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Dokumentarfilm "Viacrucis Migrante" über Migration durch Mexiko

Szene aus dem Dokumentarfilm "Viacrucis Migrante": © Hauke LorenzSzene aus dem Dokumentarfilm "Viacrucis Migrante": © Hauke Lorenz

"Viacrucis Migrante" ist ein Dokumentarfilm über Männer, Frauen und Kinder, die vor den existentiell bedrohlichen Verhältnissen in ihren Heimatländern Honduras, El Salvador und Guatemala Richtung Norden fliehen. Sie begeben sich auf eine lebensgefährliche Reise mit ungewissem Ausgang. Kurz hinter der südmexikanischen Grenze finden sie eine Herberge mit Menschen, die ihnen dabei helfen wollen, das Martyrium der mindestens 1.700 Kilometer langen Reise Richtung USA zu überstehen. Der Film von Hauke Lorenz wird am 17. März 2016 das Filmfest Schleswig-Holstein eröffnen.

"Migrieren ist ein Recht und kein Verbrechen", sagt Alberto aus Honduras. Er ist mit zwei Freunden zu Fuß nur mit einem Rucksack über der Schulter auf dem Weg in die USA. Der Filmemacher Hauke Lorenz trifft die drei Flüchtlinge in Mexiko zufällig auf der Straße und begleitet sie zu ihrem ersten Ziel hinter der Grenze: Die "La72", eine spezielle Herberge nur für Migrant_innen und Flüchtlinge in der kleinen Stadt Tenosique. Jedes Jahr am Karfreitag brechen einige von ihnen von dort aus auf, um die letzte Teilstrecke durch Mexiko gemeinsam zu gehen.

Die Herberge wird von einem Franziskanerorden betrieben. Doch auch an diesem sicheren Ort kommen die Migrant_innen nicht zur Ruhe. Sie treffen auf Leidensgenossen, die ebenfalls Abschiebungen, Überfälle, sexuelle Gewalt und Angriffe erlebt haben.

Der Film begleitet drei zentralamerikanische Migrant_innen auf einem Teilstück ihrer Flucht in den Norden - einer lebensgefährlichen Reise, auf der sie Risiken wie Entführung, Vergewaltigung und Überfällen ausgesetzt sind.

Mit seinem Langfilmdebüt (61 Minuten, Spanisch mit deutschen Untertiteln) gelingt es dem Hamburger Ethnologen, Lateinamerikanisten und Amnesty-Mitglied, die individuellen Geschichten von Alberto und seinen Weggefährten zu erzählen. "Viacrucis Migrante - Kreuzweg der Migrant_innen" lässt sie erklären, warum sie ihr Leben auf einer Reise durch eines der gefährlichsten Länder der Welt in die Ungewissheit riskieren.

Der Film leitet am 17. März 2016 das Filmfests Schleswig-Holstein im Kieler Kino "Die Pumpe" (www.diepumpe.de) ein. Eine weitere Vorführung findet dort am 20. März statt.

Außerdem läuft die Dokumentation ab dem 25. März 2016 für einige Vorführungen im Abaton-Kino in Hamburg (www.abaton.de). Weitere Termine sind der 19. April (18 Uhr), der 25. April (15 Uhr) sowie speziell für Schulen der 5. April (18 Uhr) und der 12. April (10:30 Uhr).

Weitere Informationen, den Trailer und neue Vorführtermine werden auf der Internetseite, bei Facebook und im Newsletter des Films bekanntgegeben: http://www.viacrucismigrante.com