Briefmarathon an Schulen - Schreib für Freiheit

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Schülerinnen und Schüler halten ein Amnesty-Banner und ein Plakat zu Tadjadine Mahamat Babouri in die Kamera

Der Briefmarathon 2017 ist vorbei - toll, dass ihr mitgemacht habt! Ihr habt während des Briefmarathons an Schulen beeindruckende 77.497 Briefe geschrieben! Weltweit haben sich Menschen mit 5,5 Millionen Briefen, E-Mails, Online-Aktionen und Unterschriften für Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten eingesetzt – das ist ein neuer Rekord. Auf dieser Seite informieren wir über aktuelle Entwicklungen und Erfolge, wie die Freilassung des Bloggers Mahadine im Tschad.

Außerdem möchten wir Shackelia Jacksons Mitteilung mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Briefmarathons teilen: "Ihr habt mir nicht nur einen sicheren Raum und einen großen Rückhalt gegeben, sondern auch die Möglichkeit, das Erscheinungsbild und das bewusst erzeugte Image Jamaikas und unserer Regierung geradezurücken. Die Entscheidungsträgerinnen und -träger haben nicht länger die Kontrolle darüber, welche Geschichte erzählt wird. Wir haben das überholte Bild, das sie nach außen trugen, gestört."

Über aktuelle Entwicklungen halten wir euch auf dieser Seite und per E-Mail auf dem laufenden. Ab Februar erhalten alle Schulen, die am Briefmarathon teilgenommen haben, eine Urkunde und auch die Gewinnerschule der Workshop-Verlosung geben wir dann zeitnah bekannt. 

Nach dem Briefmarathon ist natürlich auch vor dem Briefmarathon. Ihr könnt euch ab sofort auf dieser Seite zum Briefmarathon 2018 anmelden. Denn im Dezember heißt es wieder: "Schreib für Freiheit".

Du bist Lehrerin oder Lehrer oder Schülerin oder Schüler und möchtest dich mit deiner Klasse für die Menschenrechte einsetzen? Dann ist der Briefmarathon genau das Richtige für dich! 

Briefeschreiben kann Leben retten – das zeigt der weltweite Briefmarathon für Menschen in Not und Gefahr, den Amnesty International jedes Jahr rund um den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember startet. Schreibe mit deinen Schülerinnen und Schülern Briefe: Forderungsbriefe an Regierungen und Solidaritätsbriefe an Menschen in Gefahr. Am besten so viele wie möglich. Die unzähligen Briefe zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht allein sind und sie machen Regierungen Druck: Einen einzelnen Brief können die Behörden ungelesen wegwerfen, aber Tausende von Schreiben, die die Einhaltung der Menschenrechte fordern, lassen sich nicht ignorieren!

Der Briefmarathon ist eine tolle Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler, viel über das Thema Menschenrechte zu lernen und selbst aktiv zu werden. Melde dich jetzt für Dezember 2018 an!

Die Teilnahme ist ganz leicht. Ab Mitte November stellen wir dir verschiedene Unterrichtsvorschläge und -materialen rund um das Thema Menschenrechte kostenlos zum Download zur Verfügung. Wie du den Briefmarathon an deiner Schule letztendlich gestaltest, bleibt natürlich deiner Kreativität und den Ideen deiner Schülerinnen und Schüler überlassen. Wir freuen uns, wenn du mit deiner Klasse, deinem Kurs, deiner Schule mitmachst!

DIESE ZEHN POSITIVEN ENTWICKLUNGEN HAT DER BRIEFMARATHON 2017 BISHER BEWIRKT

Der Blogger Mahadine im Tschad kam frei, die Aktivistin Hanan Badr el-Din in Ägypten wird medizinisch versorgt und die Anwältin Ni Yulan in China lebt jetzt sicherer: Die ersten zehn positiven Entwicklungen, die auf den Briefmarathon 2017 folgten, findest du hier.

Schülerinnen und Schüler in weißen Hemden schreiben Briefe

Schülerinnen und Schüler beteiligen sich an einer Briefmarathon-Aktion von Amnesty in Togos Hauptstadt Lome im Dezember 2017

10 Gründe für den Briefmarathon an Schulen

Zeichnung einer Figur mit Rucksack und einer Figur mit Schreibheft, auf dem "ABC" steht

1. Gemeinschaftlicher Einsatz

Es macht großen Spaß, sich in der Gemeinschaft für eine Sache stark zu machen.

Zeichnung dreier Briefumschläge

2. Jeder Brief zählt

Mit jedem Brief, den die Schülerinnen und Schüler schreiben, können sie ein Leben verändern! Folter verhindern, Menschenleben schützen, Mut und Hoffnung geben. Gemeinsames Erlebnis: "Meine Schule hilft Menschen in Gefahr."

Textfeld "Menschenrechte verteidigen"

3. Sensibilisierung

Der Briefmarathon stärkt das Bewusstsein für Menschenrechte, Verantwortung und Unrecht, er sensibilisiert für die Vielschichtigkeit der Menschenrechte.

Zeichnung von zwei winkenden Figuren, eine Person hält ein Schild hoch

4. Teil der Bewegung

Die Schülerinnen und Schüler werden Teil einer großen, weltweiten Bewegung: ein großer Motivationsfaktor!

Zeichnung einer aufgeschlagenen Zeitschrift

5. Öffentlichkeitsarbeit

Die Regionalpresse findet solche Aktionstage interessant und berichtet gerne darüber.

