Kultur Deutschland 07. Februar 2013

"Toast to Freedom" - jetzt wird's laut!

Zeichnung eines Fotoapparates, eines Pinsels und Viertelnoten

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08. Februar 2013 - Die US-Polit-Punk-Band Anti-Flag hat für Amnesty International eine neue Version des Songs "Toast to Freedom" produziert. Der Song ist inspiriert durch die Inhaftierung der russischen aktivistischen Punk-Band Pussy Riot und ist seit 8. Februar 2013 in Europa im Verkauf und bei iTunes und Amazon erhältlich. Der gesamte Nettoerlös kommt Amnesty International zugute.

Hier können Sie den Song online erwerben:

Download über iTunes: http://snip.ftpromo.net/anti

Download bei amazon.de: http://amzn.to/XDET4c

Eine auf 1100 Stück limitierte Vinyl-Version können Sie hier bestellen.

Als im Juli 2012 die Band Anti-Flag im Berliner Club Cassiopeia ein Benefiz-Konzert für die seinerzeit inhaftierten Pussy-Riot-Mitglieder Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alyok Hina und Yekatherina Samutsevich gaben, befand sich unter den vielen Zuhörern auch Jochen Wilms, langjähriger Musikproduzent, Aktivist und Unternehmer.

2011 hatten er und sein langjähriger Freund und Weggefährte Bill Shipsey die Originalversion von "Toast to Freedom" mit der All-Star-Art-For-Amnesty-Band konzipiert und koproduziert, welche zu einem weltweiten Phänomen wurde und von diversen Künstlern aufgegriffen und interpretiert wurde.

Anti-Flag, seit langem aktiv im Kampf für die Menschenrechte, willigte sofort ein, eine eigene Version von "Toast to Freedom" beizusteuern. Keine drei Monate später versammelten sich die aus Pittsburgh stammende Band und einige alte Freunde und Weggefährten - darunter Billy-Talent-Gitarrist Ian D’Sa, Bernd Kurtzke von den Berliner Beatsteaks und der komplett angetretenen Band Donots aus Münster - in den Berliner Hansa-Studios.

"Wir hoffen, dass wir die Aussage von ’Toast to Freedom" an Menschen herantragen können, deren Ohren bisher verschlossen blieben", erklärte Anti-Flag. "So wie uns Pussy Riot inspiriert haben, im Angesicht von Unterdrückung und Ungerechtigkeit niemals aufzugeben und niemals zu schweigen, hoffen wir, mit diesem Song Ähnliches vollbringen zu können. Das hier ist unser Ruf nach Freiheit."

 

"Anti-Flag sind die Punkerben legendärer Folk Sänger wie Woody Guthrie und Pete Seeger" sagte Art-For-Amnesty-Gründer Bill Shipsey. "Wir sind stolz, dass sie weiterhin die Arbeit von Amnesty International unterstützen und bedanken uns für ihr Engagement und ihre Kunst."

Geschrieben wurde "Toast to Freedom" von dem Gitarristen und Produzenten Carl Carlton und dem amerikanischen Musiker Larry Campbell anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von Amnesty International. An der Originalversion haben internationale Künstler wie Jane Birkin, Ewan McGregor, Marianne Faithfull, Kris Kristofferson, Levon Helm, Carly Simon, Eric Burdon, Angelique Kidjo, Donald Fagen, Levon Helm und Rosanne Cash mitgewirkt. Aus Deutschland nahmen Gentleman und Max Buskohl teil.

Mit "Toast to Freedom" wird an die Gründungsgeschichte von Amnesty erinnert, die mit einem Toast, also einem Trinkspruch begann: zwei Studenten stießen 1961 in einem Café in Lissabon auf die Freiheit an. Doch im diktatorischen Portugal war die Erwähnung des Wortes "Freiheit" verboten. Die zwei Studenten wurden festgenommen und zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Davon erfuhr Peter Benenson, ein Londoner Anwalt. Er veröffentlichte in der Zeitung "The Observer" den Artikel "The Forgotten Prisoners", in dem er die Leser aufforderte, mit Appellschreiben öffentlichen Druck auf Regierungen zu machen und von ihnen die Freilassung politischer Gefangener zu fordern.

Die Resonanz war überwältigend. 30 große Zeitungen in verschiedenen Ländern druckten den Artikel nach. Allein in den ersten Wochen meldeten sich mehr als Tausend interessierte Mitstreiter. Das war der Beginn von Amnesty International. Inzwischen ist Amnesty in mehr als 150 Ländern aktiv und hat mehr als 3 Millionen Unterstützer.

Erfahren Sie mehr über den Song, die teilnehmenden Künstler und die unterschiedlichen Versionen auf: www.toasttofreedom.org

Informationen über weitere aktuelle Musikkooperationen von Amnesty Intrenational finden Sie hier.

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