Fußball-WM 2026: Menschenrechte schützen!

Kunstaktion in Mexiko: Eine Studentin stellt eine Kerze zu einer großen FIFA-WM-Pokal-Nachbildung, die an vermisste Personen erinnert und von Fußbällen umgeben ist.

Guadalajara, Mexiko: Eine Studentin stellt bei einer Kunstaktion am 21. November 2025 eine Kerze neben eine Nachbildung des WM-Pokals, die mit Fotos von vermissten Personen beklebt ist.

Abschiebungen, Repressionen und Diskriminierung bedrohen die FußballWM der Männer in den USA, Mexiko und Kanada. 

Die Fußball-WM 2026 soll ein globales Fest werden und ein Milliardengeschäft für den Fußballweltverband FIFA, doch sie findet im Schatten einer akuten Menschenrechtskrise statt. 

Wir fordern: Menschenrechte müssen bei der WM im Mittelpunkt stehen!

Unterzeichne jetzt die ONLINE-AKTION!

 

Statt Zusammenhalt drohen massive Gefahren durch staatliche Behörden: 

  • Willkürliche Razzien der Einwanderungsbehörde ICE und Massenabschiebungen in den USA 
  • Einschränkung von friedlichen Protesten 
  • Rassistische, queer- und transfeindliche Diskriminierung 
  • Menschenrechtsverletzungen durch staatliche Sicherheitskräfte in Mexiko 
  • Vertreibung von wohnungslosen Menschen in Kanada.  

Für viele Menschen wird das Turnier dadurch zu einem Ort der Angst. Das gilt besonders für Menschen, die rassistische und queerfeindliche Gewalt und Diskriminierung erleben oder von Armut betroffen sind. Wir fordern: Menschenrechte müssen bei der WM im Mittelpunkt stehen! 

Schreibe jetzt an FIFAPräsident Gianni Infantino sowie die Regierungen der Gastgeberländer. Fordere sie auf, Abschiebungen und Razzien zu stoppen, Protest zu schützen und Diskriminierung konsequent zu bekämpfen. 

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Dein Appell

Sehr geehrter Herr Infantino, 
sehr geehrte Präsidentin Sheinbaum, 
sehr geehrter Premierminister Carney, 
sehr geehrter Herr Außenminister Rubio, 
sehr geehrter Herr Minister Mullin, 
sehr geehrter Herr Natonski,

die Fußball‑WM wird als Ereignis der Gemeinschaft und globalen Verbundenheit beworben und ist bei vielen Fans beliebt.

Umso alarmierender ist die aktuelle Realität vor der WM 2026. In den Gastgeberländern – insbesondere in den USA – nehmen Menschenrechtsverletzungen massiv zu: Razzien durch die US-Einwanderungsbehörde ICE, Massenabschiebungen, Racial Profiling, diskriminierende Einreisebeschränkungen und Social-Media-Screenings, Einschränkungen von Protesten sowie Diskriminierung von Menschen, die von Rassismus, Queerfeindlichkeit und/oder Armut betroffen sind.

Allein 2025 wurden in den USA über 500.000 Menschen abgeschoben. Rund um die WM drohen Stadien, Fan‑Zonen und öffentliche Räume zu Orten von Kontrolle und Repression zu werden. Das widerspricht dem Anspruch der FIFA, ein Turnier zu organisieren, bei dem sich alle Menschen sicher, willkommen und frei fühlen können.

Ich fordere Sie deshalb auf:

  1. Garantieren Sie die Rechte auf Meinungs‑, Versammlungs‑ und Pressefreiheit, schützen Sie Journalist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen und vermeiden Sie den Einsatz von Streitkräften für zivile Polizeiaufgaben rund um die WM.
  2. Beenden Sie Abschiebungen, Razzien und Masseninhaftierungen im WM‑Kontext und geben Sie öffentliche Garantien, dass WM‑Veranstaltungen nicht für Einwanderungskontrollen genutzt werden.
  3. Heben Sie diskriminierende Einreise‑ und Visa‑Regelungen auf, einschließlich invasiver Social‑Media‑Überprüfungen.
  4. Schützen Sie LGBTI+ wirksam vor Diskriminierung, Gewalt und staatlicher Schikane – im Stadion und darüber hinaus.

Die FIFA und die Gastgeberregierungen tragen Verantwortung. Die Welt schaut zu – und erwartet, dass diese WM nicht für Repression, sondern für den Schutz der Menschenrechte in Erinnerung bleibt.

Mit nachdrücklichen Grüßen 

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Hintergrundinformation

Hintergrund

Mega-Sportevents sind seit Langem mit Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierung und Repression verbunden. In den Gastgeberländern der Fußball-Weltmeisterschaft, USA, Mexiko und Kanada nehmen staatliche Überwachungs- und Repressionsmaßnahmen sowie Diskriminierung massiv zu – insbesondere in den USA, wo drei Viertel aller Spiele stattfinden. Das hat enorme Auswirkungen auf die WM. 

Allein 2025 wurden in den USA über 500.000 Menschen abgeschoben. Es kommt zu Razzien durch die US-Einwanderungsbehörde ICE, Racial Profiling, Einschränkungen von Protesten und gezielten Angriffen auf migrantische und rassifizierte sowie trans und queere Menschen. Rund um die WM besteht die reale Gefahr, dass diese Maßnahmen im Namen angeblicher "Sicherheit" ausgeweitet werden. Reisende in die USA müssen sich auf invasive Kontrollen einstellen, bei denen ihre Social-Media-Konten auf "antiamerikanisch" eingestufte Äußerungen gescannt werden. 

Auch in Mexiko und Kanada gibt es Risiken: In Mexiko insbesondere der Einsatz des Militärs im Innern, Gewalt gegen Journalist*innen und queere Menschen sowie Einschränkungen von Protesten. In Kanada insbesondere die Verdrängung wohnungsloser Menschen und die systematische Diskriminierung von Wanderarbeitnehmer*innen. Auch Menschen, die nichts mit Fußball zu tun haben, zahlen den Preis für ein MegaEvent, bei dem unter dem Vorwand von Sicherheit Menschenrechte verletzt werden.  

Die FIFA profitiert finanziell enorm, kommt ihrer politischen und wirtschaftlichen Verantwortung jedoch nicht nach, um wirksame Menschenrechtsgarantien durchzusetzen. Versprechen reichen nicht. Die WM darf nicht zur Bühne für Abschiebungen, Repression und Diskriminierung werden. 

FIFA-Präsident Gianni Infantino und die Gastgeberregierungen müssen jetzt handeln. Eine FußballWM darf nicht auf Angst, Kontrolle und Ausgrenzung aufgebaut sein.