Aktuell Israel und besetzte Gebiete 22. März 2010

Israel muss Palästinensern freien Zugang zu Wasser gewähren

Ein palästinensisches Mädchen legt auf dem Weg zum Wasserholen eine Rast ein

Ein palästinensisches Mädchen legt auf dem Weg zum Wasserholen eine Rast ein

22. März 2010 - Am Weltwassertag fordert Amnesty International die israelischen Behörden erneut auf, die diskriminierende Wasserpolitik gegen die palästinensische Bevölkerung in den besetzten palästinensischen Gebieten zu beenden.

Bereits im Oktober 2009 berichtete Amnesty in dem Bericht „Thirsting for Justice – Palestinian Access to Water restricted“ darüber, wie die diskriminierende Politik Israels das Recht der palästinensischen Bevölkerung auf Wasser untergräbt.

„Auch sechs Monate nach unserem Bericht beansprucht die israelische Regierung die Kontrolle über Wasserquellen in den besetzten palästinensischen Gebieten. Die palästinensische Bevölkerung hat nur Zugang zu einem Bruchteil der gemeinsamen Wasserressourcen, die zum großen Teil unter der besetzten Westbank liegen,“ sagte Malcolm Smart, Direktor des Amnesty-Programms Mittlerer Osten. „In vielen Fällen, über die wir berichtet haben, hat es keine spürbare Verbesserung für die betroffenen Menschen gegeben.“

Durch die Blockade des Gazastreifens ist die Versorgungslage auch dort sehr schlecht. Dies bestätigt auch ein Bericht des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte vom 17. März 2010.

„Hundertausenden Palästinensern wird das Recht auf ein normales Leben, auf angemessene Ernährung, Wohnen und Gesundheit und auf eine wirtschaftliche Entwicklung, verwehrt,“ beklagt Malcolm Smart. „Israel hat die Verantwortung, sicherzustellen, dass die palästinensischen Bewohner einen gerechten Teil der gemeinsamen Wasserressourcen erhalten.“

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