Amnesty Journal Afrika 21. September 2011

Willkommen in der Wüste

Im tunesischen Lager Choucha sitzen Flüchtlinge aus Schwarzafrika fest, die Lage ist angespannt: Viele in dem Lager sind verzweifelt, es kam zu blutigen Kämpfen mit Anwohnern und Sicherheitskräften. Andere riskierten die lebensgefährliche Fahrt über das Mittelmeer. Doch zugleich versorgt die tunesische Bevölkerung eine enorme Zahl von Flüchtlingen, die vor dem Bürgerkrieg in Libyen flüchten mussten.

Von Wolf-Dieter Vogel

Abraham Isloma ist keiner, der schnell aufgibt. Wie hätte er sonst die vergangenen Jahre ausgehalten? Die Flucht aus seiner Heimat, den mörderischen Weg durch die Sahara, die Erniedrigungen durch die Soldaten des libyschen Regimes. Doch die Ereignisse der vergangenen Wochen stecken ihm noch in den Knochen. »Du hast nur ein Leben, und wenn du es verlierst, ist es für immer weg. Aber ich liebe mein Leben«, sagt er. Und damit es die Leute draußen in der Welt auch wirklich hören, betont er gleich mehrmals: »Wir sind hier nicht sicher. Die können uns nicht schützen.« Zustimmend nicken die anderen Männer, die sich mit dem Nigerianer an diesem Morgen unter einem der wenigen Bäume niedergelassen haben, die in dieser vom Regen vergessenen Gegend noch wachsen.

Sie sind vor dem Bürgerkrieg in Libyen geflohen. Vor den Angriffen der Söldner von Machthaber Muammar al-Gaddafi und vor den Raketen der Nato. Nun hat sie die Gewalt an ihrem Zufluchtsort eingeholt: Das nahe der libyschen Grenze gelegene tunesische Flüchtlingslager Choucha wurde zwischen dem 22. und 24. Mai zum Schauplatz schwerer Auseinandersetzungen. »Wir sind von Tunesiern angegriffen worden«, berichtet der 35-jährige Isloma. Mit Stangen seien die jungen Männer aus der Kleinstadt Ben Guerdane auf sie losgegangen. »Sie haben fast das ganze Lager zerstört, es gab viele Tote.« Man habe das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) gebeten, sie in Sicherheit zu bringen, aber nichts sei passiert, ergänzt ein Mann aus Ghana. »Dabei haben sogar Soldaten auf uns geschossen.« Andere reden von »rassistischen Angriffen der Araber auf Schwarzafrikaner«.
Militärs, Ärzte und viele Einheimische widersprechen diesen Vorwürfen.

Armeesprecher behaupten, die Soldaten hätten nur die rivalisierenden Gruppen voneinander getrennt. Ahmed Mnaffakh vom Büro des Gewerkschaftsdachverbands UGTT ist sogar davon überzeugt, dass die Flüchtlinge das Camp selbst zerstört hätten. »Wir haben die Menschen mit offenen Armen empfangen,« betont er. Dann erzählt Mnaffakh von den revolutionären Tagen, als die Einwohner von Ben Guerdane gegen ihren Präsidenten Zine-el-Abidine Ben Ali auf die Straße gingen. Und wie er zu Beginn des Krieges in Libyen von Haus zu Haus gezogen sei, um Lebensmittel, Medikamente und Kleidung für die Hilfesuchenden zu sammeln.

