Kultur Deutschland 16. Januar 2017

Performance-Lesung: "Asylum - Call me by my name"

Die Kuratoren Aymen und Dachil in der Ausstellung daHEIM im Berliner Museum Europäischer Kulturen

Die Kuratoren Aymen und Dachil in der Ausstellung daHEIM im Berliner Museum Europäischer Kulturen

Bei Asyl-Anhörungen entscheidet sich die Zukunft von Geflüchteten. Als Teil der Ausstellung „daHEIM: Einsichten in flüchtige Leben“ wird das Asylverfahren von sechs Menschen auf der Bühne inszeniert.

Dachil, Jasim, Atef, Kumrije, Said und Berket sind einige der Protagonisten der Ausstellung "daHEIM: Einsichten in flüchtige Leben". Sie kommen aus dem Irak, Afghanistan, Syrien, dem Kosovo und Eritrea und haben in Deutschland Asyl beantragt. Ihre Verfahren wurden unterschiedlich entschieden: Dachil, Berket und Said wurde Asyl nach den Richtlinien der Genfer Konvention gewährt, Atef erhielt subsidiären Schutz, Jasim ist geduldet und Kumrijes Antrag wurde als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt. Was steht hinter solchen Entscheidungen? Auf welcher rechtlichen und politischen Grundlage werden sie getroffen? Welche Konsequenzen sind für die Einzelnen damit verbunden?

Eine Performance-Lesung mit Auszügen aus den Anhörungen von Asylsuchenden und die Deutung der Asylparagraphen und -begriffe durch Amnesty International in Deutschland schaffen ein Gegenüber von persönlichen Geschichten und rechtlichen Grundlagen.

Die Veranstaltung des Museums Europäischer Kulturen und KUNSTASYL, einer Initiative von Künstlerinnen und Künstler, Kreativen und Asylsuchenden gemeinsam mit Amnesty International in Deutschland findet am 19. Januar um 19 Uhr im Museum Europäischer Kulturen in der Arnimallee 25, 14195 Berlin statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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