Aktuell Ukraine 21. Juli 2014

Ukraine: Flugzeugabsturz muss unabhängig untersucht werden

Flug MH17: Trauernde SchülerInnen im chinesischen Yangzhou

Flug MH17: Trauernde SchülerInnen im chinesischen Yangzhou

18. Juli 2014 - Der Tod von 298 Menschen, die sich an Bord des Passagierflugzeugs der Malaysia Airlines befanden, muss unverzüglich gründlich und unabhängig untersucht werden. Das Flugzeug war am Donnerstag vergangener Woche über einer Konfliktregion in der Ostukraine abgestürzt.

Alle Parteien des Konflikts müssen zusammenarbeiten, um die Ursachen des tragischen Vorfalls zu ermitteln.

„Es ist zwingend erforderlich, dass eine sofortige Untersuchung vor Ort stattfindet, durchgeführt von unabhängigen internationalen ExpertInnen und in uneingeschränkter Zusammenarbeit beider Konfliktparteien, also sowohl der ukrainischen Behörden als auch der bewaffneten Separatisten“, sagte Denis Krivosheev, stellvertretender Programmdirektor für Europa und Zentralasien bei Amnesty.

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht, dokumentierte Amnesty Fälle von Entführung, Folter und Misshandlung gegen internationale BeobachterInnen, JournalistInenn und Zivilpersonen in der Region in der Ostukraine, in der das Flugzeug abstürzte.

„Angesichts der aktuellen Situation in diesem Teil der Ukraine, wird die Untersuchung des Vorfalls eine Herausforderung sein. Für eine aussagekräftige Untersuchung müssen alle Seiten sicherstellen, dass die ErmittlerInnen uneingeschränkten und ungehinderten Zugang zur Absturzstelle haben sowie ihre persönliche Sicherheit garantiert ist“, so Denis Krivosheev.

„Die Untersuchung muss alle glaubwürdigen Vorwürfe prüfen - sowohl gegen die ukrainischen Behörden als auch gegen bewaffnete separatistische Gruppen. Alle relevanten Fragen müssen beantwortet und die Ergebnisse transparent dargestellt werden.“

Weitere Informationen zum Konflikt in der Ostukraine:

Lesen Sie hier den Artikel „Folter und Entführungen in der Ostukraine“

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