Bleibt die Wahrheit also unter dem Hügel begraben, den ein Bagger am Rande des Camps aufgehäuft hat? Verbrannte Stoffplanen, abgeknickte Zeltstangen und verkohlte Plastikteile zeugen davon, was geschehen ist. Mitarbeiter der Hilfsorganisationen haben mittlerweile neue Zelte aufgebaut und die Händler aus Ben Guerdane verkaufen wieder Wasserflaschen, Zigaretten und Kekse. Die Soldaten haben sich auf ihr mit Stacheldraht gesichertes Gelände zurückgezogen, und auch für die Flüchtlinge ist der Alltag zurückgekehrt. Einige stehen in der Schlange zur Essensausgabe am Küchenzelt der Vereinten Nationen, andere spielen Volleyball oder schlendern zwischen den langen Reihen von Zelten auf und ab.
»Warten, nichts als warten. Wir dürfen das Lager nicht einmal verlassen«, sagt Isloma. Ein Freund des Nigerianers hat sich der Gruppe unter dem Baum angeschlossen. Mit seinem Handy hatte er gefilmt, wie ein Mensch zu Tode geprügelt wurde. Die Aufnahme zeigt Männer, die auf Männer einschlagen. Gedränge und Fäuste. Schreie sind zu hören. Viel ist auf dem kleinen Display nicht zu erkennen. Doch geht es überhaupt um die Frage der Schuld?

Existenzielle Bedrohung

Rund 3.000 Menschen aus 27 vor allem subsaharischen Staaten sind hier untergebracht. Viele kommen aus Somalia, Äthiopien, Eritrea und dem Sudan. Jeder Dritte wurde bislang vom UNHCR als Flüchtling anerkannt. Die Gewalt begann, nachdem mehrere Eritreer Papiere erhalten hatten, die ihnen zumindest formal ermöglichen, in den USA, Kanada oder Europa Asyl zu beantragen. Daraufhin zündeten andere Camp-Bewohner deren Zelte an, vier Männer starben in den Flammen. Einige griffen auch Menschen anderer Nationen an. Daraufhin demonstrierten mehrere hundert Flüchtlinge vor dem UNHCR-Büro, das neben dem Lager liegt. »Ban Ki-moon, rette uns!«, forderten sie und blockierten die Straße zur libyschen Grenze. Das rief wiederum die Einwohner aus Ben Guerdane auf den Plan.

Bei Kämpfen zwischen Tunesiern und Flüchtlingen wurde das Lager verwüstet. Das Militär griff ein, nach Angaben des UN-Flüchtlingskommissariats starben mindestens zwei weitere Menschen »Das Problem ist, dass die Leute in Choucha hoffnungslos festhängen«, meint der Gewerkschafter Mnaffakh. Zigtausende, die als Arbeitsmigranten in Libyen gelebt hatten, waren ein paar Tage hier untergebracht und konnten anschließend heimkehren. Etwa nach Mali, Ghana, Marokko oder Ägypten. »Doch die Menschen, die jetzt noch in Choucha sind, haben keine Perspektive.« Sie sind vor politischer Verfolgung oder dem Krieg in ihrer Heimat geflohen. Für sie gibt es kein Zurück. Nicht nach Libyen, und schon gar nicht in ihr Herkunftsland.

»Wenn die Leute nicht wegkommen, wird das wieder eskalieren«, befürchtet der Gewerkschafter. »Wir waren bereit, zu helfen, aber wir sind nicht darauf eingestellt, dass die Flüchtlinge langfristig hier bleiben.« Dann spricht Mnaffakh über die schwierige Lage, in der sich sein Land nach der Revolution befindet, über die 700.000 Arbeitslosen, die Krise des Tourismus und die politischen Herausforderungen bei der Wahl zur Verfassungsgebenden Versammlung im Oktober. Die Reaktion seiner Landsleute aus Ben Guerdane kann er gut verstehen. Dass die Flüchtlinge den Weg zur Grenze blockiert hätten, sei eine existenzielle Bedrohung gewesen. Das habe Ängste geschürt.

