Aktuell Mexiko 21. Oktober 2015

Verschwindenlassen in Mexiko

Am 26. September 2014 wurden 43 Studenten in Mexiko von der Polizei verhaftet und gelten seither als "verschwunden"

Am 26. September 2014 wurden 43 Studenten in Mexiko von der Polizei verhaftet und gelten seither als "verschwunden"

21. Oktober 2015 - Vor rund einem Jahr wurden im mexikanischen Iguala nach einem bewaffneten Einsatz der Polizei 43 Studenten verschleppt. Von einem der Studenten wurden in der Zwischenzeit die sterblichen Überreste gefunden, die restlichen 42 bleiben verschwunden.

Mit der Verhaftung und dem Geständnis von Mitgliedern des örtlichen Drogenkartells und der örtlichen Polizei betrachtet die mexikanische Regierung das Verbrechen als aufgeklärt. Eine Expertengruppe der Interamerikanischen Menschenrechtskommission bezweifelte dies in ihrem kürzlich veröffentlichten Untersuchungsbericht.

Der Fall der verschwundenen Studenten von Ayotzinapa ist kein Einzelfall: Mindestens 26.000 Menschen in Mexiko gelten als verschwunden, die meisten im Zusammenhang mit dem sogenannten Drogenkrieg seit 2007. Gewalt und Korruption auf allen institutionellen Ebenen sowie die verbreitete Straflosigkeit bilden hierfür den Nährboden.

Amnesty International, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, Brot für die Welt und Misereor laden ein zu einem Gespräch über die aktuellen Entwicklungen und Hintergründe der seit Jahren eskalierenden Gewaltspirale, über strukturelle Defizite und staatliche Verantwortlichkeiten.

Mehr Informationen zum Pressegespräch finden Sie hier

Unterzeichnen Sie unsere Online-Petition und fordern Sie die Aufklärung des Falls der "verschwundenen" Studenten!

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