" angeklagt und auf der Grundlage von Aussagen verurteilt, die aller Wahrscheinlichkeit nach durch Folter erzwungen worden waren. Er selbst gab vor Gericht an, misshandelt und gefoltert worden zu sein. Das Gericht wies die Vorwürfe jedoch als unbegründet zurück.
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