Birgit Minichmayr, Schauspielerin
Birgit Minichmayr, Schauspielerin
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Die in Pasching aufgewachsene Schauspielerin wurde nach ihrer Matura am Max-Reinhardt-Seminar in Wien ausgebildet, unter anderem von Klaus Maria Brandauer, mit dem sie immer wieder zusammenarbeitet. Schon während ihrer Ausbildung wurde sie am Burgtheater in Wien engagiert. Dort debütierte sie 1999 als Dirne in Schnitzlers Drama Der Reigen.
Bei der Berlinale 2001 wurde sie als "Shooting Star" präsentiert. 2004 spielte Minichmayr als Gast bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen die Hauptrolle in Frank Castorfs Inszenierung Gier nach Gold, die in einer Ko-Produktion mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin entstand. Nach dieser Zusammenarbeit mit Castorf entschloss sie sich, nach Berlin an die Volksbühne zu gehen. Ab 2004 war sie dort Ensemblemitglied bis 2007, als sie ans Burgtheater zurückkehrte. In der Saison 2011/12 wird sie zum Residenztheater in München wechseln.
2005 spielte sie in Tom Tykwers Film "Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders", der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Patrick Süskind, die Mutter der Hauptfigur. Seit 2007 spielt sie wieder regelmäßig am Burgtheater; ihre erste Rolle war der Narr in König Lear. 2008 spielte sie an der Burg u. a. den Weibsteufel und Lady Macbeth. 2009 ist sie in Maren Ades Film Alle Anderen gemeinsam mit Lars Eidinger als ungleiches Liebespaar zu sehen und erhielt dafür den Darstellerpreis der 59. Berlinale.
Im Album "In aller Stille" der Toten Hosen ist sie im Lied Auflösen im Duett mit Campino zu hören.Seit dem Jahr 2010 spielt sie bei den Salzburger Festspielen an der Seite von Nicholas Ofczarek, der den Jedermann spielt, die Rolle der Buhlschaft.
Birgit Minichmayr lebt in Wien.
Drei Fragen an Birgit Minichmayr:
Warum ist es Ihnen wichtig, Amnesty auf diese Weise zu unterstützen?
Erstens finde ich die Organisation Amnesty International wichtig und gut und zweitens ergibt sich durch die Jurytätigkeit eine wunderbare Schnittmenge zwischen meinem Beruf und dem Engagement für Amnesty.
Was erwarten Sie von einem guten Film zum Thema Menschenrechte?
Menschenrechtsfilme sind für mich fern ab von kategorisierenden Elementen
und das im doppelten Sinne. Ich bin in jedem Fall sehr gespannt.
Welcher Film fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie an Menschenrechtsfilme denken?
Viele: "Hunger" von Steve R. McQueen, auch der Berlinalegewinner 2010 von Asghar Farhadi "Nada und Simi", der Dokumentarfilm "Darwin's Nightmare" von Huppert Sauper,..etc, etc...die Liste wäre endlos!