Hoffen ist Folter
Noch immer ignoriert Brasilien die Verbrechen, die während der Militärdiktatur begangen wurden. Bis 2014 soll nun eine Wahrheitskommission ermitteln. Doch die Opfer von damals glauben nicht an deren Erfolg.
Von Andreas Unger
Das Schlimmste ist die Hoffnung. Sie nimmt ihren Ausgangspunkt an einem Frühlingstag 1970, als Elizabeth Silveira e Silva ihren Bruder Luiz René zum Busbahnhof begleitet. Er redet wenig, vielleicht ist er in Gedanken, vielleicht will er sich und seine kleine Schwester schützen, weil er ahnt: Je weniger sie weiß, desto weniger wird sie verraten können. "Etwas Politisches" habe er im Sinn, so viel sagt er. Luiz René, 20 Jahre alt, Student der Medizin, Mitglied der Kommunistischen Partei, will nicht länger Wissen anhäufen, er will den Kommunismus zu den Menschen tragen. Bevor er in den Bus steigt, umarmt er seine Schwester und sagt: "In fünf Jahren werde ich zurück sein."
Seit der demokratisch legitimierte Präsident mit Billigung der US-Regierung 1964 gestürzt wurde, regiert in Brasilien eine Militärjunta. Bis 1985 werden fünf Generäle Präsidenten sein, deren Namen heute kaum mehr jemand kennt: Branco, Costa e Silva, Médici, Geisel, Figueiredo. "Segurança e desenvolvimento" lautet ihr Motto, "Sicherheit und Entwicklung", doch für die Gegner des Regimes heißt das: Verfolgung und Terror.
Fünf Jahre nach dem Abschied am Bahnhof ist Luiz René nicht zurück, doch die Hoffnung bleibt. "Ich dachte, er lebt vielleicht im Untergrund", sagt seine Schwester. Heute, über 40 Jahre später, sitzt sie aufrecht auf ihrem Sofa, ihre 66 Lebensjahre konnten ihrem ausdrucksstarken Gesicht wenig anhaben. "Noch heute geht mir manchmal dieser seltsame Gedanke durch den Kopf: Ob er vielleicht sein Gedächtnis verloren hat und irgendwo herumirrt?"
Die Brasilianer wissen wenig über diese Epoche ihrer Geschichte, doch die Militäropfer hoffen, dass sich das jetzt ändert. Im November 2010 entschied der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte, dass Brasilien für das Verschwinden von 62 Guerilleros verantwortlich sei und die Fälle aufzuklären habe – und dass das 1979 erlassene Amnestiegesetz dies nicht behindern dürfe. Zudem hat Präsidentin Dilma Rousseff die Einsetzung einer Wahrheitskommission durchgesetzt, um das Schicksal der verschleppten und ermordeten Regimegegner zu untersuchen. Behörden sind nun verpflichtet, bisher geheime Dokumente herauszugeben, außerdem kann die Kommission forensische Untersuchungen anordnen und Zeugen vorladen. "Der Triumph der Guerillera", jubelte prompt der "Spiegel".
Cecília Coimbra wird laut, als sie das erfährt: "Das ist Unsinn!" Sie ist eine der Gründerinnen der NGO "Tortura Nunca Mais" (Nie wieder Folter), eines Zusammenschlusses von Folteropfern und deren Angehörigen. Sie fürchtet, dass durch die Wahrheitskommission die Wahrheit verschleiert wird, weil auch Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums und Angehörige des Militärs daran beteiligt sein sollen. "Die Wahrheitskommission muss paritätisch besetzt werden, nicht von Politikern und ohne die Täter von damals. Und: Die Archive der Militärs gehören endlich vollständig geöffnet."
Die Amnestie bietet vor allem den Folterern und ihren Handlangern Straffreiheit und, was fast schlimmer ist: Sie macht die Aufklärung ihrer Verbrechen beinahe unmöglich. Die Opfer können allenfalls Entschädigungen erhalten, doch der Gerichtsweg ist ihnen weitgehend verschlossen – daran wird auch die Wahrheitskommission nichts ändern. Auch sie wird nichts gegen die Täter unternehmen können, auch sie darf keine Strafverfahren anstrengen. Die Schicksale der 475 Verschwundenen, 50.000 Gefangenen und 20.000 Gefolterten können so kaum wirksam aufgeklärt werden. Zudem muss die Kommission ihre Informationen vertraulich behandeln, mit anderen Worten: Die Öffentlichkeit bleibt weitgehend ausgeschlossen.