Die meisten in der Kleinstadt leben davon, Waren wie Benzin, DVD-Player oder Matratzen von Libyen nach Tunesien zu schmuggeln. Auf der engen Straße Richtung Libyen drängen sich überladene Pickups, die aus dem Nachbarland ankommen. Paletten mit Getränkedosen, Keramik oder Toilettenschüsseln versperren den Weg. Hinter unzähligen Bretterverschlägen winken Geldwechsler mit einem Stapel Scheinen. »Nein, der Krieg ist nicht schlecht für das Geschäft«, bestätigt ein junger Mann. Er verkauft in Ben Guerdane Produkte, die er in Libyen günstiger erworben hat. Eine Alternative hat er nicht. Touristische Attraktionen kann der heruntergekommene Ort nicht bieten, für den landwirtschaftlichen Anbau ist es viel zu trocken. Immerhin, für das Überleben reicht es.

Reise in die Hölle

Was aber soll Abraham Isloma in dieser Gegend? Wie lange noch muss er die Nächte unter dieser blauen Plane verbringen, auf der armseligen Matratze im Wüstensand, in dem sich auch Skorpione und Schlangen tummeln? Es war ihm gut gegangen in Libyen, nach Jahren der Armut und Flucht. 1999 musste der Nigerianer seine Heimat verlassen. Dort, im Nigerdelta fördern internationale Konzerne seit einem halben Jahrhundert Erdöl. Längst sei der Boden so verschmutzt, dass nichts mehr wachse, erklärt der Bauernsohn. Deshalb habe er sich mit den Unternehmen sowie der Regierung angelegt und musste fliehen. »Wenn sie dich ins Gefängnis stecken, kommst du nicht mehr lebend raus!«

Mit seiner Frau ging Isloma in das Nachbarland Niger. »Das ist die Hölle, dort gibt es keine Jobs.« Trotzdem schlug er sich zehn Jahre als Gelegenheitsarbeiter durch. 2009 machten sich die beiden auf den Weg nach Libyen. Doch in der Sahara starb seine Frau. »Sie war im sechsten Monat schwanger.« Seine Stimme wird leiser, er möchte nicht weiter darüber reden. Aber er konnte wenigstens ohne Problem einreisen – noch hatte die EU nicht Gaddafis Grenzschutz unterstützt, um Flüchtlinge vorzeitig auf ihrem Weg nach Europa zu stoppen. Und so begann für Isloma eine neue, eine gute Zeit in Libyen. »Ich habe als Schlosser gearbeitet und genügend Geld verdient.«

Doch dann kam der Krieg und brachte erneut Unsicherheit. Libysche Soldaten hätten ihm auf der Flucht sein Hab und Gut geraubt. Seine Papiere, seine Kleidung, alles. Nur der lederne Hut, die Jeans und das Hemd seien ihm geblieben. Und der Traum von einem Leben mit festem Einkommen, Wohnung und Sicherheit. Nein, es sei zu gefährlich, zurückzukehren. »Aber lange halte ich das nicht mehr aus, lieber sterbe ich in Libyen als hier langsam zu verenden.« Dabei will er nur irgendwo hin, wo er seiner Arbeit nachgehen kann. Vielleicht nach England, denn dort lebt seine Schwester. Und dann denkt er darüber nach, das zu tun, was andere aus dem Lager nach den Kämpfen getan haben: Sie gingen nach Libyen, um von dort mit einem Boot nach Lampedusa zu gelangen.

Auch »Raja Sharif« hat versucht, auf die italienische Insel zu kommen. Seinen richtigen Namen will der Pakistani nicht nennen. Seine Frau und die anderen neun Landsleute, die mit ihm ein Zelt teilen, wollen ebenso unerkannt bleiben. Sie alle haben in Tripolis gelebt, gearbeitet, studiert, die meisten wurden sogar dort geboren. »Rund um die Stadt war Krieg, also blieb uns nur noch der Weg über das Meer«, sagt Sharif zur Erklärung, warum sie sich zu dieser Reise entschlossen hatten. Einer Reise, die zur Hölle werden sollte. Umgeben von seinen Freundinnen und Freunden schildert der etwa 40-Jährige detailliert die Fahrt, die in einem kleinen ­libyschen Hafen ihren Ausgang nahm. Er beschreibt, wie der Kahn mit mehr als tausend Passagieren vollkommen überladen in See stach, wie jeder zwischen den Beinen des Nächsten sitzen musste und der angeheuerte Seemann sich weigerte, die Überfahrt zu riskieren. »Deshalb übernahm ein Mann das Steuer, der von der Seefahrt keine Ahnung hatte. Er stürzte sich später aus Verzweiflung ins offene Meer.«

