Syrien: Mehr als 165.000 Menschen fordern ein Ende des Blutvergießens
1. Juni 2011 - Weltweit schlossen sich in den vergangenen Wochen 165.953 Menschen unseren Forderungen an die syrische Regierung an, das dortige Blutvergießen sofort zu stoppen und das Recht der Bevölkerung auf friedlichen Protest zu respektieren - darunter auch Tausende UnterstützerInnen aus Deutschland, die sich an der internationalen Online-Petition beteiligt haben.
Menschen aus Europa, Nord- und Südamerika, Asien, Nordafrika und aus dem Nahen und Mittleren Osten haben mit ihrer Unterschrift großen Druck erzeugt und deutlich gemacht, dass sie vom brutalen Vorgehen der Sicherheitskräfte in Syrien schockiert sind. Aus einer einfachen Unterschrift wurde so ein kraftvolles Signal der Solidarität mit den Menschen in Syrien. Großen Mut bewiesen auch zahlreiche Syrerinnen und Syrer, die sich an unserer Petition beteiligten, obwohl bereits Tausende Menschen in den vergangenen Wochen allein wegen der Äußerung ihrer Meinung inhaftiert wurden und ohne Kontakt zur Außenwelt und in großer Gefahr von Folter festgehalten werden.
Wolfgang Grenz, stellv. Generalsekretär von Amnesty in Deutschland vor der Übergabe der gesammelten Unterschriften
© Amnesty International
In europäischen Städten von Athen oder Berlin bis Zagreb wurden den syrischen Botschaften Kopien der 165.953 Unterschriften – mit Ausnahme der Namen der syrischen Unterzeichner – übergeben. Die Originalpetition wurde mit einem Brief von Salil Shetty, Internationaler Generalsekretär von Amnesty International direkt an Präsident Baschar al-Assad geschickt. Wir senden damit eine klare Botschaft an die Verantwortlichen in Syrien, die Gewalt, Tötungen und Folter sofort zu stoppen und alle für die massiven Menschenrechtsverletzungen Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Der syrische Präsident und die syrischen Behörden dürfen nicht im Zweifel darüber gelassen werden, dass Menschenrechtsverbrechen gegen die eigene Bevölkerung geahndet werden. Amnesty International hatte deswegen bereits Ende April an den UN-Sicherheitsrat appelliert, eine Untersuchung der Lage in Syrien durch den Internationalen Strafgerichtshof zu veranlassen, da die massiven, systematischen und weit verbreiteten Angriffe auf die Zivilbevölkerung ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen können.
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