Zeichnung eines Fotoapparates, eines Pinsels und Viertelnoten

6. Förderung der Kreativität

Das Briefeschreiben ist eine "Do It Yourself"-Aktion, sie kann frei gestaltet werden: von Hand, mit Gebasteltem oder Zeichnungen, in einer Fremdsprache, … Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Zeichnung eines Globus

7. Bewusstsein

Schülerinnen und Schüler bekommen ein Gespür dafür, dass es viele Orte auf der Welt gibt, an denen man für Dinge bestraft wird, die in Deutschland als Selbstverständlichkeit gelten.

Zeichnung eines Megaphons

8. Erweiterung der Kompetenzen

Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler wie z. B. politische Partizipation und Solidarität mit Menschen weltweit werden gefördert: So können sie außerhalb des klassischen Unterrichts fürs Leben lernen.

Zeichnung eines Bücherstapels

9. Fächerübergreifendes Arbeiten

Das Thema "Menschenrechte" kann in verschiedene Fächer wie Politik, Sozialkunde, Ethik oder auch in Kunst oder in den Fremdsprachenunterricht integriert werden.

Grafik einer zerrissenen Kette

10. Erfolgserlebnisse

Die vielen positiven Entwicklungen für Menschen, für die wir uns weltweit mit dem Briefmarathon eingesetzt haben, zeigen, dass sich der Einsatz lohnt!

So funktioniert der Amnesty-Briefmarathon

Der Briefmarathon ist eine weltweite Aktion von Amnesty International, die jedes Jahr rund um den “Internationalen Tag der Menschenrechte“ am 10. Dezember stattfindet. Dabei schreiben Hunderttausende Menschen in allen Teilen der Welt innerhalb weniger Tage Milliionen Briefe. Sie fordern Regierungen auf, gewaltlose politische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden. Außerdem schicken sie Solidaritätsnachrichten an Menschen, deren Rechte verletzt werden.

 

Beteilige dich dieses Jahr mit deiner Klasse!

 

Hier findest du weitere Informationen zur Amnesty-Aktion Briefmarathon.

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Briefmarathon-Erfolge aus den zurückliegenden Jahren

Saman Naseem wurde im Iran im April 2013 zum Tode verurteilt

Saman Naseem kam als 17-Jähriger wegen "Feindschaft zu Gott" im Iran in Haft. Sein Todesurteil wurde 2018 in fünf Jahre Haft umgewandelt. Beim Briefmarathon 2015 waren rund 200.000 Menschen für ihn aktiv.

Saman
Naseem
Iran
Porträt von Phyoe Phyoe Aung

Mehr als 394.000 Briefmarathon-Nachrichten gingen 2015 an die Studentin Phyoe Phyoe Aung: Nach einem friedlichen Protest saß sie mehr als ein Jahr in Myanmar in Haft. Als sie 2016 freikam, sagte sie: "Wir sind nicht allein."

Phyoe Phyoe
Aung
Myanmar
Zwei Frauen stehen vor einer Wand und hängen Briefe und Bilder vom Briefmarathon auf

Mehr als eine halbe Million Menschen forderte beim Briefmarathon 2015 den Schutz von Mädchen vor Zwangsverheiratungen in Burkina Faso, zu dem sich die Regierung verpflichtete, nachdem sie "Nachrichten von Menschen aus der ganzen Welt" erhielt.

Mädchen
und junge Frauen
Burkina Faso
Porträtfoto von Fred Bauma

"Jeder Brief hat uns gestärkt", sagte der Jugendaktivist Yves Makwamba aus der Demokratischen Republik Kongo, als er im August 2016 freikam. Für ihn und Fred Bauma hatten sich beim Briefmarathon 2015 Menschen aus der ganzen Welt eingesetzt.

Fred Bauma und
Yves Makwambala
Demokratische Republik Kongo
Porträt von Albert Woodfox mit hochgehaltener Faust als Geste des Erfolgs

"Die Nachrichten, die mich von Menschen außerhalb der Gefängnismauern erreicht haben, sind zu einer enormen Quelle der Stärke für mich geworden", sagte Albert Woodfox. Er kam 2016 nach 44 Jahren Einzelhaft frei.

Albert
Woodfox
USA
Porträtfoto von Moses Akatugba

Moses Akatugba aus Nigeria wurde im Alter von 16 Jahren zu Tode verurteilt. 2015 wurde er begnadigt und freigelassen. "Ich bin überwältigt. Die Aktivistinnen und Aktivisten von Amnesty sind Heldinnen und Helden."

Moses
Akatugba
Nigeria
Porträtfoto von Liu Ping

Im Dezember 2014 durfte die inhaftierte chinesische Bürgerrechtlerin Liu Ping erstmals Besuch von ihrer Tochter erhalten. Von den Tausenden Briefen sei ihr keiner ausgehändigt worden, aber es bewege sie sehr, dass sie nicht vergessen sei.

Liu
Ping
China
Porträtfoto von Paraskevi Kokoni

Die Romni Paraskevi Kokoni überreichte mehr als 82.000 Briefmarathon-Appelle für neue, antirassistische Gesetze an den griechischen Justizminister. Auch die Männer, die sie rassistisch angegriffen hatten, wurden bestraft.

Paraskevi
Kokoni
Griechenland
Porträt von Raif Badawi

Die Mobilisierung für den zu 1.000 Stockhieben verurteilten saudi-arabischen Blogger Raif Badawi zeigte indirekt Wirkung: Das EU-Parlament forderte seine Freilassung – mit der ersten EU-Resolution für Menschenrechte in Saudi-Arabien.

Raif
Badawi
Saudi-Arabien
Porträt von Chelsea Manning

Die US-amerikanische Whistleblowerin Chelsea Manning sagt, sie habe jede der 17.000 Solidaritätsbotschaften, die sie im Gefängnis erhielt, gelesen. Im Mai 2017 kam sie vorzeitig frei, wie es Ex-US-Präsident Barack Obama noch angeordnet hatte.

Chelsea
Manning
USA