24 Stunden sollte die Reise dauern. Darauf waren auch die Essens- und Wasservorräte ausgerichtet. Als die Flüchtlinge nach zwei Tagen immer noch kein Land sahen, begannen Prügeleien um die letzten Reste der Verpflegung. »Da wir uns nicht bewegen konnten, machten zudem alle ihre körperlichen Verrichtungen dort, wo sie eben saßen«, berichtet Sharif. Heute fragt er sich, wie er das alles überstanden hat. Manche tranken das Wasser aus dem Schiffsmotor, andere forderten Menschenopfer, um das Boot zu retten. »Ein paar Männer aus Nigeria und Ghana wollten meine Frau ins Meer werfen.«

Fünf Tage dauerte die Odyssee, dann lief das Schiff auf einen Felsen auf, nahe der tunesischen Insel Kerkenah. Dort wurden die Schiffbrüchigen von Fischern entdeckt, ein Kriegsschiff kam zu Hilfe. Doch während der Rettungsaktion kippte der Kahn, zahlreiche Menschen fielen in die Fluten. Etwa 270 Flüchtlinge starben an diesem 2. Juni im Mittelmeer. Raja Sharif, seine Frau und ihr Baby konnten gerettet werden. »Es war ein Wunder«, sagt der Pakistani. »Ich fühle mich wie in einem zweiten Leben.«

Doch wie sollen sie dieses zweite Leben nun beginnen? Wie der Nigerianer Isloma stehen auch sie vor dem Nichts. »Wir haben unsere Pässe und andere Dokumente verloren«, wirft eine modern gekleidete junge Frau ein, die in Tripolis vor ihrem Universitätsabschluss stand. Vielleicht könnten sie ja nach Großbritannien gehen. Dort gebe es eine pakistanische Gemeinschaft.

Kollektive Hilfe in Tataouine

Aber da stellt sich die Europäische Union quer. Seit Monaten fordert das UNHCR, dass Europa Menschen wie die Familie Sharif oder Abraham Isloma aufnehmen sollen. Dafür macht sich auch die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström stark, doch die Mitgliedsländer reagieren ablehnend. Eine Haltung, die der tunesische Migrationsforscher Madhi Mabrouk nicht nachvollziehen kann. »Es geht um ein paar tausend Menschen«, kritisiert er, »wir haben trotz unserer schwierigen Situation 460.000 Menschen aus vielen Nationen aufgenommen«. Viele Tunesierinnen und Tunesier hätten den Flüchtlingen geholfen.

Einer von ihnen ist Karim Hawat. Der 26-Jährige hat Biologie studiert, doch wie so viele Studenten findet er in seinem Beruf keine Arbeit und jobbt jetzt in einem Internetcafé. Er gehört zu denen, die Anfang des Jahres nicht nur auf der Straße, sondern auch bei Facebook für die Revolution in Tunesien unterwegs waren. Hawat lebt in Tataouine, der südlichsten Stadt des Landes. Von hier aus führt der Weg in das 120 Kilometer entfernte Dhibat an der libyschen Grenze. Mit Aktivisten der Organisation »Benevolus« aus dem fernen Tunis sorgt Hawat dafür, dass die meist libyschen Staatsbürger versorgt werden, die hier ankommen. In der Hauptstadt haben sie ein kleines Zeltlager aufgestellt, in dem sie Decken, Kleidung,

