Indonesien: Amnesty International fordert ein Ende der Straflosigkeit
BERLIN, 07.04.2009 - Anlässlich der anstehenden Parlamentswahlen in Indonesien am 09.04.2009 fordert Amnesty International ein Ende der Straflosigkeit im Land. Folter, politische Morde, willkürliche Haft und andere Menschenrechtsvergehen in Indonesien müssten zukünftig rechtlich geahndet werden. So herrscht ein Klima der institutionalisierten Straflosigkeit für Mitglieder der Sicherheitskräfte, deren Anwendung exzessiver Gewalt weit verbreitet ist. Bis heute ist der Mord an Munir Thalib, Träger des Alternativen Friedensnobelpreises, im Jahre 2004 nicht aufgeklärt worden. Zwar sind nach dem Rücktritt von Präsident Suharto vor mehr als zehn Jahren durchaus Gesetze reformiert worden, die man in der Vergangenheit zur Verfolgung Oppositioneller missbraucht hatte. Doch allein im Jahr 2008 zählte Amnesty International 117 Menschen, die als gewaltlose politische Gefangene inhaftiert sind.
HINWEIS Im Anhang finden Sie bitte einen aktuellen, kurzen Länderbericht von Amnesty International zu Indonesien, der die Menschenrechtssituation im Land kurz zusammen fasst. Für weitere Informationen und Interviews steht Ihnen die Amnesty-Indonesienexpertin Esther Hoffmann gerne zur Verfügung. Anfragen bitte an die Pressestelle unter Telefon 030 / 420 248-306 oder E-Mail presse@amnesty.de. Verantwortliche Pressesprecherin ist Barbara Hohl, bei dringenden Anfragen auch mobil erreichbar unter 0151 / 527 021 72.