Aktuell 22. April 2009

Türkei: Flüchtlinge leben gefährlich

Ausländische Flüchtlinge müssen in der Türkei unter unwürdigen, oft gefährlichen Bedingungen leben. Dies dokumentiert ein am 22. April 2009 veröffentlichter Bericht von Amnesty International.

Immer wieder sterben Menschen bei dem Versuch, türkisches Gebiet zu erreichen. Die Türkei erkennt als einziger Mitgliedsstaat der Genfer Flüchtlingskonvention grundsätzlich keine nichteuropäischen Flüchtlinge als Asylbewerber an. Asylbewerber werden häufig in Haft genommen, dort nur schlecht versorgt und müssen ständig damit rechnen, abgeschoben zu werden - auch wenn ihnen danach schwere Menschenrechtsverletzungen drohen. An Arbeit, eine vernünftige Wohnung oder angemessene Gesundheitsversorgung heranzukommen, ist für Flüchtlinge in der Türkei extrem schwierig. Gleichzeitig steigt die Zahl der Flüchtlinge, die in die Türkei kommen, ständig.

Amnesty International fordert die Türkei auf, ein faires und mit den internationalen Standards vereinbares Asylverfahrensgesetz zu verabschieden. Alle Menschen, die internationalen Schutz benötigen, müssen ihn in der Türkei auch finden können. Die Türkei muss die Rechte von Asylbewerbern und Flüchtlingen in vollem Umfang anerkennen und effektiv schützen.

Amnesty-Bericht über ausländische Flüchtlinge in der Türkei (PDF, 53 S., Englisch)

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