Briefmarathon an Schulen - Schreib für Freiheit

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Ein Junge steckt einen Brief in einen gelben Briefkasten, auf dem "Schreib für Briefe" steht, daneben steht ein Mädchen und schreibt einen Brief

Briefmarathon-Workshop an der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule in Potsdam am 27. November 2017

Dieses Jahr wird die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 70 Jahre alt: Das ist zwar ein Grund zum Feiern, aber es gibt noch immer zu viele Menschen, deren Menschenrechte verletzt werden und die dringend unseren Schutz brauchen. Rund um den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember setzen wir uns wieder für einige Menschen beim Briefmarathon an Schulen ein. Seid ihr dabei? Ihr könnt euch ab sofort auf dieser Seite zum Briefmarathon 2018 anmelden. Denn im Dezember heißt es wieder: "Schreib für Freiheit".

Du bist Lehrerin oder Lehrer oder Schülerin oder Schüler und möchtest dich mit deiner Klasse für die Menschenrechte einsetzen? Dann ist der Briefmarathon genau das Richtige für dich! 

Schreibe mit deinen Schülerinnen und Schülern Briefe: Forderungsbriefe an Regierungen und Solidaritätsbriefe an Menschen in Gefahr. Am besten so viele wie möglich. Die unzähligen Briefe zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht allein sind und sie machen Regierungen Druck: Einen einzelnen Brief können die Behörden ungelesen wegwerfen, aber Tausende von Schreiben, die die Einhaltung der Menschenrechte fordern, lassen sich nicht ignorieren!

Der Briefmarathon ist eine tolle Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler, viel über das Thema Menschenrechte zu lernen und selbst aktiv zu werden. Melde dich jetzt für Dezember 2018 an!

Die Teilnahme ist ganz leicht. Auf dieser Seite stellen wir dir verschiedene Unterrichtsvorschläge und -materialen rund um das Thema Menschenrechte kostenlos zum Download zur Verfügung

Briefmarathon-Erfolge aus den zurückliegenden Jahren

Ein Mann kniet auf einem Teppich auf dem sich Briefe stapeln und hält auch zwei Briefe demonstrativ in der Hand

Für den tschadischen Blogger Mahadine haben mehr als eine halbe Million Menschen auf der ganzen Welt Briefe geschrieben und Petitionen unterzeichnet – vor allem während des Briefmarathons 2017: Im April 2018 ordnete ein Gericht seine Freilassung an.

Saman Naseem wurde im Iran im April 2013 zum Tode verurteilt

Saman Naseem kam als 17-Jähriger wegen "Feindschaft zu Gott" im Iran in Haft. Sein Todesurteil wurde 2018 in fünf Jahre Haft umgewandelt. Beim Briefmarathon 2015 waren rund 200.000 Menschen für ihn aktiv.

Saman
Naseem
Iran
Porträt von Phyoe Phyoe Aung

Mehr als 394.000 Briefmarathon-Nachrichten gingen 2015 an die Studentin Phyoe Phyoe Aung: Nach einem friedlichen Protest saß sie mehr als ein Jahr in Myanmar in Haft. Als sie 2016 freikam, sagte sie: "Wir sind nicht allein."

Phyoe Phyoe
Aung
Myanmar
Zwei Frauen stehen vor einer Wand und hängen Briefe und Bilder vom Briefmarathon auf

Mehr als eine halbe Million Menschen forderte beim Briefmarathon 2015 den Schutz von Mädchen vor Zwangsverheiratungen in Burkina Faso, zu dem sich die Regierung verpflichtete, nachdem sie "Nachrichten von Menschen aus der ganzen Welt" erhielt.

Mädchen
und junge Frauen
Burkina Faso
Porträtfoto von Fred Bauma

"Jeder Brief hat uns gestärkt", sagte der Jugendaktivist Yves Makwamba aus der Demokratischen Republik Kongo, als er im August 2016 freikam. Für ihn und Fred Bauma hatten sich beim Briefmarathon 2015 Menschen aus der ganzen Welt eingesetzt.

Fred Bauma und
Yves Makwambala
Demokratische Republik Kongo
Porträt von Albert Woodfox mit hochgehaltener Faust als Geste des Erfolgs

"Die Nachrichten, die mich von Menschen außerhalb der Gefängnismauern erreicht haben, sind zu einer enormen Quelle der Stärke für mich geworden", sagte Albert Woodfox. Er kam 2016 nach 44 Jahren Einzelhaft frei.

Albert
Woodfox
USA
Porträtfoto von Moses Akatugba

Moses Akatugba aus Nigeria wurde im Alter von 16 Jahren zu Tode verurteilt. 2015 wurde er begnadigt und freigelassen. "Ich bin überwältigt. Die Aktivistinnen und Aktivisten von Amnesty sind Heldinnen und Helden."