Marcos Arruda schmerzt das noch mehr als die Amnestie. Er war neun Monate in Haft. Bevor die Militärs Fragen stellten, jagten sie Strom durch seinen Körper. Später kam er auf die "Papageienstange": An den Kniekehlen hängend, kopfüber, die Hände über den Schienbeinen nach oben gebunden, war er den Schlägen seiner Peiniger hilflos ausgeliefert. Trotzdem sagt er: "Ich habe nicht die geringste Ambition, dass die Täter bestraft werden. Ich habe Mitleid mit ihnen. Sie haben ein kaputtes Selbstbild. Ihre größte Strafe wäre, wenn ihre Namen und Taten genannt würden und sie gezwungen würden, sich öffentlich zu entschuldigen."
In der ersten Woche nach der Machtergreifung 1964 werden mehr als 7.000 Menschen verhaftet. Die Putschisten lösen Parteien auf und gründen neue. Sie entfernen missliebige Beamte, Gouverneure und Abgeordnete aus ihren Ämtern, verhängen Hausarrest. Für zehn Jahre entziehen sie Menschen das Recht, zu wählen und gewählt zu werden. Allein während der Regierung Médici werden gegen 4.460 Menschen politische Prozesse angestrengt. "Todesschwadronen" ziehen durch die Straßen, um angebliche Kriminelle zu ermorden. Zur Ablenkung vermengen die Machthaber mit Hilfe des Fernsehens Fußball, Samba und Forschrittsrhetorik zu einem Propaganda-Amalgam, das die Menschen emotional binden soll. Viele Landbewohner, darunter viele Analphabeten, merken gar nicht, dass sie in einer Militärdiktatur leben.
Cecília Coimbra, sitzt in ihrem Lehnstuhl, erzählt, wie sie zuschauen musste, als ihr Mann gefoltert wurde. Wie ihr Elektroden an die Genitalien angelegt und Strom durch sie gejagt wurde. Sie erzählt von Gefolterten, denen eine Kapuze über den Kopf gezogen wurde, bevor man ihnen mit einem Finger über den Körper strich und sagte, es sei eine Schlange. Wie man sie selbst aus der Zelle holte, ihr eine Kapuze über den Kopf stülpte, sie im Hof hinknien ließ und ihr sagte, sie werde erschossen.
Sie ist Psychologin. Sie weiß, wie man mit Traumata umgeht. Dennoch stockt ihre Stimme, werden ihre Augen feucht. Noch heute treiben ihr Schreie, etwa auf der Straße oder im Fernsehen, Schweiß auf die Haut. Dann berichtet sie von dem, was niemand sieht. Wunden heilen, doch der Schmerz darunter bleibt. Der Schmerz derer, die gezwungen werden, sich an der Folterung ihrer eigenen Kameraden zu beteiligen. Die Schuldgefühle derer, die in Todesangst die Namen ihrer Genossen nennen. Den Folterern machte es Freude, anschließend zu sagen: "Du bist schuld, wenn wir ihn erschießen, du hast uns seinen Namen gegeben." Die Gefolterten schämen sich ihres Lebens, lebenslang. Sie wurden zu Tätern erniedrigt.
In den siebziger Jahren scheint die Diktatur zementiert zu sein, doch der Widerstand organisiert sich. Jean-Paul Sartre beteiligt sich 1970 an einem Komitee, das die Verteidigung politischer Gefangener in Brasilien organisiert, die Generalversammlung der brasilianischen Bischöfe protestiert gegen Folterungen – obwohl etliche Geistliche dem Putsch zunächst wohlwollend gegenüberstanden. Dem Bischof Dom Hélder Câmara wird, nachdem er öffentlich Folterungen angeprangert hat, verboten, im Radio oder Fernsehen zu sprechen. Die meisten Widerständler gehören der weißen, städtischen Mittelschicht an. Manche wenden Gewalt an: Der amerikanische Botschafter wird entführt und im Austausch mit 15 politischen Gefangenen wieder freigelassen; 1968 werden ein deutscher Bundeswehr-Major und ein angeblicher amerikanischer Spion ermordet. Später werden der deutsche und der Schweizer Botschafter sowie ein japanischer Konsul entführt.
Elizabeth Silveira e Silva wartet in den siebziger Jahren weiter auf die Rückkehr ihres Bruders. Hoffentlich ist er emigriert, denkt sie. 1971 schickt er eine Postkarte – ohne Absender, ohne Unterschrift, seine Handschrift genügt, um ihn auszuweisen. Es gehe ihm gut, schreibt er, nichts weiter. 1979 wird das Amnestiegesetz verkündet. Viele Oppositionelle deuten es zunächst als Zeichen der Versöhnung – sie hoffen auf die Entkriminalisierung ihres Widerstands und darauf, endlich aus Illegalität und Exil zurückkommen zu dürfen. Und wieder hofft Elizabeth. Wird er endlich auftauchen?
Dass die Verbrechen von damals nicht aufgeklärt werden, hatte auch für die Angehörigen der Opfer schwere Folgen: Bis in die neunziger Jahre konnte der Ehepartner eines Verschwundenen keine größeren Geschäfte machen, etwa den Verkauf einer Wohnung, weil es dazu der schriftlichen Einwilligung des Partners bedurft hätte – doch der war offiziell nicht tot, nur verschwunden.
