Kuba: Politische Gefangene jetzt freilassen!
Amnesty-Aktivisten vor der kubanischen Botschaft
© Amnesty
Es war die größte Verhaftungswelle seit der Revolution 1959: Vor sechs Jahren sind auf Kuba 75 Menschen in unfairen Verfahren zu bis zu 28 Jahren Haft verurteilt worden. "Ihr 'Verbrechen' bestand darin, eine abweichende Meinung zu haben," so Maja Liebing, Kuba-Expertin von Amnesty.
Einer der Dissidenten ist Juan Adolfo Fernández Saínz, für den sich die deutsche Sektion von Amnesty seit langem einsetzt. Der Journalist ist 2003 wegen seiner regierungskritischen Texte zu einer 15-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Sein Gesundheitszustand ist wegen der miserablen Haftbedingungen sehr schlecht, seine Angehörigen werden drangsaliert und eingeschüchtert. Amnesty-Aktivisten haben mehr als 12.000 Unterschriften für die Freilassung von Saínz gesammelt und an die kubanische Botschaft in Berlin übergeben.
So wie Saínz und seiner Familie ergeht es auch dem 38-jährigen Journalisten Pablo Pacheco Avila, dem 44-jährigen Arzt Marcelo Cano Rodríguez und vielen anderen "unbequemen" Kubanern. "Raúl Castro muss die politischen Gefangenen auf Kuba endlich bedingungslos freilassen und tiefgreifende Reformen umsetzen, die den Schutz der Menschenrechte gewährleisten", fordert Kuba-Expertin Liebing.
Seit 50 Jahren missachtet die Regierung die bürgerlichen und politischen Freiheiten. Künstler, Intellektuelle und Kritiker werden unterdrückt und inhaftiert. "Auch wenn das in den letzten 50 Jahren nicht gelungen ist – Raúl Castro sollte sich heute ans Herz fassen und sagen: 'Sí se puede! – Ja, wir können.’", so Maja Liebing.
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