Kultur Brasilien 20. Mai 2016

Dokumentarfilm "Dirty Games" ab 2. Juni im Kino

Sport und Menschenrechte
Dokumentarfilm "Dirty Games" ab 2. Juni im Kino

Filmemacher Benjamin Best

Der preisgekrönte Dokumentarfilm "Dirty Games" über Ausbeutung, Korruption und Menschenrechtsverletzungen im milliardenschweren internationalen Sportgeschäft feierte am 30. Mai im Odeon-Kino in Köln Premiere. Seit 2. Juni ist der Film bundesweit in ausgewählten Kinos zu sehen.

Regisseur Benjamin Best blickt in seinem Dokumentarfilm hinter die Kulissen der internationalen Sportwelt und nimmt insbesondere die populären Sportarten Fußball, Boxen und Basketball unter die Lupe.

Best enthüllt die dunklen Machenschaften innerhalb des milliardenschweren Sportgeschäfts und gibt Opfern und Geschädigten Gesicht und Stimme. Ein spannender Dokumentarfilm mit teils schockierenden Bildern, der kurz vor der Fußball-EM und den Olympischen Sommerspielen 2016 auch ein Appell ist an die Fans. Denn als Zuschauer vor dem Fernseher und im Stadion haben sie durchaus die Macht zu sagen: Stopp, bis hierhin und nicht weiter!

Der Film thematisiert u.a. die Vorbereitungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar, wo wegen eines Sportgroßereignisses Menschenrechte verletzt werden, wie der Amnesty Bericht "The Ugly Side of the Beautiful Game - Exploitation on a Qatar 2022 World Cup site“ belegt.

Die überwiegend aus Ländern wie Bangladesch, Indien oder Nepal stammenden Arbeitsmigrantinnen und -migranten leiden unter den Bedingungen auf den WM-Baustellen. Man nimmt ihnen die Pässe weg, um zu verhindern, dass sie Katar vor Ablauf des Arbeitsvertrags verlassen. Löhne sind oftmals wesentlich niedriger als vor Arbeitsantritt vereinbart oder werden mit bis zu sieben Monaten Verspätung ausgezahlt. Beschwert sich ein Arbeiter darüber, wird ihm gedroht, ihn ohne die ausstehenden Löhne des Landes zu verweisen.

Daher fordert Amnesty International den Weltfußballverband FIFA auf, umgehend etwas gegen die Ausbeutung von Arbeitsmigrantinnen und -migranten zu unternehmen und den Druck auf die katarische Regierung zu erhöhen, damit diese Reformen einleitet, um Ausbeutung zu verhindern.

Weitere Informationen zum Film “Dirty Games“, den Trailer und alle Vorführtermine finden Sie auf http://dirtygames.wfilm.de/

Informationen zur Situation der Arbeitsmigrantinnen und -migranten in Katar finden Sie hier

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