"Will ein Staat seine Vergangenheit erfolgreich aufarbeiten, gehören dazu vier Elemente", fordert Fabio Casardo von der NGO "Centro de Defesa dos Direitos Humanos" in Petrópolis: "Die Täter zur Verantwortung ziehen. Die Taten aufklären und an sie erinnern. Sie wenn möglich wiedergutmachen. Und ihre Wiederholung ausschließen." Doch die Täter müssen noch immer keine Rechenschaft ablegen.
Mit seiner Politik des Verschweigens und Vertuschens hat sich Brasilien innerhalb Südamerikas isoliert: In Chile wurde zwar Ex-Diktator Augusto Pinochet bis zu seinem Tod 2006 nicht zur Rechenschaft gezogen, doch immerhin untersuchten Kommissionen politische Morde und Folterungen und gingen dem Schicksal Verschwundener nach; 2010 lehnte Präsident Sebastián Piñera eine Generalamnestie ab, die die katholische und evangelische Kirche Chiles für Polizisten und Militärs vorgeschlagen hatten, die ihre Taten bereuen.
Argentinien, wo zwischen 1976 und 1983 etwa 30000 Menschen getötet wurden, hob eine Amnestie für Militärs 2007 auf. Die Ex-Diktatoren Jorge Rafael Videla und Reynaldo Bignone sind in Haft, im Februar 2011 begann ein Prozess gegen sie und sechs andere Ex-Offiziere wegen Kindesraubs. Und in Bolivien beschäftigt sich seit 2009 eine Kommission mit dem Schicksal Verschwundener. Zudem hat das Oberste Gericht 2010 entschieden, dass die Armeearchive geöffnet werden müssen.
Und Brasilien? Hinkt hinterher. Dabei zählten die letzten drei Präsidenten des Landes selbst zu den Gegnern der Militärs: Ex-Präsident Fernando Henrique Cardoso war vor der Diktatur einst außer Landes geflohen. Sein Nachfolger Luiz Inácio Lula da Silva saß im Gefängnis. Und die gegenwärtige Präsidentin Dilma Rousseff wurde selbst gefoltert. Umso erstaunlicher erscheint es, dass sich auch heute noch in Brasilien so wenig in Sachen Aufklärung tut.
Ein Grund mag in dem einigermaßen geregelten Übergang des Landes von einer Militärdiktatur zu einer Demokratie liegen. Was damals einen Bürgerkrieg verhindert haben mag, wurde vor allem mit der immer noch gültigen Amnestie erkauft und verhinderte gleichzeitig die Aufklärung der Taten und Bestrafung der Täter. Dass das bis heute weitgehend so blieb, dafür sorgten auch nach dem Ende der Diktatur das Militär und das Verteidigungsministerium, die nicht über Nacht in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwanden.
Hinzu kommt, dass unter den Todesopfern der Militärjunta in Argentinien viele Arbeiter waren, in Brasilien aber vor allem Angehörige der zahlenmäßig eher kleinen Mittelschicht. Auch die Zahl der Verfolgten und Getöteten sei in Brasilien geringer gewesen als in Argentinien, sagt Professor Sérgio Costa vom Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin. Er weiß, wie heikel ein solcher Vergleich ist, und ergänzt: "Nicht, dass das die Verbrechen weniger schlimm macht, aber es erklärt, warum sich die Öffentlichkeit in Brasilien weniger empört."
In den Jahren nach der Diktatur wurden viele Leidtragende von damals finanziell entschädigt. Ihnen sei damit Gerechtigkeit widerfahren – das ist laut Costa der Eindruck, der in großen Teilen der Öffentlichkeit entstanden sei, unterstützt durch konservative Medien. "Vor allem in der konservativen Presse wurde ihren weiteren Forderungen so die Legitimität abgesprochen." Dass finanzielle Entschädigung nichts mit Aufarbeitung der Taten und Bestrafung der Täter zu tun hat – so weit differenzieren nicht alle. Dabei wirkt sich die Straflosigkeit bis heute auf das Verhalten der Polizei in Brasilien aus: Es herrscht eine Kultur der Gewalt. In der Gegenwart sind es meist die Armen aus den Favelas der Megastädte Rio de Janeiro oder São Paulo, die Opfer von Misshandlungen oder illegaler Exekutionen werden – mehr als tausend sollen es laut NGOs jährlich sein.
