Aktuell Europa und Zentralasien 14. September 2015

Menschenrechte vor Grenzschließung und Bahnsperren!

Menschenrechte vor Grenzschließung und Bahnsperren!

13. September 2015 - In einem gemeinsamen Statement appellieren die Amnesty-Sektionen von Österreich und Deutschland an die jeweiligen Bundesregierungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeskanzler Werner Faymann dürfen ihre „Menschenrechte zuerst“-Haltung nicht durch überfallartige Grenzschließungen oder Bahnsperren in Frage stellen.

"Flüchtlinge in Ungarn drohen im lebensgefährlichen Chaos zu versinken! Daher ist es das Gebot der Stunde, ein gemeinsames Hilfsangebot an Ungarn zu richten, um das Land bei der menschenwürdigen Erstaufnahme von Schutzsuchenden zu unterstützen. Gleichzeitig muss durch eine mögliche geordnete und zügige Weiterfahrt die Notlage in Ungarn verbessert und eine menschenrechtskonforme Aufnahme von Flüchtlingen in anderen EU-Ländern ermöglicht werden.

Die EU-Mitgliedstaaten müssen gemeinsam und mit Nachdruck auf Ministerpräsident Viktor Orbán einwirken, um in der Flüchtlingsfrage gemeinsam und menschenrechtskonform vorzugehen", fordern Selmin Çalışkan, die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, und Heinz Patzelt, der Generalsekretär von Amnesty International in Österreich.

Unterzeichnen Sie unsere Online-Petition und fordern Sie die Innenminister der Bundesländer dazu auf, Verantwortung für Flüchtlinge zu übernehmen!

Hier geht es zur Online-Petition

Weitere Informationen finden Sie auf www.amnesty.de/fluechtlinge

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