Kultur Russische Föderation 16. September 2013

"To Russia with Love": Solidaritätskonzert und NGO-Forum für Menschenrechte in Russland

"To Russia with Love": Solidaritätskonzert und NGO-Forum für Menschenrechte in Russland am 07.10.2013 in Berlin

"To Russia with Love": Solidaritätskonzert und NGO-Forum für Menschenrechte in Russland am 07.10.2013 in Berlin

Ein klangvolles Plädoyer für Menschenrechte in Russland findet am 07. Oktober 2013, dem Jahrestag der Ermordung der Journalistin und Regierungskritikerin Anna Politkowskaja, im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin statt. Das Konzert ist ihr und allen anderen mutigen Menschen in Russland gewidmet, die für Menschenrechte und Rechtstaatlichkeit engagieren und in den letzten Monaten dramatisch unter Druck geraten sind.

Seit Ende der achtziger Jahre arbeitet die deutsche Sektion von Amnesty International in ihrer Menschenrechtsarbeit zur Sowjetunion/Russischen Föderation eng mit Partnerinnen und Partnern der dortigen Zivilgesellschaft zusammen.

Mit Besorgnis beobachten wir, dass in Russland das systematisch zerstört wird, was sich dort nach dem Ende der Sowjetunion herausgebildet hat: Mit immer neuen Gesetzen versucht der Staat, jene zu kontrollieren und zu unterwerfen, auf deren unabhängige Initiative Russland auf dem Weg zu einer rechtsstaatlichen Demokratie angewiesen ist.

Mit NGO-Gesetzen will er Menschen zwingen, sich selbst als „ausländische Agenten“ zu denunzieren. Ihr einziges „Vergehen“ besteht darin, dass Sie nach dem Ende des Kalten Krieges die Chance ergriffen haben, mit internationalen Partnern aus der Zivilgesellschaft zusammenzuarbeiten. Eine solche Zusammenarbeit steht unter dem Schutz der Erklärung der Vereinten Nationen zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern.

Durch Kontrolle und Zensur des Fernsehens, das in weiten Teilen Russlands die einzige Informationsquelle ist, verhindern die Behörden eine freie und unabhängige Berichterstattung. Diskriminierende Gesetze gegen Homosexuelle schüren eine Stimmung im Land, die ihnen das Leben schwer macht. Gegen Übergriffe werden sie nicht hinreichend geschützt.

Der Violinist Gidon Kremer, die Kremerata Baltica sowie andere hervorragende Künstlerinnen und Künstler wollen gemeinsam mit Amnesty International und weiteren Organisationen wie Stiftung Menschenrechte, Memorial Deutschland, dem Verein Deutsch-Russischer Austausch, Reporter ohne Grenzen Deutschland, dem Lew-Kopelew-Forum und der Zeitschrift Osteuropa auf die schwierige menschenrechtliche Lage in Russland aufmerksam machen und ihre Solidarität mit jenen bekunden, die ungeachtet der jüngsten Entwicklungen sich weiter für ihre Bürger- und Menschenrechte engagieren.

Neben dem Musikerlebnis besteht im Foyer des Kammermusiksaals die Möglichkeit, mit Vertreterinnen und Vertretern der Organisationen ins Gespräch zu kommen und sich über ihre Arbeit zu informieren.

TO RUSSIA WITH LOVE WANN: 07. Oktober 2013 WO: Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin

18:00 Uhr Informationsforum – Eintritt frei Ausstellung und Informationsstände im Foyer

18:30 Uhr Diskussionsrunde – Eintritt frei "Wir lassen uns nicht unterkriegen – Russlands Zivilgesellschaft unter Druck" Swetlana Gannuschkina, Flüchtlingsreferentin Memorial, Leiterin eines Beratungsnetzwerks für Flüchtlinge, ehemaliges Mitglied des Menschenrechtsrates von Präsident Medwedew Peter Franck, Amnesty International, Sprecher der Ländergruppe Russland
Astrid Frohloff, ARD-Fernsehmoderatorin und Vorstandssprecherin von Reporter ohne Grenzen

20:00 Uhr Konzert Mit Gidon Kremer, Martha Argerich, Daniel Barenboim, Emanuel Pahud, Elsbeth Moser, Nicolas Altstaedt, Giedré Dirvanauskaité, Sergei Nakariakov, Khatia Buniatshvili, Kremerata Baltica, Roman Kofman, Shchedryk Children’s Choir

Eintrittskarten an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Preise: 67,30 € | 56,30 € | 45,30 € | 34,30 € – inkl. Buchungsgebühren.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie den einzelnen Künstlern und Künstlerinnen finden Sie hier: http://www.to-russia-with-love.org

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