Amnesty prangert Inhaftierung von MigrantInnen und Flüchtlingen in Zypern an
9. Juli 2012 - Hunderte von Menschen auf der Flucht vor Krieg, Armut und Verfolgung stranden Jahr für Jahr in Zypern in der Hoffnung auf humanitäre Hilfe und ein faires Asylverfahren. Doch die Realität ist eine andere. In dem im Juni veröffentlichten Bericht untersucht Amnesty International die Situation der Asylsuchenden in Zypern. Recherchen haben ergeben, dass die zypriotische Asylpraxis schwere Defizite aufweist und die Rechte der Flüchtlinge in unzumutbarer Weise verletzt.
Die ankommenden Flüchtlinge werden umgehend ohne richterliche Überprüfung in Haft genommen und über Monate – in einigen Fällen sogar Jahre – unter menschenunwürdigen Bedingungen ohne medizinische Versorgung oder rechtlichen Beistand festgehalten. Während die zypriotischen Behörden in manchen Fällen selbst auf Anordnung des Obersten Gerichtshof die Betroffenen nicht freilassen, werden andere bereits vor Abschluss ihres Asylverfahrens abgeschoben.
Den Bericht finden Sie auf englisch unter: http://www.amnesty.org/fr/library/info/EUR17/001/2012/en