Ukraine-Konflikt
Beide Seiten stationieren Truppen und Waffen in Wohngebieten und versäumen es, die Zivilbevölkerung zu schützen
© ALEXANDER GAYUK/AFP/Getty Images
03. Februar 2015 - In den vergangen Tagen wurden in den ostukrainischen Städten Donezk und Debalzewe von beiden Konfliktparteien brutale Angriffe auf die Zivilbevölkerung verübt.
Ein Amnesty-Vertreter vor Ort hat bestätigt, dass dabei zahlreiche Zivilpersonen verletzt oder getötet worden sind. Amnesty International sprach dort mit Augenzeug_innen sowie mit Verletzten im Krankenhaus.
Unter anderem sollen humanitäre Helfer_innen beschossen worden sein. Auch gab es Anschläge auf einen Marktplatz in Donezk und wahllose Angriffe auf Wohngegenden in Debalzewe. Seit Mitte letzter Woche sind in der Ostukraine im Zuge des Konflikts mehr als 25 Zivilpersonen getötet worden.
John Dalhuisen, Programmdirektor für Europa und Zentralasien von Amnesty International, bezeichnete die Angriffe als Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht und als mögliche Kriegsverbrechen.