Moses
Akatugba
Nigeria
Porträtfoto von Liu Ping

Im Dezember 2014 durfte die inhaftierte chinesische Bürgerrechtlerin Liu Ping erstmals Besuch von ihrer Tochter erhalten. Von den Tausenden Briefen sei ihr keiner ausgehändigt worden, aber es bewege sie sehr, dass sie nicht vergessen sei.

Liu
Ping
China
Porträtfoto von Paraskevi Kokoni

Die Romni Paraskevi Kokoni überreichte mehr als 82.000 Briefmarathon-Appelle für neue, antirassistische Gesetze an den griechischen Justizminister. Auch die Männer, die sie rassistisch angegriffen hatten, wurden bestraft.

Paraskevi
Kokoni
Griechenland
Porträt von Raif Badawi

Die Mobilisierung für den zu 1.000 Stockhieben verurteilten saudi-arabischen Blogger Raif Badawi zeigte indirekt Wirkung: Das EU-Parlament forderte seine Freilassung – mit der ersten EU-Resolution für Menschenrechte in Saudi-Arabien.

Raif
Badawi
Saudi-Arabien
Porträt von Chelsea Manning

Die US-amerikanische Whistleblowerin Chelsea Manning sagt, sie habe jede der 17.000 Solidaritätsbotschaften, die sie im Gefängnis erhielt, gelesen. Im Mai 2017 kam sie vorzeitig frei, wie es Ex-US-Präsident Barack Obama noch angeordnet hatte.

Chelsea
Manning
USA

10 Gründe für den Briefmarathon an Schulen

Zeichnung einer Figur mit Rucksack und einer Figur mit Schreibheft, auf dem "ABC" steht

1. Gemeinschaftlicher Einsatz

Es macht großen Spaß, sich in der Gemeinschaft für eine Sache stark zu machen.

Zeichnung dreier Briefumschläge

2. Jeder Brief zählt

Mit jedem Brief, den die Schülerinnen und Schüler schreiben, können sie ein Leben verändern! Folter verhindern, Menschenleben schützen, Mut und Hoffnung geben. Gemeinsames Erlebnis: "Meine Schule hilft Menschen in Gefahr."

Textfeld "Menschenrechte verteidigen"

3. Sensibilisierung

Der Briefmarathon stärkt das Bewusstsein für Menschenrechte, Verantwortung und Unrecht, er sensibilisiert für die Vielschichtigkeit der Menschenrechte.

Zeichnung von zwei winkenden Figuren, eine Person hält ein Schild hoch

4. Teil der Bewegung

Die Schülerinnen und Schüler werden Teil einer großen, weltweiten Bewegung: ein großer Motivationsfaktor!

Zeichnung einer aufgeschlagenen Zeitschrift

5. Öffentlichkeitsarbeit

Die Regionalpresse findet solche Aktionstage interessant und berichtet gerne darüber.

Zeichnung eines Fotoapparates, eines Pinsels und Viertelnoten

6. Förderung der Kreativität

Das Briefeschreiben ist eine "Do It Yourself"-Aktion, sie kann frei gestaltet werden: von Hand, mit Gebasteltem oder Zeichnungen, in einer Fremdsprache, … Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Zeichnung eines Globus

7. Bewusstsein

Schülerinnen und Schüler bekommen ein Gespür dafür, dass es viele Orte auf der Welt gibt, an denen man für Dinge bestraft wird, die in Deutschland als Selbstverständlichkeit gelten.

Zeichnung eines Megaphons

8. Erweiterung der Kompetenzen

Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler wie z. B. politische Partizipation und Solidarität mit Menschen weltweit werden gefördert: So können sie außerhalb des klassischen Unterrichts fürs Leben lernen.

Zeichnung eines Bücherstapels

9. Fächerübergreifendes Arbeiten

Das Thema "Menschenrechte" kann in verschiedene Fächer wie Politik, Sozialkunde, Ethik oder auch in Kunst oder in den Fremdsprachenunterricht integriert werden.

Grafik einer zerrissenen Kette

10. Erfolgserlebnisse

Die vielen positiven Entwicklungen für Menschen, für die wir uns weltweit mit dem Briefmarathon eingesetzt haben, zeigen, dass sich der Einsatz lohnt!

So funktioniert der Amnesty-Briefmarathon

Der Briefmarathon ist eine weltweite Aktion von Amnesty International, die jedes Jahr rund um den “Internationalen Tag der Menschenrechte“ am 10. Dezember stattfindet. Dabei schreiben Hunderttausende Menschen in allen Teilen der Welt innerhalb weniger Tage Milliionen Briefe. Sie fordern Regierungen auf, gewaltlose politische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden. Außerdem schicken sie Solidaritätsnachrichten an Menschen, deren Rechte verletzt werden.

 

Beteilige dich dieses Jahr mit deiner Klasse!

 

Hier findest du weitere Informationen zur Amnesty-Aktion Briefmarathon.

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