Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen 2025: Aktionen und Aufrufe
Amnesty-Demonstration für Frauenrechte in Amsterdam am 5. März 2023
© Nastia Maksimova
Weltweit sind Frauen und Mädchen geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Der 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung dieser Gewalt. Die ehrenamtliche Themengruppe "Menschenrechtsverletzungen an Frauen" ruft daher im Jahr 2025 zu Aktionen gegen geschlechtsspezifische Gewalt an Frauen auf. Werde aktiv und unterstütze unsere Aktionen!
Bedrohungen und Beschimpfungen, Diskriminierung oder gewalttätige Übergriffe: Weltweit sind Frauen und Mädchen geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Um dagegen die Stimme zu erheben, findet am 25. November der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen statt. Er wurde ursprünglich von zivilgesellschaftlichen Organisationen ins Leben gerufen, seit 1999 wird er offiziell von den Vereinten Nationen unterstützt.
Die Amnesty-Gruppe "Menschenrechtsverletzungen an Frauen" ruft zusammen mit der Amnesty-Gruppe zum Sudan während dieser "16 Days of Activism" dazu auf, gegen konfliktbedingte sexualisierte Gewalt im Sudan aktiv zu werden. Denn Frauen und Mädchen sind im Sudan im Zuge des aktuellen gewalttätigen Konflikts besonders betroffen.
Besonders gefährdet: Frauen und Mädchen im gewalttätigen Konflikt im Sudan
Seit dem 15. April 2023 bekämpfen sich im Sudan die sudanesischen Streitkräfte (SAF) und die Rapid Support Forces (RSF).
Der bewaffnete Konflikt hat eine entsetzliche humanitäre Katastrophe ausgelöst. Zehntausende Menschen wurden bereits getötet, rund zwölf Millionen Menschen mussten aus ihrer Heimat fliehen, entweder in Nachbarländer oder in andere Regionen des Landes.
Besonderes Leid erfahren dabei Frauen und Mädchen. Sie sind Vergewaltigungen, sexueller Sklaverei und anderen Formen sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Insbesondere die RSF haben in großem Umfang solche Taten verübt.
Der Bericht "Sie haben uns alle vergewaltigt: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Sudan" von Amnesty International hat Fälle sexualisierte Gewalt in vier sudanesischen Bundesstaaten dokumentiert, die zwischen April 2023 und Oktober 2024 von der RSF oder verbündeten bewaffneten Milizen begangen wurden.
YouTube-Video:
Werde aktiv und beteilige dich an unseren Aktionen!
Amnesty International möchte in den kommenden Wochen vom 25. November bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte:
- über die sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Sudan informieren,
- Solidarität mit den Überlebenden zum Ausdruck bringen,
- und die Ausweitung des bestehenden Waffenembargos im Sudan auf das gesamte Land durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erreichen.
Was kannst du tun?
- Du kannst dich direkt an den Aktionen beteiligen. Sprich die schrecklichen Folgen des Konflikts im Sudan an – an deiner Schule, an der Uni oder in deinem persönlichen Umfeld.
- Verbreite und unterzeichne unsere Petition an die Vereinten Nationen und fordere, dass keine Waffen mehr in den Sudan geliefert werden, damit die Zivilbevölkerung, insbesondere Frauen und Mädchen, geschützt werden.
- Beteilige dich auch an der Amnesty-Aktion "Brief gegen das Vergessen" für die drei Frauen Amina, Batul und Hannah. Sie sind Überlebende sexualisierter Gewalt im Sudan.
Die dazugehörigen Aktions-Materialien kannst du hier herunterladen. Sie enthalten Petitionen im Printformat, ein Factsheet auf Englisch und Deutsch, ein Musterbrief auf Englisch, die Übersetzung des Musterbriefs, Poster sowie Postings für Social Media.
Schutzsuchende kommen am 28. Oktober 2025 in der sudanesischen Stadt Tawila in der Region Darfur an. Sie sind aus El-Fasher geflohen, nachdem die Stadt von den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) eingenommen wurde.
© AFP or licensors
Mehr Einsatz: Aktion zum Jubiläum der UN-Resolution 1325
Am 31. Oktober 2025 jährte sich die Verabschiedung der UN-Resolution 1325 zum 25. Mal. Die Resolution war der erste Beschluss des UN-Sicherheitsrats, der die besondere Rolle und die Schutzbedürftigkeit von Frauen in bewaffneten Konflikten in den Mittelpunkt stellte. Denn zahlreiche Kriege und innerstaatliche Konflikte haben immer wieder gezeigt, dass sexualisierte Gewalt gezielt und systematisch als Kriegswaffe eingesetzt wird.
Auch hier hat die Amnesty-Gruppe Aktionen vorbereitet:
Beteilige dich an unserer Aktion Zur UN-Resolution 1325!
Kontakt
Koordinationsgruppe Menschenrechtsverletzungen an Frauen (MaF): info@amnesty-frauen.de
Koordinationsgruppe Sudan/Südsudan: info@amnesty-sudan.de