Besonders enttäuscht sind viele Opfer von Lula da Silva. Er, der Linke, der Gewerkschafter, Bürgerrechtler und Widerständler, schien während seiner Präsidentschaft wenig von dem umzusetzen, wofür er stand. Staudämme waren ihm wichtiger als die in der Nähe lebenden Bewohner, Landumverteilung wurde hintangestellt und auch die Aufarbeitung der Militärvergangenheit musste warten. Der Grund: Ihm war es als Präsident eines Schwellenlandes wichtig, Glaubwürdigkeit und Berechenbarkeit gegenüber Wirtschafts- und Finanzeliten aufzubauen. Er vermied den Eindruck, mit den sozialistisch-populistischen Anwandlungen seiner lateinamerikanischen Kollegen zu liebäugeln. Seine Rhetorik klang links, doch verfolgte er eine konservative Politik. Zu ihr gehörte auch, Rücksicht auf konservative Parteien zu nehmen, um seine Regierung nicht zu destabilisieren. Nach vorne zu schauen und Aufbruchstimmung erzeugen, war ihm wichtiger als sich mit quälenden Kapiteln der Vergangenheit zu befassen.
Wohlstand in Sicht, wir blicken nach vorn – dieser exzessive Pragmatismus entspricht auch dem Wunsch vieler Wähler, die an einer umfassenden Aufarbeitung nicht interessiert sind. Sie fühlen sich als Patrioten und wollen sich den Stolz auf ihr Land nicht kaputt machen lassen durch einen schmerzvollen Blick zurück in eine Zeit, in der Kriminelle ihr Land regierten. Und: Viele Brasilianer wissen auch heute, 26 Jahre danach, noch sehr wenig über die Militärdiktatur. Noch immer sprechen viele nicht vom "Putsch", sondern von der "Revolution" von 1964, ein Wort, das in Südamerika, dem Kontinent von Ché Guevara und Fidel Castro, fast durchweg positiv konnotiert ist. Noch immer sind Straßen und Gebäude in Rio und anderswo nach den Diktatoren von damals benannt. Und noch immer schaltet der "Clube Militar", eine Militärakademie, Zeitungsanzeigen, die mit "In Memoriam" überschrieben sind und in denen den Soldaten gedankt wird, die in den sechziger und siebziger Jahren angeblich die Demokratie gegen die "Terroristen" verteidigt haben.
Aber es gibt Zeichen, dass langsam ein Umdenken einsetzt. So gibt es etwa eine Telenovela mit dem Titel "Amor e Revolução", "Liebe und Revolution", die sich mit der Zeit der Militärdiktatur beschäftigt. Vor dem Hintergrund der historischen Tatsachen wird darin die fiktionale Liebesgeschichte zwischen dem Sohn eines Soldaten und einer Führerin der oppositionellen Studentenbewegung erzählt. Am Ende jeder Folge kommt ein Zeitzeuge zu Wort – eine große Ausnahme im weitgehend oberflächlichen und entpolitisierten Fernsehen Brasiliens. Kurz nach der Premiere protestierten wütende Militärs. Allzu viele Grausamkeiten aus den Folterkellern mochten die Macher dem Publikum auf Dauer anscheinend nicht zumuten: "Nachdem die Serie weniger als einen Monat auf Sendung war, wechselte der Fokus der Autoren, weg von der Diktatur und hin zu mehr Humor und Romantik, weil Gewalt- und Folterszenen dem Publikum nicht gefielen", heißt es im Wikipedia-Eintrag zu der Serie.
Fragt man Elizabeth Silveira e Silva heute, was sie von ihrem Bruder weiß, lächelt sie ein sarkastisches Lächeln und sagt: "Nichts. Ich weiß nicht: War er im Gefängnis? Wurde er gefoltert? Starb er im Kampf? Wann? Wie? Wo?" Irgendwann hat sie erfahren, dass er am Araguaia, einem Fluss im Norden Brasiliens, geholfen hat, Guerillatruppen aufzubauen. Die Militärs erschossen damals viele Kämpfer – auch ihn? Sie befürchtet es, doch sie weiß es nicht. Eines möchte sie noch sagen: "Wir wollen kein Mahnmal für die Verschwundenen! Dann kommen die Gouverneure, Abgeordneten und Militärs zur Einweihung und tun so, als sei dieses Kapitel damit abgeschlossen. Aber es geht immer weiter, so lange, bis wir wissen, was mit unseren Angehörigen passiert ist."
Vor einigen Jahren, erzählt sie, musste ihre Mutter Lulita Silveira e Silva innerhalb von Rio de Janeiro umziehen. Lange und heftig habe sie sich gegen den Umzug gewehrt. Niemand habe den Grund dafür gekannt. Kurz nachdem sie umgezogen war, rief sie ihre Tochter Elizabeth begeistert an: "Stell dir vor, unsere Telefonnummer ist dieselbe geblieben!" Bis zu ihrem Tod, 22 Jahre lang, hoffte sie, dass ihr verschwundener Sohn doch noch anrufen werde.
Der Autor ist Sozialjournalist und lebt in München.