Medikamente und Konservendosen mit Essen sammeln. Regelmäßig bringen Lastwagen die Güter nach Tataouine. Dort kümmern sich Hawat und seine Freunde darum, dass das Material in die Dörfer kommt, die Menschen aufgenommen haben. Etwa 50.000 Libyerinnen und Libyer, so sagt er, lebten derzeit in der Region.
Immer wieder fährt der junge Mann nach Negrif. In dem Dorf, keine 50 Kilometer von der umkämpften libyschen Stadt Nalut entfernt, wurde er geboren. Sein Großvater unterhält hier eine kleine Olivenbaum-Plantage, das einzige Stück Grün weit und breit. 150 Familien wohnen in den meist weiß getünchten kleinen Häusern, umgeben von einer nicht enden wollenden Steppe aus Sand, Steinen und ein wenig Gestrüpp. »Die Bewohner haben 600 Menschen aufgenommen«, sagt er und ist zweifellos ein bisschen stolz auf seine Leute.

In einem fensterlosen Raum, der vor der brennenden Mittagssonne schützt, unterhalten sich Ibrahim Beloid, Ahmed Mustisser und ein paar weitere Männer. An den Wänden hängen Listen mit Namen von Ankömmlingen, eine kleine Fahne der libyschen Rebellen und einige Werbezettel des UNHCR. »Die Flyer kommen mit den Lieferungen des UNHCR«, erklärt der Tunesier Mustisser. »Aber als wir anfingen, waren wir ganz auf uns alleine gestellt.« Mit anderen Dorfbewohnern kümmert er sich darum, dass die Flüchtlinge einen Platz zum Wohnen haben. Man habe Ställe und Abstellkammern leer geräumt sowie Zimmer umgebaut. Negrif sei mit gutem Beispiel vorangegangen, und schließlich sei ein ganzes Netzwerk der Dörfer entstanden.
»Negrif ist nicht weit von der Grenze. Da sind wir nahe bei unseren Angehörigen, die mit den Rebellen kämpfen.« Deshalb hätten sie hier um eine Bleibe gebeten, sagt der Libyer Beloid. In seinem grauen Umhang und der weißen Kappe unterscheidet er sich nicht von seinen tunesischen Unterstützern.

Bevor einst die Kolonisatoren Grenzen festlegten, gehörten die Menschen hier zu einer ethnischen Gruppe, die mit ihren Schafen durch die Wüste zog. Auch das erklärt die Offenheit, mit der Leute wie Beloid empfangen werden. Der 52-jährige Psychologie-Professor ist Anfang Mai mit der Familie seines Sohnes gekommen, geflüchtet vor den Luftangriffen und dem Beschuss durch Gaddafis Soldaten. Sein Sohn ist körperlich behindert, und da sie von den Häschern des Diktators verfolgt wurden, haben sie sich zurückgezogen. »Auf der tunesischen Seite sind wir sicher«, glaubt er.

Dennoch macht sich Gastgeber Mustisser auch Sorgen um die Zukunft. »Die Kämpfe nahe der Grenze nehmen zu, und trotz aller Hilfsbereitschaft haben die Leute Angst, dass der Krieg übergreift«, befürchtet er. Netzaktivist Hawat verweist darauf, dass im August der Fastenmonat Ramadan beginnt. Und er spricht von der Hitze im Sommer: »Bis zu 48 Grad erreicht das Thermometer, da wird es sehr schwierig, Essen und Wasser für alle zu lagern.« Auch hier im Süden werden die Tunesierinnen und Tunesier also nur mit Hilfe von Außen durchhalten. »Die derzeitige Situation ist keine Lösung auf Dauer«, stellt Mustisser klar. Doch während Schwarzafrikaner wie Isloma und Pakistani wie die Familie Sharif perspektivlos in den Lagern festsitzen, hofft der Libyer Beloid, dass er bald in seine Heimat zurückkehren kann: »Ich vertraue auf Allah und hoffe, dass er die Revolution siegen lässt.«

Der Autor ist Journalist und lebt in Berlin.

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