Aktuell 29. Januar 2014

Ines Wildhage, Amnesty International

Amnesty-Jury auf der Berlinale 2014

Ines Wildhage ist Crossmedia-Referentin, sie ist seit sieben Jahren bei Amnesty und u.a. zuständig für audiovisuelle Materialien.

Ines Wildhage im Gespräch

Warum verleiht Amnesty International den Amnesty-Filmpreis?

Filme können dabei helfen, Menschenrechte zu erklären, Menschenrechtsverletzungen bekannt zu machen und Solidarität beim Publikum hervorzurufen. Seit 2005 vergibt Amnesty jedes Jahr auf der Berlinale den Amnesty International Filmpreis an Werke, denen es gelingt, das Thema Menschenrechte überzeugend darzustellen. Die Berlinale ist als größtes und bedeutendstes Filmfestival Deutschlands eine einzigartige Plattform um die Relevanz dieser Filme hervorzuheben und ihnen eine Bühne zu geben.

Ines Wildhage

Ines Wildhage

Wie können Filme zum Schutz der Menschenrechte beitragen?
In Deutschland betrachten wir die Achtung der Menschenrechte als Selbstverständlichkeit. Dass das nicht überall auf der Welt so ist, zeigen mutige Filmemacher. Filme, die sich mit einer Menschenrechtsthematik beschäftigen, entstehen oft unter schwierigen, manchmal sogar gefährlichen Bedingungen - für die Filmcrew und die Mitwirkenden. Ohne ihren Einsatz und Mut würden bestimmte Menschenrechtsthemen in der Öffentlichkeit weit weniger oder überhaupt nicht bekannt. Filme können inspirieren, Menschen näher an diese oft schwierige Thematik heranbringen, das Publikum informieren, aufwecken, anregen, sich aktiv für die Menschenrechte einzusetzen.

Was erwarten Sie von einem guten Menschenrechtsfilm?

Ein guter Film, der sich einer in der Öffentlichkeit vielleicht bisher unbekannten oder unverständlichen Menschenrechtsthematik annimmt, sollte sowohl inhaltlich als auch ästhetisch authentisch sein, das Publikum berühren und dessen Anforderungen an ein modernes Kino bedienen. Amnesty International hält Ausschau nach Dokumentar- und Spielfilmen, die das Publikum ansprechen, die spannend sind und die Raum lassen für eigene Ideen und Identifikationsmöglichkeiten mit ihren ProtagonistInnen und Themen.

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